OVA
Beschreibung
Maroko Yomota trifft unerwartet in der Yomota-Residenz ein und behauptet, die zukünftige Enkelin des jugendlichen Sohnes Inumaru zu sein, gereist durch die Zeit in einer Maschine, die als gelber Kodak-Luftschiff getarnt ist. Ihr erstes Erscheinungsbild zeichnet sich durch einen markanten gelben Blumenhut mit breiter Krempe aus, der an die japanische "Moga"-Mode der 1920er Jahre erinnert, einen Stil, der den amerikanischen Flappern ähnelt und aufkeimende westliche Einflüsse symbolisiert.

Ihre Anwesenheit spaltet die Familie. Während Inumaru und sein Vater Kinekuni ihre Behauptung akzeptieren, lehnt Inumarus Mutter Tamiko ihre Identität vehement ab und verlässt den Haushalt. Maroko beginnt mit einer zurückhaltenden, kindlichen Art, nimmt aber allmählich ein mehr sexuell anzügliches und reiferes Erscheinungsbild an. Ihre Kleidung wechselt zwischen traditionellen japanischen Outfits, moderner Badebekleidung und Kellnerinnenuniformen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, was Spannungen zwischen Tradition und Moderne widerspiegelt.

Maroko entwickelt eine komplexe Beziehung zu Inumaru, die trotz ihres angeblichen Status als seine Enkelin romantische Untertöne annimmt. Diese Komplikation verschärft sich, wenn Bunmei Miroto, ein Zeitpolizist, der geschickt wurde, um sie wegen Zeitvergehen zu verhaften, als ihr Sohn enthüllt wird. Somit ist Maroko gleichzeitig Inumarus Enkelin und die Mutter seines Kindes. Ihre zeitliche Verlagerung und paradoxen familiären Bindungen beschleunigen die Auflösung der Familie.

Ein sternförmiges Muttermal über ihrem Gesäß dient als physisches Identifikationsmerkmal, das sie mit der Yomota-Linie verbindet und möglicherweise auf "Mongolenflecke" anspielt, die mit gemeinsamer Abstammung assoziiert werden. Sie verkörpert widersprüchliche kulturelle Kräfte, sehnt sich danach, Tradition zu ehren, beschleunigt aber unbeabsichtigt die Hinwendung der Familie zum westlichen Individualismus. Ihre Handlungen, einschließlich der unerlaubten Zeitreise, ziehen zeitliche Behörden an und beschleunigen den Zusammenbruch des Haushalts.

Die Geschichte endet mit ihrem Verschwinden. Inumaru, belastet von Schuldgefühlen über den Zerfall, kommt in einem Schneesturm um, fixiert auf Erinnerungen an sie, begleitet vom flüchtigen Bild eines gelben Schmetterlings – einem traditionellen japanischen Symbol für Weiblichkeit und Adel. Durchgängig fungiert Maroko sowohl als Katalysator für die Auflösung der Familie als auch als metaphorische Reflexion von Japans Kampf, Erbe mit externen Einflüssen in Einklang zu bringen.