Winni Riva

Beschreibung
Winni Riva war eine italienische Schauspielerin und Synchronsprecherin, die für ihre Arbeit in Film, Fernsehen und Synchronisation bekannt war. Sie wurde 1918 in Turin geboren und debütierte 1938, nachdem sie schon früh vom Theater fasziniert war, als Signorina Buonasera mit der Macario Revue Company auf der Bühne. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog sie nach Rom und schrieb sich an der Nationalen Akademie für dramatische Kunst ein, wo sie neben bekannten Zeitgenossen wie Luigi Squarzina, Vittorio Gassman und Nino Manfredi studierte.

Rivas Filmkarriere begann 1951 mit einer Rolle in dem Film "Il bivio" unter der Regie von Fernando Cerchio. Sie trat anschließend in zahlreichen bedeutenden italienischen Filmen auf, oft in Nebenrollen. Zu ihrer Filmografie gehören Arbeiten mit renommierten Regisseuren wie Luchino Visconti, in dessen Filmen "Senso" (1954), "Le notti bianche" (1957) und "Il Gattopardo" (1963) sie mitwirkte. Sie spielte auch in Filmen mit Anna Magnani, wie "Nella città l'inferno" (1959) und "Correva l'anno di grazia 1870" (1971), sowie in Bernardo Bertoluccis "Novecento" (1976). Ihre Fernseharbeit in den 1960er und 1970er Jahren umfasste Auftritte in renommierten italienischen Serien wie "I miserabili" (1964), "Il giornalino di Gian Burrasca" (1964) und "Le inchieste del commissario Maigret" (1966).

Neben ihren Auftritten vor der Kamera baute Winni Riva eine umfangreiche Karriere als Synchronsprecherin auf, hauptsächlich beim Synchronunternehmen CID ab den 1960er Jahren. Sie ist besonders bekannt dafür, mehreren Figuren in klassischen Anime-Serien ihre italienische Stimme geliehen zu haben. Eine ihrer bekanntesten Rollen war die Synchronisation der Figur Tinette, des Dienstmädchens in der beliebten Serie "Heidi". Auf die spezifische Anfrage hin sprach sie auch die Figur Coniglietta in der italienischsprachigen Adaption des Anime "Die wunderbaren Reisen des Nils Holgersson" (im Italienischen als "Nils Holgersson" bekannt). Ihre Arbeit an dieser Serie erstreckte sich auch auf andere Charaktere, darunter Asa und Greyfan. Zudem war sie die erste Stimme der Figur Ylva in der italienischen Version von "Wickie und die starken Männer" ("Vicky il vichingo"). Ihre Synchronarbeit beschränkte sich nicht auf Animationen; sie synchronisierte auch Schauspielerinnen in Realfilmen, wie Rashel Novikoff in "Lenny" und Ajita Wilson in "Inferno dietro le sbarre".

Winni Riva starb 1996. Ihre Karriere, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckte, unterstreicht sie als vielseitige Darstellerin, die sowohl zum italienischen Kino als auch zur Welt der Anime-Synchronisation bedeutend beitrug und ein Vermächtnis beliebter Stimmperformances für das italienische Publikum hinterließ.
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