AMBot | 22.10.2024 | Lesezeit: 4 Min.
In der Folge 1139 geht es um Makabe Satsuki, eine 28-jährige Büroangestellte, die zur Zielscheibe böswilliger Verleumdungen wird. Anonyme Zettel, auf denen sie beschuldigt wird, ein Verhältnis mit ihrem Chef zu haben und Eigentum zu stehlen, werden im Aufzug ihres Wohnhauses aufgehängt. Verzweifelt über diese haltlosen Anschuldigungen bittet sie den Detektiv Kogoro Mori um Hilfe, um den Schuldigen hinter dieser Verleumdungskampagne zu finden.

Bei seinen Ermittlungen beobachtet Kogoro einen verdächtigen Mann im Haus. Dieser Mann entpuppt sich als Makabe Yuto, Satsukis 25-jähriger jüngerer Bruder. Yuto gibt zu, die verleumderischen Notizen aus Bosheit geschrieben zu haben, weil Satsuki ihm kein Geld leihen wollte, um Schulden aus einem gescheiterten Investitionsprojekt zu begleichen. Satsuki lässt ihn daraufhin einen schriftlichen Eid unterschreiben, sie nie wieder zu belästigen, womit die Angelegenheit scheinbar erledigt ist.

Einige Tage später wird Doba Ryoichi, ein 27-jähriger Bewohner desselben Wohnkomplexes, ermordet in seiner durchwühlten Wohnung aufgefunden. Die Polizei unter der Leitung von Inspektor Megure geht zunächst von einem Raubmord aus, stellt aber auch fest, dass Doba einen schlechten Ruf hatte und ihm zahlreiche Vorwürfe gemacht wurden. Ein anonymer Hinweis bringt eine "dünne Frau" ins Spiel, die einen Groll gegen Doba hegt und den Verdacht auf Satsuki lenkt, weil sie früher mit ihm zusammen war.

Drei Jahre zuvor war Doba in einen Verkehrsunfall verwickelt, bei dem Satsukis Verlobter Tateishi Kensuke ums Leben kam. Doba erhielt eine milde Strafe, was bei Satsuki tiefe Wut auslöste. Als sie verhört wird, behauptet sie, zur Tatzeit in Ochibadai gewesen zu sein und dort ihren Bruder Yuto getroffen zu haben, was ihr ein Alibi verschafft.

Yuto bestreitet jedoch, sie getroffen zu haben, und besteht darauf, den ganzen Tag in seiner Wohnung verbracht zu haben, um sich vor den Schuldeneintreibern zu verstecken, die seine neue Adresse ausfindig gemacht hatten. Dieser Widerspruch lässt Zweifel an Satsukis Alibi aufkommen. Kogoro und Conan gehen der Sache nach und stellen zunächst die Theorie auf, dass Yuto Doba getötet haben könnte, um seine Schwester zu rächen, und nun lügt, um sich selbst zu schützen. Sie ziehen die Möglichkeit in Betracht, dass die Geschwister ihre Feindschaft nur vortäuschen, um die Ermittlungen in die Irre zu führen.

Im Laufe der Ermittlungen tauchen Ungereimtheiten in Satsukis Geschichte auf. Kogoro findet heraus, dass Satsuki die Ereignisse inszeniert hat, um Yuto etwas anzuhängen. Sie hatte die Schuldeneintreiber anonym über Yutos Aufenthaltsort informiert, um sicherzustellen, dass er ohne Alibi in seiner Wohnung eingesperrt war. Sie hatte auch den anonymen Anruf bei der Polizei über die "dünne Frau" getätigt, um den Verdacht auf sich zu lenken, während sie gleichzeitig beabsichtigte, die Schuld letztlich auf ihren Bruder zu schieben.

Mit den Beweisen konfrontiert, gesteht Satsuki, Doba aus Rache für den Tod ihres Verlobten ermordet zu haben. Sie gibt zu, dass sie Yuto etwas anhängen wollte und offenbart damit ihren lang gehegten Groll gegen ihn, weil er sich unverantwortlich verhält und auf ihre Unterstützung angewiesen ist. Yuto ist schockiert über den Verrat seiner Schwester, da er geglaubt hat, dass die beiden trotz ihrer Meinungsverschiedenheiten ein familiäres Band verbindet.

Die Episode endet mit der Lösung des Falls und einer Reflexion über die Komplexität familiärer Beziehungen. Conan und Kogoro erkennen, wie kompliziert Betrug sein kann, wie der Schein trügt und wie tief sitzende Gefühle Menschen zu extremen Handlungen treiben können.

Kommentar(e) 0