Chris Britton

Beschreibung
Chris Britton ist ein kanadischer Schauspieler mit einer umfangreichen Karriere in Film, Fernsehen, auf der Bühne und in der Synchronsprecherarbeit, geboren in Toronto, Ontario. Er wird häufig unter dem Namen Chris Britton geführt. Seine Arbeit zeichnet sich durch eine fundierte klassische Theaterausbildung aus, die er auf eine Vielzahl von Rollen in Realfilm- und Animationsproduktionen angewendet hat.

Brittons Weg zur Synchronsprecherarbeit basierte auf einer soliden Bühnenkarriere. Er studierte zunächst als Teenager Schauspiel und war kurzzeitig Mitglied der Judy Jarvis Dance Company in Toronto. Anschließend schloss er sein Studium an der York University mit einem Bachelor of Fine Arts in Theater ab. Seine frühe Berufslaufbahn war von renommierten Engagements geprägt, darunter zwei Spielzeiten sowohl beim Stratford Festival als auch beim Shaw Festival, zwei der bekanntesten Theaterensembles Kanadas. Er verfeinerte sein Handwerk weiter, indem er in den frühen 1980er Jahren in New York City bei der gefeierten Schauspiellehrerin Uta Hagen studierte. Diese klassische Ausbildung bildete eine solide Grundlage für seine spätere Arbeit vor der Kamera und im Aufnahmestudio.

Im Bereich Anime und Animation ist Britton am bekanntesten für seine Darstellung von Soichiro Yagami in der englischsprachigen Synchronisation der beliebten Serie Death Note. Er sprach die Rolle, den prinzipientreuen Vater des Protagonisten und Leiter der Taskforce auf der Jagd nach Kira, in 27 Episoden der Anime-Serie von 2007 bis 2008 sowie in den Death Note Relight-Kompilationsfilmen. Er trat auch in der 2017er Realfilm-Adaption von Death Note von Netflix auf, allerdings in der anderen Rolle des Aaron Peltz.

Seine produktivste und beständigste Sprechrolle ist jedoch die des schurkischen Mister Sinister im X-Men-Animationsuniversum. Er sprach den Charakter erstmals in der Serie der 1990er Jahre X-Men: The Animated Series und trat in 11 Episoden auf. Jahrzehnte später kehrte er zu dieser ikonischen Rolle für die gefeierte Revival-Serie X-Men '97 zurück und sprach Mister Sinister in sechs Episoden der ersten Staffel. Diese Rückkehr zu einem Charakter nach so langer Zeit ist ein bemerkenswerter Höhepunkt seiner Karriere.

Neben diesen prägenden Rollen umfasst Brittons Sprecharbeit eine Vielzahl weiterer Animationsprojekte und Videospiele. Er lieh seine Stimme dem Marvel-Anime-Universum als Doctor Doom in Iron Man: Armored Adventures und als Odin im Animationsfilm Thor: Tales of Asgard. Außerdem sprach er den legendären Zauberer Sternwirbel den Bärtigen in mehreren Episoden von My Little Pony: Friendship Is Magic. In der Welt der Videospiele fungierte er 2000 als Erzähler für Capcoms Dino Crisis II und lieh Iron Man in dem Arcade-Spiel Marvel Super Heroes von 1995 seine Stimme.

Während seine Synchronsprecherarbeit einen bedeutenden Teil seiner Karriere ausmacht, hat Britton eine stetige Präsenz im Realfilm-Fernsehen und -Kino beibehalten. Er hatte wiederkehrende Rollen in mehreren kanadischen Serien, wie Richard Norton in Da Vinci's Inquest und dessen Nachfolger Da Vinci's City Hall, und war in Serien wie Stargate Atlantis, Riverdale und The Magicians zu sehen. Zu seinen Filmauftritten gehören Rollen in großen Kinofilmen wie The Day After Tomorrow, The Final Cut an der Seite von Robin Williams und einer Adaption von Stephen Kings Carrie. Während seine Arbeit viele Genres und Projekte umspannt, sind seine Zusammenarbeiten mit einer festen Gruppe von Regisseuren oder einem bestimmten Synchronsprecherstudio nicht prominent als prägendes Merkmal seiner Karriere dokumentiert, da seine Rollen auf verschiedene Produktionsstudios verteilt sind.

Zusätzlich zu seiner schauspielerischen Arbeit ist Chris Britton auch ein versierter Drehbuchautor. Er erhielt Fellowships im Praxis Screenwriting Competition für zwei seiner Drehbücher: Capital Murder, basierend auf der wahren Geschichte des Anwalts, der die letzten in Kanada hingerichteten Männer verteidigte, und The Good Men, ein Action-Thriller. Diese Leistung unterstreicht ein vielseitiges Talent und ein Engagement für das Geschichtenerzählen jenseits der Schauspielerei.
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