Yoko Kanno

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Description
Yoko Kanno, bürgerlich Yoko Kanno, geboren am 18. März 1964 in der Präfektur Miyagi, Japan, ist eine Komponistin, Arrangeurin, Musikproduzentin und Sängerin, die an der Waseda-Universität studierte. Sie begann im Alter von drei Jahren Klavier zu lernen und versuchte sich am Komponieren, mit zehn Jahren wurde sie die jüngste Preisträgerin des Yamaha Junior Original Concert-Wettbewerbs. 1987 schloss sie sich als Keyboarderin der Band Tetsu 100% an, wo sie auch komponierte und Synthesizer spielte; die Band löste sich 1989 auf. Ihre Musikkarriere begann mit Kompositionen für historische Spiele des Unternehmens Koei, darunter die Reihen Nobunaga's Ambition und Uncharted Waters, und 1991 dirigierte sie das Tokyo Philharmonic Orchestra bei ihrer adaptierten Symphonie für Romance of the Three Kingdoms I.

Yoko Kanno ist am bekanntesten als Schöpferin von Anime-Soundtracks. 1994 war sie alleinverantwortlich für die Musikproduktion der OVA Macross Plus, ihr erstes eigenständiges Anime-Musikprojekt, dessen Titellied Voices zum Klassiker wurde. Danach schuf sie zahlreiche bedeutende Anime-Soundtracks, darunter 1996 gemeinsam mit Hajime Mizoguchi The Vision of Escaflowne, aus dem das von Nutzern erwähnte The Story of Escaflowne ~ End Title stammt. 1998 war Cowboy Bebop ein Meilenstein in ihrer Karriere; sie gründete die temporäre Band Seatbelts, um die Musik aufzuführen, und das erste Soundtrack-Album gewann den 16. Japan Gold Disc Award. Weitere wichtige Anime-Werke umfassen ∀ Gundam (1999, in Zusammenarbeit mit dem Warsaw Philharmonic Orchestra), Ghost in the Shell: Stand Alone Complex (2003, Gewinner des Tokyo International Anime Fair Music Award), Wolf's Rain (2003), Genesis of Aquarion (2005), Macross Frontier (2008), Kids on the Slope (2012) und Terror in Resonance (2014). Sie komponierte auch Musik für zahlreiche Filme, Fernsehserien, Dokumentationen und Werbespots, darunter Ray of Water für die Inthronisationszeremonie von Kaiser Naruhito 2019.

Yoko Kanno unterhält langjährige Zusammenarbeiten mit vielen Musikern und Sängern. Ihre Kooperation mit der Synchronsprecherin Maaya Sakamoto begann 1996 mit der Suche nach einer Sängerin für den Titelsong von The Vision of Escaflowne; bis 2003 war sie Sakamotos Musikproduzentin und schuf Lieder wie Yakusoku wa Iranai, Yubiwa und The Garden of Everything. Ihre Band Seatbelts war die Kernformation für die Aufführung der Cowboy Bebop-Musik, mit mehreren talentierten Musikern; nach Konzerten 1999 und 2001 pausierte die Band, nahm aber 2020 mit einem Online-Tanabata-Festival und einer Welttournee die Aktivitäten wieder auf. Andere häufig zusammenarbeitende Sänger sind Gabriela Robin, Origa, Scott Matthew, Steve Conte, Ilaria Graziano, Megumi Nakajima und May'n. Bemerkenswert ist, dass Gabriela Robin lange als mysteriöse Sängerin galt, bis Kanno 2009 bei einem Auftritt selbst als diese auftrat und Moon sang, was offiziell bestätigte, dass Gabriela Robin ein Pseudonym von Yoko Kanno ist.

Yoko Kanno ist für ihre extreme stilistische Vielfalt bekannt, ihre Werke umfassen Jazz, Klassik, Symphonik, Elektronik, Pop, Rock, New Age, Oper und Weltmusik, ohne sich an Genres oder kulturelle Grenzen zu halten. Dieser vielseitige Stil ermöglicht es ihr, sich verschiedenen Werken anzupassen, und ihre Melodien gelten als seelendurchdringend. Neben Soundtracks produziert sie auch Musik für japanische Pop-Sänger, darunter Kyoko Koizumi, Miki Imai, Crystal Kay und SMAP. Sie veröffentlichte 1998 das Soloalbum Song to Fly, 2002 23-Ji no Ongaku und fasste 2008 Werbemusik im Album CM Yoko zusammen.

Yoko Kanno hat eine bedeutende Stellung in der Anime-Musikindustrie und gilt als repräsentative Figur für japanische Anime-Musik international. Sie gewann mehrfach den Tokyo International Anime Fair Music Award und wichtige Preise wie den Japan Gold Disc Award. Ihre Werke beschränken sich nicht auf Anime, sondern erstrecken sich auf Spiele, Filme, Fernsehserien, Werbung und mehr; sie komponierte Werbemusik für über 70 Unternehmen, darunter IBM, Japan Railways, Microsoft, Nintendo, Sony und Toyota.
Songs
  • ザ・ストーリー・オブ・エスカフローネ~エンド・タイトル (The Story of Escaflowne ~ End Title)
    : 1