AMBot | 01.09.2026 | Lesezeit: 3 Min.
Der Anime „Red River“ (japanischer Originaltitel: „Sora wa Akai Kawa no Hotori“) startet am 29. September in seinen zweiten Cour. Wie die Produktion offiziell mitteilte, übernimmt Synchronsprecherin und Sängerin Nana Mizuki in den neuen Folgen die Rolle der Ursula: einer Frau, die in der Stadt Katapa nahe der hethitischen Hauptstadt Hattusa auftaucht und sich mit ihrer Schönheit als Göttin Ishtar ausgibt, um in Saus und Braus zu leben und ihren Willen durchzusetzen. Zugleich singt Mizuki das neue Opening „Akatsuki no Hoshi“ (Stern der Morgendämmerung), das sie als Lied über Yuris Geradlinigkeit, Stärke und Liebe beschreibt.

Die Serie läuft seit dem 7. Juli im AnichU-Programmblock von Nippon TV und parallel bei BS Nittele; insgesamt sind 24 Episoden geplant. Für die Animation zeichnet Tatsunoko Production verantwortlich, Regie führt Kosuke Kobayashi, die Serienkomposition stammt von Yoriko Tomita. International wird der Anime unter anderem von Crunchyroll gestreamt.

Nana Mizuki, die das Werk bereits während ihrer Schulzeit gelesen hat, zeigte sich über die doppelte Beteiligung überrascht und erfreut: Dass sie bei einer Serie mitwirken und sogar das Titellied singen dürfe, die sie als junges Mädchen verschlungen habe, sei eine große Ehre. Ihre Figur Ursula täusche die Menschen mit einem verschwenderischen Lebensstil; wie sie sich entwickle, wenn sie auf die echte Ishtar Yuri treffe, darauf sollten die Zuschauer besonders achten. Das Opening sei eine melancholisch-leidenschaftliche Nummer, die eng mit der turbulenten Handlung verwoben sei.

Als neues Ending erklingt ab dem zweiten Cour „flow feat. Yuko Ando“ der Band Ryu Matsuyama, die aus den in Italien geborenen Musikern Ryu (Gesang, Klavier) und Jackson (Schlagzeug) besteht. Für den Titel holte sich das Duo die Singer-Songwriterin Yuko Ando als Gastinterpretin ins Studio. Ryu Matsuyama erklärte, er habe für die Produktion den Manga mehrfach gelesen, um die Gefühle der Figuren und die epische Landschaft in der Musik abzubilden; die Liedtexte enthielten zudem Anspielungen auf die Vorlage. Das Zusammenspiel der beiden Stimmen solle die Verbindung zwischen Yuri und Kail über die Zeiten hinweg hörbar machen.

Die Vorlage von Chie Shinohara erschien von 1995 bis 2002 im Magazin Sho-Comi des Verlags Shogakukan und umfasst 28 Bände. Die Gesamtauflage liegt bei über 20 Millionen Exemplaren – damit gehört „Red River“ zu den erfolgreichsten Werken des Genres. Die aktuelle Serie ist die erste Fernsehadaption des Stoffes überhaupt und entsteht im Jahr des 45-jährigen Karrierejubiläums der Zeichnerin.

In der Hauptbesetzung sind Mirai Tachibana als Yuri, Wataru Kato als Kail, Aya Uchida als Nakia, Shoya Chiba als Zannanza, Tomoaki Maeno als Ilbani und Koji Yusa als Urhi zu hören; im zweiten Cour stoßen unter anderem Soma Saito als Ramses und Shun Horie als Juda dazu. Die Geschichte folgt der japanischen Schülerin Yuri Suzuki, die in das Hethiterreich des 14. Jahrhunderts v. Chr. versetzt wird, dort Prinz Kail begegnet und schließlich als Kriegsgöttin Ishtar verehrt wird.

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