Mb | Mär 13, 2023 | Lesezeit: 2 Min.
In der neuesten Episode von NieR: Automata Ver1.1a mit dem Titel "[Q]uestionable Actions" (Fragwürdige Aktionen) ist die Geschichte im Vergleich zu den vorherigen Episoden traditioneller aufgebaut, wobei die Androiden von Anfang an einen klaren Auftrag erhalten. Die Mission besteht darin, einen Roboter namens "Big Sister" zu retten, der von den Maschinen entführt wurde. Der Auftrag ist allerdings nicht ganz freiwillig, sondern wird unseren Helden 2B und 9S nach einer rührenden Darstellung der Trauer und Sehnsucht von Pascal und Big Sisters kleinem Geschwisterchen aufgezwungen.

In dieser Episode wird auch eine neue Figur, A2, eingeführt, die für die Zerstörung des Roboter-Waldkönigreichs, einschließlich des kleinen Waldkönigs, verantwortlich ist. Die tragische Geschichte des Waldkönigreichs wird in Rückblenden enthüllt, die zeigen, wie die Roboter versuchten, die besten Eigenschaften der Menschen zu imitieren, aber letztendlich durch Isolationismus und selbstbehinderndes Stammesdenken zum Opfer fielen. Der überlebende Waldroboter findet seine Liebe in der Großen Schwester, die außerhalb der engen Denkweise ihrer Gemeinschaft lebt.

Während der inhaltliche Konflikt in dieser Episode vielleicht nicht ganz überzeugend ist, ist der thematische Konflikt interessant und regt zum Nachdenken an. Die Bereitschaft der Androiden, die aufkeimende Identität und die Gefühle der Roboter ernst zu nehmen, zeigt sich in der Tragödie des Waldkönigreichs. Die extreme Version, zu der ihre Vorurteile führen können, wird gezeigt, um die Charaktere aus ihren vorgefassten Meinungen und schädlichen Vorurteilen zu schockieren.

Alles in allem schreitet die Geschichte von NieR: Automata gut voran und ich bin gespannt, wie die Perspektiven von 2B und 9S in zukünftigen Episoden hinterfragt und verdreht werden.
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