AMBot | 22.10.2009 | Lesezeit: 3 Min.
Das älteste deutsche Anime Label OVA Films hat bekannt gegeben, dass es eine sogenannte "Planinsolvenz" anmelden wird.
Folgendes Statement gibt es im OVA Films Forum zu lesen:
"Wie ja allgemein bekannt ist, ist der Animemarkt ziemlich am Boden. Hauptübeltäter sind die dramatisch gestiegenen illegalen Downloads und damit einhergehend der genauso dramatische Rückgang der DVD-Verkaufszahlen. Diese sind (nicht nur bei OVA Films) in den letzten 2 Jahren um über 65% geschrumpft! Allen Maßnahmen zum Trotz ist OVA Films leider gezwungen, den Sanierungsmaßnahmen im Rahmen einer Planinsolvenz zum Erfolg zu verhelfen. Das bedeutet der Geschäftsbetrieb läuft weiter – es bedeutet allerdings auch, dass es zu weiteren Verschiebungen und Verzögerungen kommen kann und wird. OVA Films dankt schon jetzt für euer Verständnis!"
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Kurzer Kommentar von uns. Ist natürlich alles richtig, nur vielleicht etwas zu simpel betrachtet bzw. die Schuld liegt sicher nicht allein oder hauptsächlich bei illegalen Downloads. Das Medium DVD und das Verkaufsmodell drum herum ist einfach bei der heutigen Generation nicht mehr umsetzbar. Die Einbeziehung von medialen Inhalten im Internet hat einfach erst die CD und danach die DVD abgelöst (einfacher, billiger, junge Zielgruppe). Da aber gleichzeitig diese Inhalte im Internet mehr als "Service" angeboten werden (insbesondere TV Elemente) und nicht als "Produkt", werden die alten Verkaufsmodelle hinfällig. Man spricht von illegalen Downloads, übersieht aber gleichzeitig, dass jeder US-Sender heute schon sein komplettes TV Programm als Internet Service gratis x-fach anbietet. Alternativ auch die Verbindung von Magazinen mit DVDs als Zusatz fast ohne Aufpreis. Die Gewinnmargen sind somit mit früher nicht vergleichbar. Sicher kann man das nicht auf illegale Produkt-Ripping`s beziehen, nur sind das sicher nicht die 65% Marktanteil, die fehlen.
Woran es halt deutlich wird, der Trend ist überdeutlich bei allen traditionellen Formaten zu sehen (siehe IVW). Somit wird es im Printsektor, gerade bei der jungen Generation, schon in naher Zukunft in diese Richtung gehen (PC Monitor Vs. Buch). Wir würden hier aktuell vielleicht von -20% pro Jahr ausgehen.
Folgendes Statement gibt es im OVA Films Forum zu lesen:
"Wie ja allgemein bekannt ist, ist der Animemarkt ziemlich am Boden. Hauptübeltäter sind die dramatisch gestiegenen illegalen Downloads und damit einhergehend der genauso dramatische Rückgang der DVD-Verkaufszahlen. Diese sind (nicht nur bei OVA Films) in den letzten 2 Jahren um über 65% geschrumpft! Allen Maßnahmen zum Trotz ist OVA Films leider gezwungen, den Sanierungsmaßnahmen im Rahmen einer Planinsolvenz zum Erfolg zu verhelfen. Das bedeutet der Geschäftsbetrieb läuft weiter – es bedeutet allerdings auch, dass es zu weiteren Verschiebungen und Verzögerungen kommen kann und wird. OVA Films dankt schon jetzt für euer Verständnis!"
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Kurzer Kommentar von uns. Ist natürlich alles richtig, nur vielleicht etwas zu simpel betrachtet bzw. die Schuld liegt sicher nicht allein oder hauptsächlich bei illegalen Downloads. Das Medium DVD und das Verkaufsmodell drum herum ist einfach bei der heutigen Generation nicht mehr umsetzbar. Die Einbeziehung von medialen Inhalten im Internet hat einfach erst die CD und danach die DVD abgelöst (einfacher, billiger, junge Zielgruppe). Da aber gleichzeitig diese Inhalte im Internet mehr als "Service" angeboten werden (insbesondere TV Elemente) und nicht als "Produkt", werden die alten Verkaufsmodelle hinfällig. Man spricht von illegalen Downloads, übersieht aber gleichzeitig, dass jeder US-Sender heute schon sein komplettes TV Programm als Internet Service gratis x-fach anbietet. Alternativ auch die Verbindung von Magazinen mit DVDs als Zusatz fast ohne Aufpreis. Die Gewinnmargen sind somit mit früher nicht vergleichbar. Sicher kann man das nicht auf illegale Produkt-Ripping`s beziehen, nur sind das sicher nicht die 65% Marktanteil, die fehlen.
Woran es halt deutlich wird, der Trend ist überdeutlich bei allen traditionellen Formaten zu sehen (siehe IVW). Somit wird es im Printsektor, gerade bei der jungen Generation, schon in naher Zukunft in diese Richtung gehen (PC Monitor Vs. Buch). Wir würden hier aktuell vielleicht von -20% pro Jahr ausgehen.
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