Akira Nagoya

Beschreibung
Akira Nagoya war ein japanischer Schauspieler und Synchronsprecher, geboren am 8. Dezember 1930 in Tokio. Seine Karriere in der Unterhaltungsbranche begann er nach seinem Abschluss an der Mittelschule im Jahr 1949, als er in die Ausbildungsschule der NHK Tokyo Broadcasting Company eintrat. Zu seinen frühen Arbeiten gehörte das Hörspiel, und 1952 gewann er einen Kunstfestival-Preis für seine Darbietung im Hörspiel Botamochi. 1959 trat Nagoya der Theatergruppe Bungakuza bei, und 1963 war er Gründungsmitglied der Theatergruppe Kumo. Nachdem sich Kumo 1975 auflöste, arbeitete er als freiberuflicher Schauspieler in den Bereichen Theater, Film und Fernsehen.

Nagoya war ein vielseitiger Darsteller, der für seine Spezialisierung auf komödiantische Rollen bekannt war, und seine Schauspielkarriere erstreckte sich über zahlreiche Genres, darunter Historienfilme, Polizeiserien und Komödien. Während seiner gesamten Karriere war er auch als Synchronsprecher und Erzähler tätig.

Zu seinen Synchronarbeiten gehören mehrere bemerkenswerte Anime-Filme. In dem Toei-Animation-Film „Das fliegende Geisterschiff“ von 1969 sprach er die Rolle des Technikers Arashiyama, des Vaters des Protagonisten Hayato. Er hatte auch eine Rolle im erwachsenen Anime-Film „Tausendundeine Nacht“ von 1969 unter der Regie von Osamu Tezuka. Viel später in seiner Karriere lieh er seine Stimme einem der gefeiertsten Animationsfilme aller Zeiten, Studio Ghiblis „Prinzessin Mononoke“ von 1997, wo er die Rolle des Anführers der Viehzüchter sprach. Außerhalb von Anime war Nagoya auch die japanische Synchronstimme für die Figur Mr. Kartoffelkopf in den Disney/Pixar-Filmen „Toy Story“ (1995) und „Toy Story 2“ (1999).

Neben seiner Synchronarbeit war Nagoya weithin für seine Auftritte vor der Kamera bekannt, insbesondere für seine Rolle als Captain Yutaro Asahina in der beliebten Tokusatsu-Superhelden-Fernsehserie „Ultraman Taro“, die von 1973 bis 1974 ausgestrahlt wurde. Er war auch der Erzähler für ihren Vorgänger „Return of Ultraman“. Seine umfangreiche Filmografie umfasst Rollen in großen Realfilmen wie Akira Kurosawas „High and Low“ (1963) und dem Katastrophenfilm „Tidal Wave“ (1973).

Während seiner Karriere wurde Nagoya für seine Bühnenarbeit geehrt und erhielt 1983 den Art Festival Excellence Award für seine Darbietung im Stück „Rain“. Er arbeitete aktiv weiter, bis er am 24. Juni 2003 im Alter von 72 Jahren an einer Lungenentzündung starb.
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