TV Special
Beschreibung
Fayau ist eine Figur aus dem Anime-Fernsehspecial „Michite Kuru Toki no Mukō ni“ aus dem Jahr 1992. Ihre Geschichte spielt in einer Erzählung, die sich über Jahrtausende erstreckt und vor mehr als 10.000 Jahren in einer prähistorischen Ära beginnt. Sie ist eine junge Frau, die dem Stamm der Tangad in der heutigen Mongolei angehört.

In dieser antiken Zeitlinie ist Fayau die Geliebte eines Jägers namens Bogud. Ihre Beziehung ist durch eine tiefe, persönliche Bindung geprägt, symbolisiert durch ein Talisman, das Bogud in Form eines Rothirsches schnitzt und Fayau zu ihrem Schutz schenkt. Dieser Rothirsch hat spirituelle Bedeutung, da er Boguds Geisttier wurde, nachdem er auf seiner ersten Solo-Expedition erfolgreich einen legendären Hirsch gejagt hatte.

Fayaus Leben wird durch die Konflikte und Umwälzungen ihrer Zeit dramatisch verändert. Sie und Bogud werden durch den Krieg getrennt, bei dem Fayau gefangen genommen und von einem Nomadenstamm verschleppt wird. Diese Gruppe beabsichtigt, die alte Beringstraße-Landbrücke zu überqueren, um auf einen neuen Kontinent zu migrieren, und reißt Fayau gewaltsam von ihrer Heimat und ihrem Geliebten los. Diese Trennung begründet ihre primäre Motivation im größeren Rahmen der Geschichte: eine Verbindung zu Bogud, die Zeit und Distanz überwindet.

Fayaus Rolle in der Geschichte beschränkt sich nicht auf ihre eigene Ära, sondern erstreckt sich durch ihre Abstammungslinie bis in die Gegenwart. Die Erzählung etabliert, dass Fayau Nachkommen hat, die das Erbe ihrer Beziehung zu Bogud erben. Das Rothirsch-Talisman, das sie erhielt, wird durch ihre Familienlinie weitergegeben. In der gegenwärtigen Handlung besitzt dieses Erbstück ein Komponist namens Leslie Mardoff, der als Nachkomme Fayaus identifiziert wird. Das Schicksal von Bogud und Fayau, das vor Jahrtausenden begann, findet seine Auflösung, als Leslie eine Frau namens Flora trifft, die eine Nachfahrin Boguds ist und ein rotes Hirsch-Mal auf ihrem Arm trägt, das ein uraltes Tattoo widerspiegelt.

Fayaus Charakter ist zentral für das Thema der Geschichte einer Liebe, die über Zeitalter hinweg Bestand hat. Sie hat keinen Charakterbogen im traditionellen Sinne persönlicher Veränderung, da ihre primäre Funktion darin besteht, der ursprüngliche Anker für ein spirituelles und genetisches Erbe zu sein. Ihre Entwicklung ist daher keine innere Reise, sondern eine äußere, definiert durch die katastrophale Trennung von ihrem Partner und die anschließende Fortpflanzung ihrer Blutlinie, die das Talisman und die Erinnerung an diese Bindung weiterträgt. Ihre bemerkenswerten Fähigkeiten werden nicht als übernatürlich oder kämpferisch beschrieben; vielmehr liegt ihre Bedeutung in ihrer Rolle als Ahnin, die das physische Symbol ihrer Liebe zu Bogud bewahrt, sodass eine schicksalhafte Wiedervereinigung zwischen ihren Nachkommen Tausende von Jahren später stattfinden kann.