Matthias Hinze

Beschreibung
Matthias Hinze war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher, geboren am 7. Februar 1969 in Berlin. Er war der Sohn des Schauspielers und Synchronsprechers Lothar Hinze, was ihn in eine Familie stellte, die tief in der deutschen Unterhaltungsindustrie verwurzelt war. Hinze absolvierte von 1988 bis 1990 eine formelle Ausbildung an der Schauspielschule Maria Körber in Berlin und nahm anschließend von 1990 bis 1996 eine klassische Gesangsausbildung auf. Seine Schauspielkarriere vor der Kamera umfasste Auftritte in beliebten deutschen Fernsehserien wie Die Schwarzwaldklinik und Gute Zeiten, schlechte Zeiten.

Bekannt wurde Hinze jedoch vor allem für seine umfangreiche Arbeit als Synchronsprecher, indem er zahlreichen internationalen Schauspielern und Charakteren seine deutsche Stimme lieh. Er etablierte sich als die regelmäßige deutsche Synchronstimme für die Schauspieler Matt Damon und James Marsden. Zu seiner Filmografie gehört die Synchronisation von Matt Damon in Filmen wie Good Will Hunting, der Ocean's-Eleven-Trilogie und Der Bourne Identität, sowie das Sprechen der Rollen von James Marsden als Cyclops in der X-Men-Filmreihe.

Im Bereich Anime und Animation steuerte Matthias Hinze seine Stimme für verschiedene Rollen in den deutsch synchronisierten Fassungen bei. Er sprach den Charakter Jim Floyd in den Animationsprojekten Spirit of Wonder und Spirit of Wonder Scientific Boys Club. Seine anderen bemerkenswerten Anime-Rollen umfassten Tapion in Dragon Ball Z: Wrath of the Dragon, Seishirou Sakurazuka in X, Shin Natsume in Tenjho Tenge, Orpherus in Meine Liebe und Andrew Waltfeld in Mobile Suit Gundam Seed. Er lieh auch Charakteren in Serien wie Kim Possible, W.I.T.C.H. und in Videospielen wie der Kingdom-Hearts-Reihe seine Stimme, wo er Squall Leonhart synchronisierte.

Matthias Hinze verstarb am 13. April 2007 in Berlin im Alter von 38 Jahren. Sein Vermächtnis in der deutschen Synchronisation ist geprägt von seiner beständigen Arbeit als führende Stimme für große Hollywood-Talente und seinen vielfältigen Beiträgen dazu, animierte und Anime-Charaktere für deutschsprachiges Publikum lebendig werden zu lassen. Er war mit der Synchronsprecherin Melanie Hinze verheiratet und sie hatten zwei Töchter, von denen eine, Marie Hinze, ebenfalls Synchronsprecherin wurde.
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