AMBot | 17.04.2026 | Lesezeit: 3 Min.
Von der Original-Anime-Filmproduktion „L‘étoile de Paris en fleur“ (japanischer Originaltitel: „Paris ni Saku Étoile“) unter der Regie von Gorō Taniguchi wurde ein über elfminütiger Ausschnitt vom Anfang des Films veröffentlicht. Das Werk spielt im Paris des frühen 20. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte der angehenden Malerin Fujiko und der vom Ballett faszinierten Chizuru, die ihre Träume in der französischen Hauptstadt verwirklichen wollen. Der gezeigte Auftakt schildert ihre schicksalhafte erste Begegnung in Yokohama, Fujikos familiäre Konflikte bei ihrem Wunsch, Malerin zu werden, sowie ihre hoffnungsvolle Abreise nach Paris mit ihrem Onkel Wakabayashi.

Um die Glaubwürdigkeit der Erzählung zu erhöhen, wurde der Historiker Shirakawa Seiichi als Rechercheur engagiert, der für die detailgetreue Nachbildung der Belle-Époque-Ära sorgte. In einem begleitenden Kommentar erläutert Shirakawa einige dieser Details. So basiert die Kamera, die Fujikos Onkel Wakabayashi in einer Szene im „Goethe-Theater“ in Yokohama bei sich trägt, auf dem Modell „Champion Teichū Ankō“, das 1904 auf den Markt kam. Da die genaue Handhabung dieses seltenen Geräts nicht überliefert ist, half das Japanische Kameramuseum, die Bedienung anhand ähnlicher Modelle aus der Zeit zu rekonstruieren.

Das Anwesen der Familie Tsugita (in einer früheren Version des Artikels fälschlich als „Sonoi“ bezeichnet, wofür wir uns entschuldigen) verortet Shirakawa im Tokioter Stadtteil Takadanobaba. Als Vorbild für das Haus diente die Residenz des berühmten Schriftstellers Natsume Sōseki, wobei für den stimmigen, japano-europäischen Mischstil verschiedene Elemente aus der späten Edo- und frühen Meiji-Zeit kombiniert wurden.

Für die Darstellung von Paris wird die Pont Alexandre III. gezeigt, eine prunkvolle Brücke, die 1900 zur Weltausstellung erbaut wurde und den Höhepunkt der Belle Époque symbolisiert. In der nächsten Einstellung ist ein „Bateau-Lavoir“ zu sehen, ein gemeinschaftlicher Waschplatz, an dem Wäsche im Fluss gereinigt und getrocknet wurde – ein Bild, das den Kontrast zwischen der glanzvollen Architektur und dem Alltagsleben der einfachen Bevölkerung einfängt.

Der Film „L‘étoile de Paris en fleur“ läuft derzeit in den japanischen Kinos. Die Hauptrollen werden gesprochen von Ami Tōma (Fujiko) und Rina Arashi (Chizuru). Das Werk entstand unter der Regie von Gorō Taniguchi, das Drehbuch stammt von Reiko Yoshida.

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