Film
Beschreibung
Kaguya Shinomiya ist die Hauptprotagonistin dieses Anime-Films, der direkt an das Ende der dritten Fernsehstaffel anknüpft. Sie ist eine Schülerin im dritten Jahr der renommierten Shuchiin-Akademie und fungiert als stellvertretende Vorsitzende des Schülerrats. Als älteste Tochter des riesigen und mächtigen Shinomiya-Konglomerats ist sie ein Wunderkind, das in akademischen Fächern, Kampfsportarten wie Judo und Aikido sowie traditionellen Künsten wie Kyudo, in dem sie auf nationaler Ebene antritt, herausragt. Ihr öffentliches Image ist das einer schönen, unnahbaren Erbin – eine Wahrnehmung, die eine viel komplexere und verletzlichere Innenwelt verbirgt.

Geboren als Kind der Affäre ihres Vaters mit einer Frau namens Nayotake Shimizu, die kurz nach Kaguyas Geburt starb, war ihre Position innerhalb der Shinomiya-Familie stets prekär. Diese Erziehung, geprägt von emotionaler Vernachlässigung und starkem Leistungsdruck, förderte eine kalte, berechnende und misstrauische Persönlichkeit. In ihrer Mittelschulzeit war sie als die Eisprinzessin Kaguya bekannt, eine Persona, die durch emotionale Unterdrückung und eine rücksichtslose, logische Herangehensweise an soziale Interaktionen definiert war. Sie entwickelte die Angewohnheit, potenzielle Freundinnen zu testen, indem sie Geheimnisse teilte, um zu sehen, ob diese durchsickern würden – eine Praxis, die aus einer tiefsitzenden Angst vor Verrat entstand. Nur Chika Fujiwara bestand diesen Test erfolgreich und wurde ihre erste wahre Freundin.

In der Gegenwart ist Kaguya tief in den Schülerratsvorsitzenden Miyuki Shirogane verliebt. Ihr enormer Stolz und die Angst vor Zurückweisung hindern sie jedoch daran, dies zu gestehen. Der zentrale Konflikt des Films entsteht nach ihrem lang ersehnten ersten Kuss beim Schulfest; anstatt einfaches Glück zu bringen, löst das Ereignis eine schwere emotionale Regression aus. Überwältigt vom Stress ihrer Gefühle und der entmutigenden Zukunft, fällt sie in ihre Eis-Kaguya-Persönlichkeit zurück. In diesem Zustand wird sie hochgradig passiv-aggressiv und toxisch, erwartet von Shirogane, ihre Gedanken zu lesen und ihre unausgesprochenen Bedürfnisse zu verstehen, während sie ihn für sein Versagen bestraft. Dieser innere Konflikt offenbart ihren tiefsten Wunsch: nicht nach extravaganter Romantik, sondern nach einer gewöhnlichen, normalen Beziehung, in der sie völlig verletzlich sein und mit all ihren Fehlern akzeptiert werden kann, ohne sich verstellen zu müssen.

Im gesamten Film kämpft Kaguya mit den verschiedenen Facetten ihrer eigenen Psyche, einschließlich der logischen, aber kalten Eis-Kaguya und einer kindlicheren, albernen Seite, die ihren unterdrückten Wunsch nach Glück und Leichtigkeit repräsentiert. Ihre Charakterentwicklung in dieser Geschichte besteht darin, zu lernen, ihre Abwehrmechanismen zu senken und offen zu kommunizieren, und sich über die komplizierten Gedankenspiele hinwegzusetzen, die ihre frühere Beziehung zu Shirogane prägten. Ihre wichtigsten Beziehungen stehen im Mittelpunkt dieses Kampfes: Ihre Bindung zu Shirogane wird auf die Probe gestellt, da sie lernen müssen, ehrlich zueinander zu sein; ihre Freundschaft mit Chika Fujiwara bleibt eine Quelle der Wärme und Normalität, auch wenn Chika sich der Tiefe von Kaguyas romantischer Zerrissenheit nicht bewusst ist; und ihre Rolle als unterstützende Senpai für Yu Ishigami zeigt weiterhin ihre Fähigkeit zu echter Freundlichkeit. Trotz ihrer genialen Intelligenz ist sie bemerkenswert naiv in Bezug auf alltägliche Technologie, da sie erst kürzlich von einem Klapphandy auf ein Smartphone umgestiegen ist, und sie besitzt ein unschuldiges, oft uninformiertes Verständnis von Romantik und Sexualität.