Claire Guyot

Beschreibung
Claire Guyot ist eine französische Schauspielerin und Sängerin, geboren 1966 in Paris, die seit Anfang der 1990er Jahre eine umfangreiche Karriere aufgebaut hat, vor allem im Bereich der Synchronisation für französischsprachige Fassungen ausländischer Filme und Fernsehserien. Während sie am besten als die regelmäßige französische Stimme zahlreicher Hollywood-Schauspielerinnen wie Winona Ryder, Sarah Michelle Gellar und Teri Hatcher bekannt ist, erstreckt sich ihre Arbeit auch auf Animation, einschließlich einiger Rollen in Anime-Produktionen.

Im Bereich Anime lieh Guyot ihre Stimme dem japanischen Animationsfilm Elmer no Bōken - My Father's Dragon, einem Abenteuerfilm von 1997 basierend auf den Kinderbüchern von Ruth Stiles Gannett. In der französisch synchronisierten Fassung dieses Films sprach sie den Charakter Boris den Drachen. Diese Rolle ist ein bemerkenswertes Beispiel ihrer Arbeit im spezifischen Kontext von Anime, indem sie einer zentralen Figur in einer japanischen Produktion ihre Stimme lieh. Zudem umfasst ihre Filmografie eine Rolle in der französischen Synchronfassung der Anime-Serie Blake et Mortimer von 1997, wo sie den Charakter Margaret sprach, was ihr weiteres Engagement in diesem Genre unterstreicht.

Guyots Synchronkarriere ist geprägt von ihrer großen Bandbreite und ihrer Fähigkeit, die maßgebliche französische Stimme für mehrere große internationale Stars zu werden. Ihr Einstieg in die Synchronisation erfolgte durch den Einfluss von Jacqueline Porel, und sie wurde schnell eine der ersten französischen Stimmen für Winona Ryder, beginnend mit Filmen wie Edward mit den Scherenhänden. Ein bedeutender Karriereschub ergab sich, als Regisseur Jean-Pierre Jeunet sie 1997 speziell auswählte, um Ryder in Alien: Die Wiedergeburt zu synchronisieren, nach einer Phase, in der sie vorübergehend nicht als Synchronsprecherin tätig war. Jedoch war es ihre Rolle als Stimme von Sarah Michelle Gellar in der äußerst populären Fernsehserie Buffy – Im Bann der Dämonen, die ihr breite Anerkennung einbrachte. Dies führte dazu, dass sie Gellar in zahlreichen Filmen wie Scream 2 und Cruel Intentions synchronisierte. Gleichzeitig wurde sie die etablierte französische Stimme für Teri Hatcher, zunächst in Lois & Clark: Die neuen Abenteuer von Superman und später in Desperate Housewives.

Neben ihrer Synchronarbeit ist Claire Guyot auch eine ausgebildete Sängerin, ein Talent, das sie häufig in ihrer Sprechrollenarbeit eingesetzt hat. Sie lieh sowohl die Sprech- als auch die Gesangsstimme für Prinzessin Arielle in der ersten französischen Synchronfassung von Disneys Arielle, die Meerjungfrau und hat die Rolle in verschiedenen Fortsetzungen und verwandten Projekten erneut übernommen. Ihre musikalischen Fähigkeiten führten auch zu Theaterrollen, darunter Auftritte im Musical Mamma Mia! am Théâtre Mogador in den Jahren 2010 und 2011, sowie zur Veröffentlichung eines Soloalbums im Jahr 2009. Neben ihrer Arbeit vor der Kamera und als Synchronsprecherin hat Guyot auch als künstlerische Leiterin gearbeitet und die Synchronisation für Fernsehserien wie Cold Case betreut. Sie ist die Mutter zweier Synchronsprecher, Camille Gondard und Martin Faliu, aus ihrer Ehe mit dem Synchronsprecher Serge Faliu, und setzt so ein familiäres Erbe in diesem Beruf fort.
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