TV-Serie
Beschreibung
Mimihime ist ein Kind der zweiten Generation, das in der Einrichtung der Takahara-Akademie auf der Insel Izukunoe lebt, einer abgeschiedenen Institution, die ihre Bewohner Himmel nennen. Sie gehört zu einer speziellen Gruppe von Kindern, die als Hiruko bekannt sind, und ihr auffälligstes körperliches Merkmal ist ein Paar schlanker, tierähnlicher Ohren, die oft flach an ihrem Kopf anliegen, wenn sie entspannt ist. Mimihime hat mittellanges braunes Haar und blaue Augen, und im Alter von vierzehn Jahren ist sie etwa 153 Zentimeter groß. Ihr Name ist ein Wortspiel mit den japanischen Wörtern für Ohren und Prinzessin und spiegelt sowohl ihre ungewöhnlichen Ohren als auch die Zuneigung wider, die andere ihr entgegenbringen.

Ihre Persönlichkeit ist sanft, fügsam und ehrlich, obwohl sie oft geistesabwesend und in Gedanken versunken wirkt. Sie neigt zum Tagträumen und hat eine etwas unbeschwerte Art, kann aber in Bezug auf ihre eigenen Meinungen und Gefühle verschwiegen sein. Mimihime hat manchmal Schwierigkeiten, die Gefühle anderer zu verstehen, besonders wenn diese Gefühle ihr selbst gelten. Trotzdem ist sie eine loyale und einfühlsame Freundin, die sich sehr um die Menschen in ihrer Umgebung sorgt.

Mimihime besitzt die Fähigkeit, Dinge wahrzunehmen, die andere Kinder nicht können, vor allem präkognitive Visionen zukünftiger Ereignisse. Diese Visionen kommen unvorhersehbar; sie weiß nie, wann sie auftreten oder was sie genau bedeuten. Die Visionen können vage sein und eher Einblicke als vollständige Bilder bieten, und einige sind zutiefst beängstigend und erfordern große geistige Anstrengung ihrerseits, um sie aus ihrem Kopf zu verbannen. Ihre Intuition ist ungewöhnlich scharf, und sie hat ein ausgezeichnetes Gehör, was ihr Bewusstsein weiter schärft. Sie kann ihre Kräfte auch einsetzen, um die Fähigkeiten anderer Hiruko zu kontern. Ihre Präkognition ist jedoch begrenzt – sie sieht Fragmente von Möglichkeiten, und nicht alle ihrer Visionen werden wahr.

Innerhalb der Einrichtung ist Mimihime eine wichtige unterstützende Präsenz unter den Schülern der zweiten Generation. Sie teilt eine enge Bindung mit ihrer Klassenkameradin Tokio, und es ist Mimihime, die Tokio nach der beunruhigenden Entdeckung einer mysteriösen Nachricht eine entscheidende Prophezeiung überbringt. Mimihime sagt Tokio, dass zwei Menschen von außen kommen werden, um sie zu retten, von denen einer Tokios eigenes Gesicht trägt. Diese Prophezeiung setzt einen Schlüsselfaden in Gang, der die Handlung der Einrichtung mit der Reise der Protagonisten Maru und Kiruko in der postapokalyptischen Außenwelt verbindet.

Mimihime entwickelt auch eine romantische Bindung zu einem Jungen namens Shiro, der ihre Gefühle erwidert. Die beiden werden oft zusammen gesehen, und sie bleibt ständig an seiner Seite. Ihre Beziehung zu Shiro ist von gegenseitiger Zuneigung und Loyalität geprägt und wird zu einem zentralen Teil ihrer persönlichen Geschichte. Als die Kinder der Akademie die Einrichtung schließlich durch einen Bruch im Grenzzaun verlassen, einem anderen Schüler namens Taka folgend, erkennt Mimihime nach einiger Zeit, dass sie umkehren sollten. Sie und Shiro trennen sich von der Gruppe, um die Akademie zu suchen, verlaufen sich aber im Wald. Beim Versuch, einen Weg zu einem Fluss hinunter zu finden, bröckelt der Boden unter Mimihime und sie stürzt von einer hohen Klippe. Shiro springt ihr sofort hinterher, um ihren Sturz abzufedern, und beide werden schwer verletzt, überleben aber. In der Folge dieses Unfalls erleidet Mimihime jahrelang schreckliche körperliche Qualen. Ihr letztendlicher Tod wird als gnädige Erlösung dargestellt, und in ihren letzten Momenten vergießt sie eine einzige emotionale Träne. Die Natur ihrer Hiruko-Form und ihre präkognitiven Fähigkeiten deuten auch darauf hin, dass sie sich der Gefahr bewusst gewesen sein könnte, die ihre Verwandlung für andere dargestellt hätte, wäre sie früher gestorben, und dass sie ihr Leiden so lange wie möglich ertrug, um zu verhindern, eine unaufhaltsame Bedrohung zu werden.

Mimihimes Rolle in der Geschichte wird durch ihre stille Voraussicht, ihre emotionalen Bindungen und ihr tragisches Schicksal bestimmt. Sie fungiert als Orakel für die Kinder des Himmels, wobei ihre Visionen kryptische, aber wichtige Hinweise auf die Welt jenseits ihrer Mauern geben. Ihre Verbindung zu Shiro veranschaulicht die tiefen persönlichen Bindungen, die innerhalb der abgeschiedenen Einrichtung entstehen, und ihre Prophezeiung verbindet die beiden Hälften der Erzählung direkt miteinander. Während ihres gesamten Handlungsbogens bleibt sie eine beständige, sanfte Präsenz, deren Fähigkeiten ihr sowohl Staunen als auch Kummer bringen, und ihr letztendliches Schicksal unterstreicht die Grausamkeit der Welt, die die Serie präsentiert. Ihre Entwicklung bewegt sich von einer scheinbar unbeschwerten Träumerin zu einer Figur der Ausdauer und Aufopferung und hinterlässt selbst nach ihrem Tod einen bleibenden Eindruck in der Geschichte.