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Beschreibung
Kankichi Ryōtsu, allgemein bekannt unter seinem Spitznamen Ryo-san, ist die Hauptfigur seiner Geschichte und dient als leitender Streifenpolizist an einer kleinen Polizeibox im Bezirk Katsushika in Tokio. Körperlich ist er ein mittelalter Mann mit einer kurzen, robusten und stämmigen Statur. Er hat einen markanten Bürstenhaarschnitt, dicke Körperbehaarung und sichtbare Stoppeln, aber sein bekanntestes und erkennbarstes Merkmal ist seine dicke, geschwungene, M-förmige Monobraue. Während des Dienstes trägt er die standardmäßige blaue Polizeiuniform, zeichnet sich jedoch dadurch aus, dass er seine Ärmel dauerhaft bis zu den Unterarmen hochkrempelt und, am bemerkenswertesten, auf vorgeschriebene Schuhe zugunsten von hölzernen Geta-Sandalen verzichtet, in denen er dennoch überraschend schnell laufen kann. In seiner Freizeit ist seine Kleidung typischerweise leger, bestehend aus Hemden und langen Hosen oder entspannterer Kleidung wie offenen Hemden und Shorts bei heißem Wetter oder an Feiertagen.

Ryōtsus Persönlichkeit ist eine komplexe Mischung aus Faulheit, Gier und unerwarteter Kompetenz. Er zeigt ein chronisches Desinteresse an seinen routinemäßigen Streifen- oder Büropflichten und verbringt seine Arbeitszeit oft lieber mit Schlafen, dem Bau von Plastikmodellen (einem Hobby, dem er sehr ergeben ist) oder dem Spielen mit Videospielen und Spielzeug. Seine Faulheit wird jedoch nur von seiner immensen Begeisterung und Gerissenheit übertroffen, wenn es darum geht, Schnellreich-Pläne zu schmieden. Sein größter Wunsch ist Geld, eine Fixierung, die in seiner finanziell angespannten Kindheit im Bezirk Asakusa in Tokio verwurzelt ist. Zu diesem Zweck investiert er unermüdlich in potenziell profitable Moden, Betrügereien und Geschäftsideen, obwohl diese Unternehmungen fast immer in spektakulären Misserfolgen enden, erheblichen Sachschaden oder große Peinlichkeit für die Polizei verursachen und ihn so mittellos zurücklassen wie zuvor. Trotzdem besitzt er ein überraschendes Maß an straßenschlauer Findigkeit und hat ein enzyklopädisches Wissen über die japanische Kultur, traditionelle Spiele wie Shogi und Kendo sowie die neuesten Trends in der Konsumtechnologie und Popkultur, was es ihm ermöglicht, tiefgründige Diskussionen mit seinen wohlhabenderen und weltgewandteren Kollegen zu führen.

Seine Rolle in der Geschichte ist die des Hauptauslösers von Chaos und Konflikten, aber auch eines unwahrscheinlichen Helden. Er führt ein Junggesellenleben in der Niconico-Herberge, einem bescheidenen Apartmentgebäude, und pendelt zur Arbeit auf einem knarrenden alten weißen Fahrrad namens Chidori, das er oft spät fährt. Seine Beziehungen sind zentral für die Erzählung. Die bedeutendste ist sein volatiles, väterliches Verhältnis zu seinem Vorgesetzten Daijiro Ohara, den er Bucho nennt. Ohara schimpft und tadelt Ryōtsu ständig für seine Faulheit und seine hirnrissigen Ideen, aber unter der Wut liegt eine echte, väterliche Fürsorge für das Wohlergehen seines Untergebenen und ein stiller Stolz auf seine seltenen Erfolge. Unter seinen Kollegen pflegt er eine gutmütige Freundschaft mit dem wohlhabenden Keiichi Nakagawa, der oft seine Pläne finanziert und dabei eine globale Perspektive bietet, die im Kontrast zu Ryōtsus lokalem Blickwinkel steht. Er arbeitet auch mit Reiko Katherine Akimoto zusammen, die oft eine weibliche Perspektive und mehrsprachige Fähigkeiten einbringt, da Ryōtsu nur Japanisch spricht und wenig Interesse daran hat, andere Sprachen zu lernen. Ein jüngerer Beamter, Hayato Honda, fungiert oft als loyaler, aber widerwilliger Partner, der in Ryōtsus Missgeschicke hineingezogen wird. Seine familiären Beziehungen sind ähnlich kompliziert, geprägt von ständigen Auseinandersetzungen mit seinem hitzköpfigen Vater Ginji, mit dem er viele Eigenschaften teilt, und einer Mischung aus Groll und Zuneigung für seinen erfolgreicheren jüngeren Bruder Kinjiro.

Obwohl er undiszipliniert erscheint, besitzt Ryōtsu bemerkenswerte Fähigkeiten. Er verfügt über übermenschliche Kräfte, Ausdauer und Zähigkeit, auf die er in Notfällen angewiesen ist, wenn er Verbrecher fassen oder eine Krise lösen muss, die er mitverursacht hat. Er zeigt wenig Interesse an Romantik, obwohl er gelegentlich die Aufmerksamkeit anderer auf sich zieht, was nie erfolgreich endet. Es gibt kaum Entwicklung im traditionellen Sinne, da er konsequent mittellos bleibt und dazu neigt, Chaos zu verursachen. Sein Charakter zeigt jedoch ein zuverlässiges Muster des Wachstums durch Misserfolge, wobei er gelegentlich scharfe kriminalistische Instinkte oder eine verborgene Hingabe an seine Gemeinschaft demonstriert, was seine Rolle als fehlerhaftes, aber unverzichtbares und unerwartet widerstandsfähiges Element seiner Welt verstärkt. Ein wiederkehrendes Motiv ist die Abrechnung der finanziellen Schäden, die durch seine Eskapaden verursacht werden, was sein chaotisches Wesen unterstreicht. Er hat auch eine bemerkenswerte Abneigung gegen seinen Geburtstag, den 3. März, der auch das Mädchenfest ist, ein Tag, von dem er glaubt, dass er verflucht ist und ihm unweigerlich schreckliches Unglück bringt.