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Beschreibung
Ai Enma ist die zentrale Figur der Erzählung, eine geisterhafte Entität, die an ein ewiges Zwielichtreich gebunden ist, wo sie mit ihrer Großmutter lebt. Ihr physisches Erscheinungsbild ist geprägt von langem, glattem schwarzem Haar im Hime-Schnitt und unverwechselbaren rubinroten Augen, eine Veränderung gegenüber dem tiefen Braun, das sie einst hatten. Ihre typische Kleidung ist eine schwarze Winter-Schuluniform, bekannt als Seifuku, aber wenn sie vor einem Klienten erscheint, um ein Urteil der Verdammnis zu vollstrecken, trägt sie einen schwarzen Kimono, der mit Blumenmustern verziert ist.

Ihre Ursprungsgeschichte ist eine von tiefer Tragödie. Vor etwa vierhundert Jahren war sie ein menschliches Mädchen, das in einem kleinen Dorf lebte. Als Teil einer grausamen lokalen Tradition verurteilten die Dorfbewohner, einschließlich ihres Kindheits-Seelenverwandten und Cousins Sentaro, sie zu einem Opfertod, indem sie sie lebendig begruben. Es war in dem Moment, als Sentaro die erste Schaufel Erde auf ihr Gesicht warf, dass sich ihre Augen angeblich rot färbten. Nachdem sie aus ihrem Grab entkommen war, übte sie eine schreckliche Rache, indem sie das gesamte Dorf in einem Wutanfall niederbrannte. Für diese Tat wurde sie von einer mächtigen Entität bestraft, bekannt als der Gott der Hölle, der oft die Form einer Spinne annimmt. Um für ihre Rache zu büßen und die Seelen ihrer Lieben davor zu bewahren, für immer in der Hölle umherzuwandern, wurde sie gezwungen, einen Pakt zu akzeptieren. Ihr wurde eine Form der Unsterblichkeit gewährt, aber sie war dazu verdammt, für unbestimmte Zeit als Höllenmädchen, der Fährmann verdammter Seelen, zu dienen. Ihre Pflicht ist es, die Rache anderer zu ermöglichen, eine Aufgabe, die als ihre ewige Strafe dient.

Als Ergebnis von Jahrhunderten dieser düsteren Arbeit und des ausdrücklichen Befehls des Gottes der Hölle, ihr Herz zu verschließen, erscheint Ai Enma zunächst völlig emotionslos, ihr Gesicht eine ruhige und ausdruckslose Maske. Sie erfüllt ihre Pflichten mit einer distanzierten, fast roboterhaften Effizienz und agiert als passive Beobachterin des Leidens ihrer Klienten und der Qual ihrer Opfer. Diese Taubheit ist jedoch nicht absolut. Ihre Begleiter, wie der Geist Wanyūdō, haben bemerkt, dass sie immer noch Gefühle besitzt, auch wenn sie sie nicht stark ausdrückt. Ihre primäre Motivation ist nicht persönliches Verlangen, sondern eher eine verpflichtende Knechtschaft. Sie ist an das System der Höllenkorrespondenz gebunden, eine Website, die um Mitternacht für diejenigen erscheint, die von Hass verzehrt werden, und ihnen einen Weg bietet, ihren Peiniger in die Hölle zu schicken. Der Vertrag ist eine Seele für eine Seele: Der Klient wird nach seinem eigenen Tod in die Hölle geschickt, ein Preis, den Ai ohne Urteil präsentiert.

Im Laufe der Geschichte werden ihre wichtigsten Beziehungen zu Katalysatoren für Veränderung. Ihre Interaktionen mit der Familie Shibata, einem Vater und einer Tochter, die ihre Aktivitäten untersuchen, wecken ihre lange unterdrückte Unzufriedenheit mit ihrem Schicksal wieder. Sie helfen, ihre vergrabenen Emotionen freizulegen, einschließlich Wut, die sie mit großer Kraft demonstriert, wenn sie provoziert wird. Ihre Assistenten, darunter Wanyūdō, der die Form der Strohpuppe annimmt, die sie Klienten anbietet, Ren Ichimoku und Hone Onna, sind ebenfalls an sie gebunden. Diese Beziehungen bieten Einblicke in ihre vergrabene Menschlichkeit, da sie eine Art Ersatzfamilie bilden, die in einer stillen und loyalen Partnerschaft zusammenarbeitet.

Im Verlauf der Serie durchläuft Ai Enma eine bedeutende Entwicklung. Anfangs eine taube und gefügige Agentin der Verdammnis, wird sie allmählich ausdrucksvoller. In der zweiten Staffel zeigt sie offenere Emotionen, vom Verspotten eines Opfers bis hin zur Besorgnis um einen Klienten. Dies gipfelt in einem direkten Ungehorsam gegenüber ihrem Arbeitgeber, dem Gott der Hölle, als sie ihre unsterbliche Form opfert, um einen Jungen zu retten, der unter einer ungerechten Verfolgung leidet, die ihrer eigenen ähnelt. Ihr Körper löst sich in Sakura-Blütenblätter auf, eine symbolische Befreiung von ihren Pflichten. Später kehrt sie jedoch zurück, besitzt ein junges Mädchen namens Yuzuki Mikage und nimmt schließlich ihre Rolle als Höllenmädchen wieder auf, um Yuzuki vor demselben verfluchten Schicksal zu bewahren.

Ihre bemerkenswerten Fähigkeiten sind untrennbar mit ihrer Rolle verbunden. Sie kann teleportieren, aufwändige Illusionen erschaffen und im Zorn große Energieböen schleudern. Sie hat die Macht, anderen Visionen der Zukunft in Bezug auf einen Groll zu zeigen und kann zwischen der Menschenwelt und den Ufern der Hölle reisen. Wenn ein Klient den roten Faden von der Strohpuppe zieht, erscheinen sie und ihre Begleiter vor dem Verurteilten. Nachdem sie ihn mit Halluzinationen quälen, die seine Sünden ausnutzen, erscheint sie vor ihm, um einen traditionellen Ritus zu rezitieren, bevor sie seine Seele zur ewigen Verdammnis rudert. Ihre Kräfte sind gewaltig, doch sie werden durch die Regeln des Vertrags eingeschränkt, den sie durchzusetzen gezwungen ist.