Film
Beschreibung
Oriki "Okko" Seki ist die Protagonistin des Anime Okko's Inn. Sie ist ein zwölfjähriges Mädchen, dessen Leben sich schlagartig ändert, als ihre Eltern Shoji und Sakiko bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommen, während die Familie auf dem Weg zum jährlichen Shinto-Frühlingsfest ist, das die heißen Quellen von Hananoyu feiert. Nachdem sie den Unfall selbst überlebt hat, zieht Okko in die Harunoya, ein traditionelles japanisches Ryokan, das ihrer Großmutter Mineko gehört und von ihr geführt wird, und beginnt dort ein neues Leben als angehende Junior-Gasthausleiterin.

Okko wird als ein aufgewecktes, energiegeladenes und aktives Mädchen beschrieben, das mehr von der Arbeit im Gasthaus angezogen wird als von ihren Schularbeiten. Sie hat eine natürlich laute Stimme und redet bereitwillig mit fast jedem, was sie bei ihren Mitschülern beliebt macht und ihr hilft, leicht Freundschaften zu schließen. Sie kann auch tollpatschig und linkisch sein, ist scheu gegenüber Kreaturen und hat eine naive, etwas unaufmerksame Seite, die sie oft in peinliche Situationen bringt. Sie macht viele Fehler, besonders in den frühen Phasen ihrer Ausbildung zur Gasthausleiterin, und hat zunächst mit den Anforderungen der Arbeit zu kämpfen, einschließlich der Bewegung in einem formellen Kimono. Trotz des Gewichts ihrer Trauer bleibt sie widerstandsfähig und entschlossen und weigert sich, sich von ihrem Verlust besiegen zu lassen.

Anfangs wählt Okko den Weg der Gasthausleiterin nicht aus eigenem Antrieb. Makoto "Uribo" Tachiuri, der Geist des Jugendfreundes ihrer Großmutter, überredet sie, diese Rolle zu übernehmen, in der Hoffnung, dass sie das Gasthaus weiterführt, dem Mineko ihr Leben gewidmet hat. Was als eine von einem Geist aufgezwungene Vereinbarung beginnt, wird allmählich zu einem echten Sinn für Bestimmung. Okko beginnt, ihrer Großmutter helfen zu wollen und zu der Art von Gasthausleiterin heranzuwachsen, die sich um die Gäste kümmern kann, die durch die Türen der Harunoya kommen. Dieses Gefühl der Mission gibt ihr einen Grund, weiterzumachen, selbst während sie das Trauma des Verlusts ihrer Eltern verarbeitet.

Okko spielt die zentrale Rolle in der Geschichte, und die Erzählung folgt ihrem täglichen Leben als junge Gasthausleiterin zusammen mit den Menschen, sowohl lebenden als auch übernatürlichen, die sie umgeben. Sie ist einer der wenigen Menschen, die Geister sehen und mit ihnen sprechen können, und diese Fähigkeit stellt sie in den Mittelpunkt der stillen übernatürlichen Gemeinschaft des Gasthauses. Die wichtigsten Figuren in ihrem Leben sind ihre Großmutter Mineko, die sie unterstützen und eines Tages nachfolgen möchte; Uribo, der als Freund und Führer fungiert; Miyo, der Geist der verstorbenen Schwester ihrer Rivalin Matsuki, die Okko zunächst verspottet, aber später in der Harunoya wohnt und bei der Arbeit hilft; und Suzuki, ein Baby-Dämon, den sie versehentlich aus einer Glocke befreit und den sie zusammen mit den Geistern arbeiten lässt. Außerhalb der Geisterwelt ist ihre engste und komplizierteste Beziehung die zu Matsuki Akino, Spitzname Frilly Pink, der hochmütigen Tochter eines rivalisierenden und viel prächtigeren Gasthauses in derselben Stadt. Die beiden beginnen als Gegnerinnen, die sich streiten und wetteifern, legen aber allmählich ihre Rivalität beiseite und werden zu echten Freundinnen.

Okkos Entwicklung ist eng mit ihrer Trauer verbunden. Anfangs ist sie ein unsicheres, trauerndes Kind, das durch seine Pflichten stolpert, aber durch ihre Begegnungen mit einer Vielzahl von Gästen lernt sie, was Gastfreundschaft wirklich bedeutet. Sie nimmt einen ungepflegten Mann und seinen trauernden Sohn Akane auf, weil das Gasthaus niemanden ablehnt, und ihr selbstgemachter heißer Bade-Pudding, inspiriert von den heißen Quellen, wird zu einer kleinen Geste der Freundlichkeit, die die trauernde Familie tief berührt. Als eine Wahrsagerin namens Glory Suiryo ihr durch eine Panikattacke hilft, die durch eine Rückblende auf den Autounfall ausgelöst wird, beginnt Okko, sich ihre Eltern wieder nahe vorzustellen und findet Trost in dem Gedanken. Als sie fröhlicher wird und die schärfste Kante ihrer Trauer überwindet, verliert sie langsam ihre Fähigkeit, die Geister um sich herum zu sehen, eine Veränderung, die sie ängstigt und aufwühlt. Die schwerste Prüfung kommt, als sie entdeckt, dass ein Gast im Gasthaus, der Vater eines kleinen Jungen namens Shota Kise, der Fahrer bei dem Unfall war, der ihre Eltern tötete. Die Offenbarung stürzt sie in eine neue Welle des Schmerzes, und sie verliert vorübergehend ihre Verbindung zur Geisterwelt vollständig und fühlt sich verlassen. Doch Okko wählt letztendlich Vergebung, lädt die Familie ein zu bleiben, und sie findet ihren Halt wieder, als sie sich mit ihrem Verlust versöhnt. Am Ende ist sie zu einer selbstbewussteren und mitfühlenderen jungen Gasthausleiterin gereift, und sie führt den rituellen Festtanz der Stadt zusammen mit Matsuki auf, während die Geister um sie herum endlich in ihr nächstes Leben übergehen.

Ihre bemerkenswerteste Fähigkeit ist ihre Gabe, übernatürliche Wesen zu sehen und mit ihnen zu kommunizieren, die verblasst, während ihre emotionale Heilung fortschreitet. Ihre anderen Stärken sind in ihrem Charakter verwurzelt und nicht in einer besonderen Macht: ihre Bereitschaft, nach wiederholten Fehlern weiterzumachen, ihr Instinkt, selbst schwierigen Gästen zu helfen, und ihre wachsende Fähigkeit in den praktischen Handwerken des Gasthauses, wie Kochen und dem richtigen Verhalten, das von einer Gasthausleiterin erwartet wird. Durch diese Eigenschaften entwickelt sich Okko von einem trauernden, tollpatschigen Kind zu einer fähigen und emotional starken Nachfolgerin der Harunoya.