Eva Ricca

Beschreibung
Eva Ricca, geboren als Adele Ricca am 22. Mai 1947 in Cirié, Italien, ist eine italienische Synchronsprecherin und Schauspielerin, die für ihre umfangreiche Arbeit in der Synchronisation bekannt ist, insbesondere in den späten 1970er und 1980er Jahren. Ihre Karriere im Showgeschäft begann in ihren Teenagerjahren, als sie in einen renommierten Ausbildungskurs für neue Talente unter der Leitung von Giancarlo Sbragia, Evi Maltagliati und Attilia Radice aufgenommen wurde und 1964 in einer Musikvarietéshow debütierte. Anschließend arbeitete sie im Theater, Fernsehen und Radio und trat in den 1960er und 1970er Jahren in zahlreichen TV-Filmen und Hörspielen für Rai auf.

Ricca stieg Ende der 1970er Jahre in die Welt der Synchronisation ein, indem sie sich dem von Mimmo Palmara gegründeten Studio Sinc Cinematografica anschloss. Mit diesem Unternehmen wurde sie zu einer prägenden Stimme im italienischen Anime für eine Generation von Zuschauern. Ihre bekannteste Rolle auf diesem Gebiet ist die der Protagonistin Principessa Aurora in der Science-Fantasy-Serie Science Fiction Saiyuki Starzinger, für die sie die italienische Stimme lieferte. Diese Rolle gilt als Markenzeichen ihrer Karriere in der Animation.

Ihre Synchronarbeit in Animes, die hauptsächlich für die Synchronisationen von Sinc Cinematografica durchgeführt wurde, umfasst eine breite Palette von Charakteren. Sie war die erste Stimme von Betty Brant in der ersten italienischen Synchronfassung von Spider-Man und wirkte in verschiedenen anderen Serien wie The Fantastic Four, The Marvel Super Heroes und The Amazing 3 mit. Weitere bedeutende Rollen umfassen die Synchronisation von Simone und dem Erzähler in der ersten italienischen Fassung von Charlotte, der Königin in Princess Knight, Flamnet in der ersten Edition von Mobile Suit Gundam sowie Charakteren in Serien wie Astroganger, Grottango und der Time-Bokan-Reihe. Sie sprach auch Minky Momos Mutter und Daisy in Fairy Princess Minky Momo.

Über die Animation hinaus war Eva Riccas Karriere von häufigen Zusammenarbeiten mit dem Studio Sinc Cinematografica geprägt. Ihre berühmteste und langanhaltendste Verbindung war mit der amerikanischen Schauspielerin Lynda Carter, die sie in der Fernsehserie Wonder Woman und später in Supergirl synchronisierte. Sie lieh auch Hollywood-Legenden wie Bette Davis und Myrna Loy in zahlreichen Filmsynchronisationen für das RAI-Fernsehen ihre Stimme, ebenso wie Schauspielerinnen wie Meryl Streep in einem Film, Nastassja Kinski in einem Film und Jill Eikenberry in der Serie L.A. Law.

Nach der Schließung von Sinc Cinematografica in den frühen 2000er Jahren wurde Riccas Synchronisationstätigkeit seltener, und sie widmete sich fast ausschließlich der Fortsetzung ihrer Rolle als Stimme von Lynda Carter.
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