TV-Serie
Beschreibung
Nobunobu Tokugawa, auch bekannt als Hitotsubashi Nobunobu, ist ein Charakter, der in der vierten Staffel von Gintama und in späteren Handlungsbögen auftritt. Er ist der Sohn von Hitotsubashi Narinari, einem Mitglied einer Nebenlinie des Tokugawa-Clans. Sein Hintergrund ist in politischer Rivalität verwurzelt: Die Hitotsubashi-Fraktion, der er angehört, widersetzte sich der herrschenden Tokugawa-Fraktion, die Tokugawa Shigeshige als vierzehnten Shogun einsetzte. Nobunobu wurde von klein auf darauf vorbereitet, selbst den Thron zu besteigen, und war an einem Attentatsversuch auf Shigeshige beteiligt, indem er dessen Teetasse vergiftete. Nach Shigeshiges Tod griff die Schattenorganisation Tendoshuu ein, um die Hitotsubashi-Fraktion als neue Führung zu etablieren, und Nobunobu bestieg den Thron als fünfzehnter Shogun von Edo.

Nobunobus Persönlichkeit ist geprägt von extremem Egoismus, Sadismus und einem tiefen Anspruchsdenken. Er betrachtet sich selbst als Teil einer Eliteklasse, die völlig getrennt von gewöhnlichen Menschen ist, und erwartet bedingungslosen Gehorsam von seinen Mitmenschen. Seine Erziehung in einem privilegierten und intriganten Umfeld förderte eine megalomane Weltanschauung, und er behandelt andere oft mit Grausamkeit und Verachtung. Seine Motivationen werden hauptsächlich von einem Verlangen nach Macht und Kontrolle angetrieben, sowie dem Wunsch, Japan zu einer Supermacht zu machen, die nicht auf die Amanto angewiesen ist, den Ambitionen seiner Fraktion folgend.

In der Geschichte dient Nobunobu als Hauptantagonist während der Ereignisse, die zum Rakuyou-Arc führen und diesen einschließen. Seine Rolle ist die eines politischen Feindes, der seine Autorität festigen und alle Bedrohungen seiner Herrschaft beseitigen will, insbesondere diejenigen, die dem vorherigen Shogun treu ergeben sind. Er gerät in Konflikt mit den Hauptcharakteren, darunter Gintoki, Hijikata und andere, die seine Methoden ablehnen. Trotz seiner hohen Position ist er kein physisch beeindruckender Kämpfer; seine Macht kommt von seinem politischen Amt und dem Einfluss seiner Fraktion. Es wird gezeigt, dass er in direkten Konfrontationen leicht überwältigt wird, wie zum Beispiel, als er von einem Schlag Gintokis getroffen wird, der ihn durch die Luft schleudert.

Zu den wichtigen Beziehungen gehören sein Vater Narinari, seine Verbindung zur Hitotsubashi-Fraktion und seine komplexen Interaktionen mit den Überresten der Tokugawa-Familie, wie Shigeshige und Soyo-hime. Er ist auch mit den Tendoshuu verbunden, die ihn als Shogun einsetzten. Im Laufe der Serie durchläuft Nobunobu eine gewisse Entwicklung. Während er anfangs als rein egoistischer und grausamer Charakter dargestellt wird, zeigen spätere Handlungsbögen, wie der Rakuyou- und der Silver-Soul-Arc, Momente der Verletzlichkeit und ein gewisses Maß an Wachstum. Zum Beispiel erstarrt er während einer Krise auf einem Raumschiff vor Angst, als er sich seine ehemaligen Gefolgsleute als Angreifer vorstellt, wird aber von Mutsu und Sakamoto gerettet. Diese Erfahrung und die darauffolgenden Ereignisse führen zu einer subtilen Veränderung seiner Perspektive, obwohl er weitgehend ein eigennütziger Charakter bleibt. Seine bemerkenswerten Fähigkeiten beschränken sich auf seine politische Gerissenheit und Autorität, nicht auf Kampfkraft. Er verlässt sich auf seinen Status als Shogun, um andere zu befehligen und seine Ziele zu verfolgen, was ihn zu einem gefährlichen Gegner durch Einfluss statt durch persönliche Stärke macht.
Besetzung