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Beschreibung
Die Figur, die aus „The Ring“ als Kindermörderin bezeichnet wird, ist als Sadako Yamamura bekannt. Es ist wichtig klarzustellen, dass „The Ring“ kein Anime ist, sondern eine japanische Horror-Franchise, die ursprünglich auf einer Romanreihe von Koji Suzuki basiert und in zahlreiche Realfilme, Fernsehserien und Manga adaptiert wurde. Sadako ist die zentrale Antagonistin und ein mächtiger Onryō, ein rachsüchtiger Geist aus der japanischen Folklore.

Sadako wurde 1947 auf der Insel Oshima als Tochter von Shizuko Yamamura, einer renommierten Hellseherin, geboren und wuchs nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrem Stiefvater oder vermeintlichen Vater, Professor Heihachiro Ikuma, auf. Als Kind besaß Sadako immense psychische Kräfte. Als Journalisten ihre Mutter während einer Vorführung öffentlich als Betrügerin bezeichneten, tötete die junge Sadako einen von ihnen mit ihren Fähigkeiten – ein Akt, der ihre spätere Natur vorwegnahm. Nach dem Selbstmord ihrer Mutter führten Sadakos unkontrollierbare Kräfte und ein Vorfall, bei dem sie sich in zwei Wesen spaltete – eines gutartig und eines bösartig – dazu, dass Ikuma ihr Gift injizierte und sie in einen tiefen Brunnen warf, wo sie dreißig Jahre lang allein aus Hass überlebte, bevor sie schließlich starb.

Zu Lebzeiten war Sadako eine isolierte und sozial unbeholfene Person, die Schwierigkeiten hatte, sich anzupassen. Sie versuchte kurzzeitig eine Karriere als Theaterschauspielerin, konnte aber aufgrund ihrer beunruhigenden Ausstrahlung und Kräfte keine normalen Beziehungen aufrechterhalten. Ein prägender Aspekt ihres Charakters in den Originalromanen ist, dass sie am testikulären Feminisierungssyndrom litt, einer Erkrankung, die sie weiblich erscheinen ließ, aber unfähig zur Fortpflanzung machte – eine biologische Tatsache, die ihre Motivationen tief beeinflusste. Ihre Persönlichkeit wird durch das immense Trauma, den Verrat und die Einsamkeit geprägt, die sie erlitt und die zu einem alles verzehrenden Hass auf die Menschheit wurden. Sie wird nicht von persönlicher Bosheit angetrieben, sondern von einem mechanischen und absoluten Willen, den Fluch ihres eigenen Leidens zu verbreiten und andere dazu zu zwingen, einen Bruchteil des Schreckens und der Isolation zu erfahren, die sie im Brunnen fühlte.

Sadakos Rolle in der Geschichte ist die eines tragischen Monsters, dessen Fluch die Handlung vorantreibt. Nach ihrem Tod erschuf sie mit ihren psychischen Kräften ein verfluchtes Videoband. Jeder, der dieses Band ansieht, stirbt genau sieben Tage später, oft an einem Herzinfarkt, der durch puren Schrecken ausgelöst wird, es sei denn, er kopiert das Band und zeigt es einer anderen Person, wodurch der Kreislauf fortgesetzt wird. Ihr Ziel ist es nicht einfach zu töten, sondern sich zu reproduzieren und zu überleben. Der Fluch ist im Grunde ein Virus – der Ring-Virus – eine Mutation des Pockenvirus, kombiniert mit ihrer eigenen DNA. Dieses Virus sichert ihre Wiederauferstehung und Vermehrung, da es Opfer mit Klonen ihrer selbst schwängern kann. Die wichtigsten Beziehungen in ihrer Existenz sind hauptsächlich antagonistisch. Ihr Vater Ikuma war ihr Mörder, dessen Verrat die Quelle ihres Fluchs ist. Im Prequel-Film „Ring 0: Birthday“ geht sie eine tragische romantische Verbindung mit einem Tontechniker namens Toyama ein, der ihre Kräfte akzeptiert, doch diese Beziehung endet aufgrund der Einmischung anderer in einer Katastrophe. Ihre gesamte Existenz als Geist wird durch ihre Beziehung zu denen definiert, die ihr Band ansehen; sie sind ihre Opfer, aber auch die notwendigen Wirte für ihr Fortbestehen.

In den verschiedenen Kontinuitäten durchläuft Sadako eine bedeutende Entwicklung, die oft von der Adaption abhängt. Die bemerkenswerteste Entwicklung findet im Roman „Spiral“ statt, wo ihr Plan gelingt. Der Ring-Virus führt zu ihrer physischen Wiederauferstehung als ein Wesen, das sich nun fortpflanzen kann, was es ihr effektiv ermöglicht, die Menschheit zu verdrängen. In anderen Zeitlinien, wie den amerikanischen Remakes, wo sie in Samara Morgan umbenannt wird, wird ihr Hintergrund geändert, um ihre tragische Kindheit als ungewolltes Kind mit unkontrollierbaren Kräften zu betonen, wobei der Fokus mehr auf ihrem verzweifelten Bedürfnis nach einer Mutter als auf biologischer Reproduktion liegt. Im Manga „Sadako-san and Sadako-chan“ wird ihr Charakter völlig untergraben, als sie sich mit einem jungen Mädchen anfreundet, das keine Angst vor ihr hat, was Sadako dazu bringt, nach einer Form von Frieden zu suchen.

Sadako besitzt eine Vielzahl bemerkenswerter Fähigkeiten, von denen die berühmteste Nensha ist, die psychische Fähigkeit, Bilder aus ihrem Geist auf physische Medien wie Film oder Videoband zu brennen. Als Geist kann sie Technologie manipulieren, insbesondere Fernseher und Videorekorder, und sie als Portale nutzen, um aus ihnen hervorzukommen und mit der physischen Welt zu interagieren. Sie hat Telekinese gezeigt, die Fähigkeit, Objekte mit ihrem Geist zu bewegen, und kann Herzinfarkte oder den Tod allein durch Anstarren eines Opfers herbeiführen. Ihre physische Form ist die eines klassischen Yūrei: eine Frau in einem weißen Totenkleid mit langem, schwarzem Haar, das ihr Gesicht bedeckt. Sie kann aus Brunnen und anderen Oberflächen kriechen und ihren Körper auf unnatürliche, ruckartige Weise verrenken, die der menschlichen Anatomie widerspricht. Ihr Fluch hat auch die Eigenschaft, ihre Opfer zu korrumpieren und sie in rachsüchtige Geister zu verwandeln, die dazu dienen, ihren Fluch weiterzuverbreiten.