TV-Serie
Beschreibung
Arlecchino ist einer der vier Meisterautomaten, uralte mechanische Wesen, die dem Mitternachtszirkus dienen. Als Musiker dieser makabren Truppe zeichnet er sich durch ein vorwiegend weißes Erscheinungsbild und eine nachdenkliche, stolze Haltung aus, wobei er oft eine Mandoline sowohl als Instrument als auch als Waffe führt.

Vor etwa 220 Jahren vor den Hauptereignissen der Geschichte geschaffen, zählt Arlecchino zu den ältesten und mächtigsten Automaten. Im Gegensatz zu einigen seiner Gefährten wie Pantalone und Dottore, die von Stolz und Wut getrieben sind, zeigt Arlecchino typischerweise einen rationalen und analytischen Verstand. Diese logische Natur zeigt sich in seinen frühen Konfrontationen mit der Kampfkünstlerin Narumi Kato, bei denen er sich absichtlich treffen lässt, um die mysteriöse „Ki“-Energie zu erfahren und zu analysieren, die zuvor andere Automaten besiegt hatte.

Arlecchinos Kampffähigkeiten sind ebenso markant wie seine Persönlichkeit. Seine primäre Angriffskraft ist die Manipulation von Feuer, mit einer Spezialtechnik namens „Prachtvolle Hand“, die mächtige Flammen aus seinen Händen ausstößt, die alles verbrennen können, was sie berühren. Er setzt auch flexible Kabel ein, die sich von seinem Körper aus erstrecken, um Gegner zu fesseln, eine Methode, die er oft wegen ihrer Präzision bevorzugt. Neben diesen Nahkampfangriffen besitzt Arlecchino einen verheerenden Fernkampf-Schallangriff, gespielt auf seiner Laute namens „Scherzo – Ich will den Herrn preisen“, der Schallwellen freisetzt, um alles innerhalb eines bestimmten Radius wahllos zu beschädigen. Für den Nahkampf ist eine Klinge im Hals seines Instruments verborgen.

Im gesamten Verlauf der Erzählung dient Arlecchino als wiederkehrendes und furchtbares Hindernis für die Protagonisten. Zunächst fungiert er als Wächter für die Francine-Puppe, der geliebten Kreation des Zirkusmeisters Bai Jin, und versucht zu verhindern, dass Narumi sie zerstört. In dieser frühen Rolle ist er ein Antagonist, der die kurzlebigen Kampfkünste der Menschheit verachtet und argumentiert, dass die ewige Natur der Automaten überlegen sei. Sein Charakter erfährt jedoch eine bedeutende Wandlung nach seiner Zerstörung und der anschließenden, wenn auch heruntergestuften, Rekonstruktion durch den neuen Anführer des Zirkus, Faceless.

Seine wahre Motivationsänderung tritt ein, als Faceless, der das wiedergeborene Mädchen Éléonore als die neue Francine erkennt, den Befehl „Beschütze die Menschen“ erteilt. In einem entscheidenden Moment eilt Arlecchino einem jungen Mädchen namens Ryoko zu Hilfe, und als sie ihm dankbar zulächelt, findet er einen neuen Sinn. Er gelangt zu der Überzeugung, dass der Schutz der Menschen im Einklang mit Éléonores Willen steht, was ihn dazu bringt, sich von den ursprünglichen mörderischen Zielen des Mitternachtszirkus abzuwenden. Dies markiert seinen Übergang von einem Schurken zu einem ungewöhnlichen Verbündeten, der an der Seite ehemaliger Feinde kämpft, um genau die Menschen zu schützen, zu deren Qual er erschaffen wurde.

Diese Veränderung wird weiter durch seine Schlüsselbeziehungen veranschaulicht. Er teilt eine tiefe Bindung mit seinem Automaten-Gefährten Pantalone, mit dem er in seinen letzten Kämpfen Seite an Seite kämpft. Seine ultimative Loyalität verlagert sich vollständig auf Éléonore, deren Lächeln er als den lebenslangen Wunsch betrachtet, zu dessen Erfüllung er ursprünglich für die erste Francine-Puppe geschaffen wurde. In einer ergreifenden Schlussszene, nach einem verzweifelten Kampf gegen den Automaten Brighella, bei dem er sich opfert, um seine Schützlinge zu beschützen, erlebt ein zerbrochener, aber zufriedener Arlecchino Éléonores strahlendes Lächeln. Er erklärt, dass sein Zweck erfüllt sei, und mit einem schwachen Lächeln stellt er seine Funktion ein, um endlich Frieden zu finden.