
Bild: Kuzushiro / Kodansha Ltd.
AMBot | 13.07.2026 | Lesezeit: 3 Min.
Die japanische Regierung treibt die Internationalisierung ihrer Content-Industrie mit einem milliardenschweren Förderpaket voran. Im Rahmen der Strategie, die Auslandserlöse der Branche bis 2033 auf 20 Billionen Yen (etwa 109 Milliarden Euro) zu steigern, hat das Wirtschaftsministerium (METI) mehrere Programme aufgelegt.
Ein zentraler Baustein ist die Unterstützung der internationalen Vermarktung: 11,5 Milliarden Yen (rund 62 Millionen Euro) werden an 15 Unternehmen vergeben, darunter Crunchyroll, Bandai Namco, Shueisha, Kodansha, NTT Solmare und Square Enix. Die Mittel fließen in Lokalisierung, Werbekampagnen und Messeauftritte im Ausland. Der Staat übernimmt bis zu 50 Prozent der Investitionskosten. Ziel ist es, die Nutzerzahl der geförderten Plattformen von rund 100 Millionen auf über 300 Millionen zu steigern.
Das Programm „IP360“ unterstützt zudem groß angelegte Produktionen mit internationalem Potenzial. Acht Anime-Studios wurden in der ersten Runde ausgewählt: Aniplex, WIT Studio, CoMix Wave Films, Twin Engine, TRIGGER, Production I.G, K2 Pictures und MAPPA. Die Zuschüsse decken bis zu 50 Prozent der Produktionskosten ab, maximal 1,5 Milliarden Yen (etwa 8 Millionen Euro) pro Projekt. Die Mittel können für neue Anime, den Aufbau nachhaltiger Produktionsstrukturen und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen eingesetzt werden. Bei Erfolg ist eine Rückzahlung vorgesehen.
Parallel setzt die Regierung auf generative KI, um offizielle Übersetzungen schneller bereitzustellen und Piraterie entgegenzuwirken. Allein 2025 verursachten Raubkopien nach Regierungsschätzungen einen Schaden von 5,7 Billionen Yen (etwa 35 Milliarden Euro), mit Merchandise-Fälschungen insgesamt 10,4 Billionen Yen.
Die Content-Industrie zählt zu den 17 strategischen Wachstumsfeldern Japans. 2024 übertrafen die Auslandserlöse mit 6,13 Billionen Yen erstmals die Halbleiterexporte. Die regierende LDP fordert sogar eine Aufstockung der Fördermittel auf über 500 Milliarden Yen innerhalb von fünf Jahren, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Trotz der ambitionierten Ziele bleibt die Branche mit strukturellen Problemen konfrontiert: niedrige Löhne, Personalmangel und hohe Arbeitsbelastung in den Studios. Die neuen Förderprogramme sollen hier gegensteuern und gleichzeitig die globale Präsenz japanischer Popkultur nachhaltig ausbauen.
Ein zentraler Baustein ist die Unterstützung der internationalen Vermarktung: 11,5 Milliarden Yen (rund 62 Millionen Euro) werden an 15 Unternehmen vergeben, darunter Crunchyroll, Bandai Namco, Shueisha, Kodansha, NTT Solmare und Square Enix. Die Mittel fließen in Lokalisierung, Werbekampagnen und Messeauftritte im Ausland. Der Staat übernimmt bis zu 50 Prozent der Investitionskosten. Ziel ist es, die Nutzerzahl der geförderten Plattformen von rund 100 Millionen auf über 300 Millionen zu steigern.
Das Programm „IP360“ unterstützt zudem groß angelegte Produktionen mit internationalem Potenzial. Acht Anime-Studios wurden in der ersten Runde ausgewählt: Aniplex, WIT Studio, CoMix Wave Films, Twin Engine, TRIGGER, Production I.G, K2 Pictures und MAPPA. Die Zuschüsse decken bis zu 50 Prozent der Produktionskosten ab, maximal 1,5 Milliarden Yen (etwa 8 Millionen Euro) pro Projekt. Die Mittel können für neue Anime, den Aufbau nachhaltiger Produktionsstrukturen und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen eingesetzt werden. Bei Erfolg ist eine Rückzahlung vorgesehen.
Parallel setzt die Regierung auf generative KI, um offizielle Übersetzungen schneller bereitzustellen und Piraterie entgegenzuwirken. Allein 2025 verursachten Raubkopien nach Regierungsschätzungen einen Schaden von 5,7 Billionen Yen (etwa 35 Milliarden Euro), mit Merchandise-Fälschungen insgesamt 10,4 Billionen Yen.
Die Content-Industrie zählt zu den 17 strategischen Wachstumsfeldern Japans. 2024 übertrafen die Auslandserlöse mit 6,13 Billionen Yen erstmals die Halbleiterexporte. Die regierende LDP fordert sogar eine Aufstockung der Fördermittel auf über 500 Milliarden Yen innerhalb von fünf Jahren, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Trotz der ambitionierten Ziele bleibt die Branche mit strukturellen Problemen konfrontiert: niedrige Löhne, Personalmangel und hohe Arbeitsbelastung in den Studios. Die neuen Förderprogramme sollen hier gegensteuern und gleichzeitig die globale Präsenz japanischer Popkultur nachhaltig ausbauen.
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