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Beschreibung
Jōichi Kuruma ist der selbsternannte Chefdetektiv der Kuruma-Detektei. Er bezeichnet sich kühn als Sherlock Holmes der zweiten Generation, obwohl er in Wirklichkeit weithin als drittklassiger und unfähiger Ermittler gilt. Seine Heimatstadt liegt auf dem Land, wo seine Familie eine Milchfarm namens Himadana-Ranch betreibt – ein Detail, das auf einen ländlichen Hintergrund hindeutet, weit entfernt von der geschäftigen Stadt Washinkyo, in der die Serie spielt. Sein Name ist ein Wortspiel mit Sherlock, da die Schriftzeichen für Auto und Schloss kombiniert werden, um phonetisch an den berühmten Detektivnamen zu erinnern.

Was seine Persönlichkeit betrifft, so zeichnet sich Kuruma durch ein übersteigertes Ego und einen sturen Stolz aus, die seine tatsächlichen Fähigkeiten bei weitem übertreffen. Er weigert sich, Fälle zu übernehmen, die nicht seinem Selbstbild entsprechen – eine Angewohnheit, die dazu geführt hat, dass seine Agentur seit drei Jahren keine Klienten mehr hat und er drei Jahre mit der Miete im Rückstand ist. Trotz seiner beruflichen Mängel mischt er sich ständig in Ermittlungen ein, macht die Situation oft schlimmer und erwirbt sich den Ruf eines Unruhestifters. Dieser negative Ruf wird gefestigt, als ein Schurke ihn zum Vertreter der modernen Verlierer ernennt. Äußerlich hat er einen guten Kleidungsstil, aber sein Erscheinungsbild wird durch mehrere fehlende Vorderzähne beeinträchtigt – ein Zustand, der offenbar durch übermäßigen Milchkonsum verursacht wurde. Andere Figuren bemerken, dass er viel besser aussehen würde, wenn er nicht lächeln würde.

Kurumas Hauptmotivation scheint das Streben nach Ruhm und Anerkennung als großer Detektiv zu sein, obwohl seine Methoden weitgehend wirkungslos sind. Seine Rolle in der Geschichte ist in erster Linie die eines komischen Reliefs, das als Gegenpol zum wahren Helden dient. Er leitet die Kuruma-Detektei, die als Operationsbasis dient. Bemerkenswerterweise arbeitet die Agentur nicht legal; ihr Tagesablauf besteht darin, mit einem Periskop und versteckten Mikrofonen die Internationale Polizei gegenüber auszuspionieren und die gestohlenen Informationen für eigene nicht genehmigte Ermittlungen zu nutzen. Trotz seiner Prahlerei ist Kuruma nicht völlig ohne Mut, da er bereit ist, Feinde zu konfrontieren oder in Stützpunkte einzudringen, bewaffnet nur mit seiner Wasserpistole und seinem Hut – eine Form von tollkühnem Mut, die die eines gewöhnlichen Menschen übersteigt.

Schlüsselbeziehungen prägen einen Großteil seiner Rolle. Er hat eine Rivalität mit Toragoro Onigawara, dem Leiter der Internationalen Polizeibehörde, und die beiden geraten häufig aneinander. Zu seinen Angestellten gehören sein Assistent Takeshi Yoroi, der heimlich der Superheld Hurricane Polymar ist, und seine Sekretärin Teru Nanba. Teru ist auch seine Vermieterin, eine Tatsache, die seine finanziellen Probleme aufgrund seiner unbezahlten Miete verschärft. Die Agentur hat auch ein Haustier, einen ehemaligen Polizeihund namens Baron, der oft als intelligenter angesehen wird als sein Besitzer.

Im Laufe der Serie zeigt Kuruma Anzeichen von Entwicklung. Obwohl er die meiste Zeit der Geschichte über Takeshis Geheimidentität nicht bemerkt, entdeckt er schließlich, dass der scheinbar nutzlose Assistent tatsächlich Polymar ist. Diese Enthüllung dient als Wendepunkt und führt zu einem Neuanfang, als Kuruma Takeshi als neuen Chefdetektiv in der Agentur willkommen heißt. Trotz seiner Inkompetenz ist er kein Charakter, den man hassen muss, und er und seine Agentur bilden eine seltsame, aber loyale Familie. In einem bemerkenswerten Ereignis in Episode fünfzehn erhält Kuruma von einer mysteriösen alten Frau einen blauen eimerförmigen Helm namens Horamet. Als er ihn trägt, verwandelt er sich in einer Traumsequenz in einen mächtigen Helden namens Typhoon Horamar, der Kräfte besitzt, die sogar die von Polymar übertreffen. Dieses Alter Ego wird später in der letzten Episode erwähnt, als ein schlafender Kuruma vor sich hin murmelt, dass er Horamar sei.

Kurumas bemerkenswerte Fähigkeiten, die oft für Lacher sorgen, sind überraschend einfallsreich. Die Pistole, die er trägt, ist keine echte Waffe, sondern eine täuschend echte Wasserpistole. Es ist bekannt, dass er sie modifiziert hat, indem er ihrer flüssigen Munition Schlaftabletten hinzufügt, um Ziele außer Gefecht zu setzen. Er setzt auch seinen Hut als improvisierte Waffe ein und wirft ihn mit überraschend hoher Genauigkeit. Diese Fähigkeiten, so komisch sie auch sind, zeigen, dass er unter der Fassade eines Tölpels einen Funken Einfallsreichtum besitzt, der es ihm ermöglicht, auf seine eigene eigenwillige Weise zu den Bemühungen der Agentur beizutragen.