Kyōko Kishida

Beschreibung
Kyoko Kishida war eine gefeierte japanische Schauspielerin und Synchronsprecherin, geboren am 29. April 1930 in Tokio. Sie war die Tochter des renommierten Dramatikers Kunio Kishida, einem Mitbegründer des Bungakuza-Theaterensembles. In den künstlerischen Fußstapfen ihrer Familie folgend, begann sie ihre Schauspielkarriere 1950 durch den Beitritt zu ebendiesem Ensemble. Ihre frühe Karriere war von bedeutendem Erfolg auf der Bühne geprägt, einschließlich einer Hauptrolle in einer Inszenierung von Salome, und sie wurde schnell zu einer prominenten Figur im japanischen Film und Fernsehen, wobei sie in zahlreichen klassischen Filmen unter der Regie von Ikonen wie Yasujiro Ozu und Kon Ichikawa auftrat.

Neben ihrer umfangreichen Realfilm-Arbeit baute Kishida eine angesehene Karriere als Synchronsprecherin auf und wurde zu einer vertrauten Präsenz in der japanischen Animation. Sie ist wohl am bekanntesten für die Synchronisation der Titelfigur in der ursprünglichen Anime-Fernsehserie Mumin aus den 1960er Jahren, eine Rolle, die sie in nachfolgenden Serien wie New Moomin erneut übernahm. Ihre markante, warme und autoritative Stimme machte sie zu einer gefragten Erzählerin für Fantasy- und Märchenproduktionen. Sie lieh ihre Stimme als Erzählerin für mehrere Serien, darunter Princess Tutu, Mizu no Tane und World Famous Fairy Tale Series. Ihre Erzähltätigkeit erstreckte sich auch auf Filme, mit Credits wie dem Stop-Motion-Film The Book of the Dead. Darüber hinaus umfassten ihre Synchronrollen ein breites Spektrum an Charakteren, wie das Sprechen mehrerer Figuren, darunter Jaris und Miriam im Film A Thousand & One Nights, den Westwind Zephyr in Unico: Short Story, und sie diente als Eröffnungserzählerin für die Vampire Princess Miyu TV-Serie.

Während ihre Anime-Synchronrollen ein bedeutender Teil ihres Vermächtnisses waren, waren sie Teil einer viel umfassenderen und hochdekorierten Karriere. Für ihre Arbeit im Film erhielt Kishida zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Blue Ribbon Award als Beste Nebendarstellerin sowohl 1963 als auch 1997. 1994 wurde ihr von der japanischen Regierung die Medaille am Purpurband für ihre Beiträge zu den Künsten verliehen. Kyoko Kishida verstarb am 17. Dezember 2006 in Tokio und hinterließ ein reiches Werk, das weiterhin von Publikum sowohl im Realfilm- als auch im Animationsbereich geschätzt wird.
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