ONA
Beschreibung
Paul Duncan ist ein älterer, blinder Komponist aus Böhmen in den böhmischen Ländern, der als Einsiedler in einem abgeschiedenen Schloss in Schottland lebt. In seiner Kindheit litt er an einer schweren Krankheit und war dem Tode nahe, doch sein Leben wurde durch eine Operation gerettet, die von einem nicht zugelassenen japanischen Arzt durchgeführt wurde. Infolge dieser Operation verschlechterte sich sein Augenlicht im Laufe der Jahre allmählich, bis er vollständig erblindete. Einen Großteil seines Lebens glaubte er, von seiner Mutter verlassen worden zu sein, und dieses Kindheitstrauma prägte seinen Charakter tiefgreifend. Er entwickelte eine sture, arrogante und verbitterte Wesensart, und er hegt einen tiefen und anhaltenden Hass auf Roboter, die er mit diesem schmerzhaften Teil seiner Vergangenheit assoziiert. Wegen dieses Grolls neigt er dazu, die Maschinen um ihn herum kalt und abweisend zu behandeln, und betrachtet sie eher als bloße Waffen denn als Wesen, die Respekt verdienen.

In der Geschichte ist Paul Duncan der Arbeitgeber von North No. 2, einem der sieben fortschrittlichsten Roboter der Welt, der als sein Butler dient. North No. 2 nimmt diese Position ein, um seiner gewalttätigen Kriegsvergangenheit zu entkommen und Musik zu studieren, in der Hoffnung, den Kampf hinter sich zu lassen. Duncan begegnet ihm zunächst mit Feindseligkeit und Verachtung, weigert sich, seine Hilfe anzunehmen, und sieht in ihm weiterhin nur ein Werkzeug des Krieges. Mit der Zeit jedoch beginnt die harte Fassade des Komponisten angesichts der geduldigen Hingabe des Roboters zu erweichen. Die beiden bauen allmählich eine Beziehung des Vertrauens und der Freundschaft auf, und Duncan lernt, North No. 2 nicht als Diener oder Waffe zu schätzen, sondern als echten Gefährten. Diese sich entwickelnde Bindung ist zentral für seine Rolle in der Erzählung, da sie die Möglichkeit von Versöhnung und Verständnis zwischen Menschen und Robotern selbst nach großer Verbitterung demonstriert.

Seine Motivationen wurzeln im ungelösten Schmerz seiner Kindheit und seinem Groll gegenüber Robotern, doch seine Identität ist in seiner Kunst verankert. Er ist ein renommierter Komponist, dessen kreatives Schaffen auch nach dem Verlust seines Augenlichts weiterging, und Musik ist seine bemerkenswerteste Fähigkeit und der klarste Ausdruck dessen, wer er ist. Seine Blindheit verstärkt seine Abhängigkeit vom Klang, und seine Sensibilität für die Welt durch das Hören fließt sowohl in sein Komponieren als auch in seine Wahrnehmung der Menschen um ihn herum ein. Seine Entwicklung im Verlauf der Geschichte ist geprägt von einer allmählichen Freisetzung seiner Verbitterung, da er lernt, ein anderes Wesen in sein Leben zu lassen, trotz seines lang gehegten Vorurteils, und findet schließlich in North No. 2 eine Freundschaft, die er nie erwartet hatte zuzulassen.
Besetzung