Teresa Madruga

Beschreibung
Teresa Madruga ist eine höchst erfolgreiche portugiesische Schauspielerin, deren Karriere mehrere Jahrzehnte umfasst und die bedeutende Beiträge zum Theater, Film und Fernsehen geleistet hat. Sie ist auch weithin für ihre umfangreiche Arbeit als Synchronsprecherin in der europäisch-portugiesischen Synchronisation zahlreicher Animationsserien und -filme anerkannt.

Geboren am 18. März 1953 auf der Insel Faial auf den Azoren, schloss Madruga ein Philosophiestudium an der Universität Lissabon ab, bevor sie 1976 ihr Bühnendebüt als Schauspielerin gab. Ihre Karriere als Synchronsprecherin ist beträchtlich; sie hat Stimmen für über achtzig Animationsproduktionen geliefert. Sie gilt als eine der Pionierinnen der Synchronsprecher in Portugal.

Im Bereich Anime und Animation hat Madruga eine Vielzahl von Charakteren zum Leben erweckt. Sie sprach die Figur Elisa in der portugiesischen Synchronfassung der japanischen Animationsserie Mori no Tonto-tachi. Während ihre Rollen als Ana in Adventures of Puss-in-Boots und als Cláudio Santiago in Blue Blink erwähnenswert sind, ist sie in der Animationswelt wohl am bekanntesten für ihre Arbeit an zwei äußerst populären Franchises. Sie war die ursprüngliche portugiesische Stimme der Schurkin Rita Repulsa in der Live-Action-Serie Power Rangers. Sie ist auch berühmt für ihre Rolle im Pokémon-Anime, wo sie eine der ursprünglichen Synchronsprecherinnen für die europäisch-portugiesische Fassung war. In dieser Serie sprach sie insbesondere die Figur Jessie, ein Mitglied des bösartigen Team Rocket, sowie Officer Jenny und Delia Ketchum in den frühen Folgen und den ersten beiden Filmen. Ihre Darstellung von Jessie wurde besonders für ihre unverwechselbare "böse und kraftvolle Stimme" bemerkt. Ihr Engagement bei der Pokémon-Synchronisation war unterbrochen, mit Perioden, in denen sie aufhörte und später zurückkehrte, um ihre Charaktere zu sprechen, bevor sie sich vor der Johto League Champions-Staffel erneut zurückzog.

Über die Synchronsprecherei hinaus ist Madrugas breitere Karriere durch zahlreiche Auszeichnungen geprägt. Sie erhielt 1988 den Prémio Garret für ihre Theaterarbeit und gewann den Preis für die beste Schauspielerin auf dem Internationalen Kurzfilmfestival von Clermont-Ferrand für ihre Rolle im Film D' Après Maria. Ihre Hauptrolle im Schweizer Film Dans la Ville Blanche brachte ihr internationale Anerkennung ein. Ihre Live-Action-Filmografie umfasst Arbeiten mit renommierten Regisseuren wie Manoel de Oliveira und Auftritte neben Schauspielern wie Marcello Mastroianni im Film Afirma Pereira.
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