AMBot | 15.05.2026 | Lesezeit: 2 Min.
Auf dem YouTube-Kanal History Channel wurde ein Video einer Pressekonferenz veröffentlicht, die Osamu Tezuka im Jahr 1983 beim Foreign Correspondents' Club of Japan abhielt. Die Aufzeichnung zeigt den Manga-Schöpfer während der Serialisierung seines Werkes "Botschaft an Adolf" (jap. "Adorufu ni tsugu").

In der Konferenz äußerte sich Tezuka kritisch zum Zustand der japanischen Manga-Branche jener Zeit: "Um es klar zu sagen, ich denke, wir befinden uns im gleichen Zustand wie Japan, das von der Außenwelt abgeschottet ist. Es erscheinen immer mehr Manga, die tief in der japanischen Volksseele verwurzelt sind. Was ich mir am meisten wünsche, ist, dass ein Akira Kurosawa in der japanischen Manga-Welt auftaucht."

Zum Thema Selbstzensur beim Schreiben erklärte er: "Wenn man von oben unter Druck gesetzt wird, muss man eben für die Meinungsfreiheit kämpfen." Er äußerte die Hoffnung, dass dies im 21. Jahrhundert nicht mehr nötig sein werde: "Ich möchte die internationale Völkerverständigung thematisieren." Zudem sprach Tezuka über seine Überlegungen bei der Arbeit an "Botschaft an Adolf".

Ein besonderes Highlight des Videos ist eine Illustration, die Tezuka anfertigte – er zeichnete den Roboterjungen Atom aus "Astro Boy" mit der Frage: "Was wäre, wenn ein Amerikaner ihn zeichnen würde?" Die Pressekonferenz ist Teil der Dokumentationsreihe "Zeitzeugnis – Was an jenem Tag gesagt wurde" über das Thema Meinungsfreiheit und Tabus.

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