Neil Ross

Beschreibung
Neil Ross ist ein britisch-amerikanischer Synchronsprecher und Ansager, geboren als Neilson David Ross am 31. Dezember 1944 in London, England. Aufgewachsen in Kanada und später in Kalifornien, begann er seine Karriere nach dem Schulabschluss im Radio, wo er als Discjockey in Salt Lake City, Honolulu, San Diego, San Francisco und Los Angeles arbeitete, bevor er 1985 seine letzte Sendung moderierte. 1978, nach seinem Umzug nach Los Angeles, wechselte er zur Synchronarbeit, wobei seine erste Rolle ein Verkäufer in einer Hanna-Barbera-Episode von Richie Rich war.

Ross ist vor allem für seine umfangreiche Arbeit in amerikanischen Zeichentrickserien der 1980er und 1990er Jahre bekannt, insbesondere bei Adaptionen japanischer Anime, was einen Kernpunkt seines Profils als Anime-Synchronsprecher darstellt. Besondere Bekanntheit erlangte er durch seine zahlreichen Rollen in Voltron: Defender of the Universe, wo er die Stimmen für Schlüsselcharaktere wie Keith, Pidge, Jeff, Chip und Prinz Bandor lieferte. Dies zeigt sich beispielhaft im Special von 1986, Voltron: Fleet of Doom, in dem er die Charaktere Keith, Pidge, Jeff Dukane und Chip Stoker sprach, was seine stimmliche Bandbreite und Bedeutung für die Franchise unterstreicht. Seine Arbeit im Bereich Anime und Action-Zeichentrickserien erstreckte sich auf weitere ikonische Serien der Ära. Er war ein produktiver Synchronsprecher in der originalen Transformers-Serie und lieh Charakteren wie Bonecrusher, Hook, Springer und Slag seine Stimme. Einen bedeutenden Beitrag leistete er auch zu G.I. Joe: A Real American Hero, wo er mehrere Charaktere synchronisierte, darunter Shipwreck, Dusty und Buzzer. Weitere bemerkenswerte Rollen in diesem Genre umfassen die Hauptrolle des John J. Rambo in Rambo: The Force of Freedom, Ace McCloud in The Centurions und Nightcrawler im X-Men-Fernsehpiloten Pryde of the X-Men.

Während seiner Karriere gehörte Ross zu einer wiederkehrenden Gruppe von Synchronsprechern, die den Sound der amerikanischen Animation in den 1980er Jahren prägten und häufig mit Talenten wie Peter Cullen, Frank Welker und anderen in Serien von Unternehmen wie Hasbro und Marvel Productions zusammenarbeiteten. Neben der Animation führte seine markante Stimme, die oft als transatlantischer Akzent beschrieben wird, zu umfangreichen Tätigkeiten als Erzähler und Ansager. Herausragende Leistungen auf diesem Gebiet sind seine Tätigkeit als Ansager für die 75. jährliche Oscar-Verleihung 2003 und die Emmy-Verleihung 2004. Er hat außerdem zahlreiche Episoden von A&Es Biography und viele Ausgaben der PBS-Serie NOVA erzählt, darunter die Episode Mars – Dead or Alive, die 2004 für einen Emmy nominiert war. Seine Stimme ist auch in großen Filmen wie Zurück in die Zukunft II, Feivel, der Mäusewanderer und Ein Schweinchen namens Babe zu hören sowie in beliebten Videospielserien wie Mass Effect, wo er der Erzähler des Codex ist, und Leisure Suit Larry.
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