A.F. Harrold

Beschreibung
A. F. Harrold ist der ursprüngliche Schöpfer hinter dem Anime-Film The Imaginary, der auf Japanisch als Yaneura no Rudger bekannt ist. Er wird als Autor des gleichnamigen Kinderromans von 2014 geführt, der als Vorlage für den 2023 von Studio Ponoc produzierten und von Yoshiyuki Momose inszenierten Animationsfilm diente.

Harrold, geboren 1975 als Ashley Francis Harrold in Horsham, West Sussex, ist ein englischer Dichter, Schriftsteller und Performer, der seit langem in der britischen Literaturszene präsent ist. Er begann als Teenager, Gedichte zu schreiben, und studierte später Philosophie an der University of Reading, wo er sich mit Performance-Poesie und Poetry Slams beschäftigte. Nach einer Zeit in einer Buchhandlung wurden Poesie und Bildungs-Workshops zu seinem Hauptberuf, was schließlich zu seiner Karriere als Kinderbuchautor führte.

Harrolds Werk in der Kinderliteratur umfasst mehrere eigenständige Serien und Einzelromane. Erste Anerkennung erlangte er mit der Fizzlebert-Stump-Serie, einer Sammlung humorvoller Romane über einen Jungen, der den Zirkus verlässt, um in einer Bibliothek zu arbeiten. Später schuf er die Greta-Zargo-Serie, in der ein junges Mädchen die Welt vor außerirdischen Bedrohungen rettet. Seine ernsteren, kritisch gefeierten Werke bilden eine thematische Trilogie, zu der The Imaginary (2014), The Song from Somewhere Else und The Afterwards gehören. Diese Bücher, oft illustriert von bekannten Künstlern wie Emily Gravett und Levi Pinfold, erkunden Themen wie Verlust, Erinnerung und die Kraft der Vorstellung.

Die Entstehung von The Imaginary war für Harrold zutiefst persönlich; er gab an, den Roman während der Verarbeitung des Krebstods seiner Mutter geschrieben zu haben. Er merkte an, dass ihm erst nach Fertigstellung des Buches klar wurde, dass es um seine Trauer handelt. Die Geschichte folgt einem Mädchen namens Amanda und ihrem unsichtbaren Freund Rudger in einer Welt, in der imaginäre Wesen bedroht und verschlungen werden können. Der Roman erhielt große Anerkennung und gewann 2015 die British Book Design and Production Awards für Children’s Trade Book und Book of the Year.

Als Studio Ponoc, ein Studio ehemaliger Studio-Ghibli-Animatoren, 2021 seine Adaption von The Imaginary ankündigte, äußerte Harrold seine Freude und Ehre und sagte, er sei gespannt auf die Interpretation des Studios seines und Emily Gravetts Romans. Der Film, der im Dezember 2023 in Japan Premiere feierte, stellt seine bedeutendste Beteiligung an Anime- und Manga-Produktionen dar.

Harrold betont in seiner Karriere stets, dass er sich in erster Linie als Dichter sieht und seine Prosawerke als Erweiterung seiner poetischen Sensibilität beschreibt. Er nennt häufig den Einfluss von Dichtern wie Brian Patten und Schriftstellern wie Douglas Adams und Neil Gaiman. Sein Schreiben ist geprägt von einer Mischung aus Humor und dunkleren, reflektierenden Themen, und er arbeitet oft eng mit Illustratoren zusammen, deren visuelle Beiträge er als integralen Bestandteil der fertigen Bücher betrachtet.
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