AMBot | 30.01.2008 | Lesezeit: 2 Min.
Vom 08. März bis 8. Juni 2008 findet in Frankfurt am Main eine Ausstellung zum Thema "Architektur in Manga und Anime" statt.

Eröffnung: Freitag, 07. März 2008, 19 Uhr

Der Comic und sein filmisches Pendant werden oftmals zu dem Ort, an dem utopische und fantastische Stadtideen dargestellt werden. Seit den 1980er-Jahren lassen sich in japanischen Science-Fiction-Comics architektonische Konzepte wieder finden, wie sie zwei Dekaden zuvor von der Architektengruppe der japanischen Metabolisten erdacht wurden. Ihre adaptierten utopischen Stadtentwürfe und städtischen Megastrukturen der 1960er- und 1970er-Jahre dienen im Manga der räumlichen Orientierung des Lesers, erschaffen zugleich aber auch atmosphärische Stimmungsbilder für die Handlung der Geschichte. Dabei werden einzelne Entwurfsgedanken von Arata Isozaki, Kenzo Tange oder Kisho Kurokawa in den Manga nicht nur nachgezeichnet, einige Comics entwickeln diese Konzepte sogar weiter.

Die Ausstellung Neo Tokyo3 widmet sich den wichtigsten Aspekten der gezeichneten Architektur. Sie führt exemplarisch vor, in welcher Weise die Architekturentwürfe der Metabolisten aber auch verwandter europäischer Gruppen wie Archigram und Superstudio die Bildsprache von Manga und Anime inspiriert haben.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum und Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt/Main, wo weitere thematische Aspekte präsentiert werden :

Anime! High Art - Pop Culture, Deutsches Filmmuseum, 28.02.2008 – 03.08.2008
Mangamania. Comic-Kultur in Japan 1800-2008, Museum für Angewandte Kunst, 28.02.2008 – 25.05.2008

Quelle: Carlsen Pressemeldung

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