Runer Jonsson
Beschreibung
Runer Jonsson war ein schwedischer Journalist und Autor, der als ursprünglicher Schöpfer der Figur Wickie der Wikinger bekannt ist, der Hauptfigur der Anime-Serie Wickie der Wikinger, in Japan auch als Chiisana Viking Bikke bekannt. Er wurde am 29. Juni 1916 in Nybro, Schweden, geboren und starb am 29. Oktober 2006 im selben Ort. Jonsson begann seine journalistische Karriere bereits in jungen Jahren und arbeitete ab dem Alter von 13 Jahren für die Zeitung Nybro Tidning. 1936, mit nur 19 Jahren, wurde er alleiniger Redakteur der Zeitung, eine Position, die er 45 Jahre lang innehatte und in der er für seine offene Kritik am Nationalsozialismus bekannt war.
Jonsson war ein produktiver Schriftsteller und verfasste etwa 50 Bücher in verschiedenen Genres, darunter Lyrik, Humoresken und pädagogische Texte. Sein bedeutendster Beitrag zur Populärkultur, insbesondere im Kontext von Anime, ist jedoch seine Reihe von Kinderbüchern über einen jungen Wikinger namens Vicke. Das erste Buch, Vicke Viking, erschien 1963. Es folgten mehrere Fortsetzungen, darunter Vicke Viking lurar de rödögda (1965), Vicke Viking Hederskung (1966), Vicke Viking i Vinland (1967), Vicke Viking hos burduserna (1969), Vicke Viking störtar tyrannerna (1975) und Vicke tar över (1994). Diese Bücher wurden von Ewert Karlsson illustriert und in etwa zwanzig Sprachen übersetzt, wobei sie insbesondere in Deutschland großen Erfolg hatten.
Die Anime-Adaption, Wickie der Wikinger, ist eine 78-teilige Fernsehserie, die am 31. Januar 1974 auf dem deutschen Sender ZDF Premiere hatte. Die Serie war eine Koproduktion der deutschen Firma Taurus Film und des japanischen Animationsstudios Zuiyo Eizo, das später zu Nippon Animation wurde. Regie führte Hiroshi Saito, das Charakterdesign stammt von Shuichi Seki. Die Geschichte folgt den Abenteuern von Wickie, einem klugen und schüchternen Jungen, dem Sohn von Halvar, dem Häuptling des Wikingerdorfs Flake. Anders als die anderen, körperlich stärkeren Wikinger verlässt sich Wickie auf seine Intelligenz und sein schnelles Denken, um seinen Vater und deren Mannschaft aus gefährlichen Situationen zu retten. Die Figur Wickie ist ein klassisches Beispiel für einen listenreichen Helden, der Probleme mit Scharfsinn statt mit roher Gewalt löst.
Neben diesem ursprünglichen Anime von 1974 wurde Jonssons Werk in mehrere andere Formate adaptiert, was seine anhaltende internationale Beliebtheit zeigt. Eine Realfilm-Adaption mit dem Titel Wickie und die starken Männer kam 2009 unter der Regie von Michael Herbig heraus. Ein zweiter Realfilm-Fortsetzung, Wickie auf großer Fahrt, folgte 2011. Zudem wurde 2013 eine neue computeranimierte Fernsehserie mit dem Titel Vic the Viking produziert. Die anhaltende Popularität des Franchises zeigt sich auch darin, dass es im belgischen Themenpark Plopsa Coo eine Themenfahrt namens Vicky the Ride gibt.
Runer Jonssons Bedeutung für die Branche rührt von seiner Schöpfung eines literarischen Werks her, das zu einem Grundlagentext für eine erfolgreiche und weit verbreitete internationale Koproduktion in den Anfangszeiten des Anime wurde. Die Schöpfung des schwedischen Autors war maßgeblich für eine wegweisende deutsch-japanische Animationspartnerschaft. Die Serie wird auch als bedeutender Einfluss auf spätere Schöpfer genannt; so hat beispielsweise Eiichiro Oda, der Autor des international erfolgreichen Manga One Piece, erklärt, dass er als Kind stark von Wickie der Wikinger beeinflusst wurde. Jonsson erhielt Anerkennung für sein Werk, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis 1965 für Vicke Viking sowie den Litteraturfrämjandets stora pris 1984 und den Emil-priset 1996.
Jonsson war ein produktiver Schriftsteller und verfasste etwa 50 Bücher in verschiedenen Genres, darunter Lyrik, Humoresken und pädagogische Texte. Sein bedeutendster Beitrag zur Populärkultur, insbesondere im Kontext von Anime, ist jedoch seine Reihe von Kinderbüchern über einen jungen Wikinger namens Vicke. Das erste Buch, Vicke Viking, erschien 1963. Es folgten mehrere Fortsetzungen, darunter Vicke Viking lurar de rödögda (1965), Vicke Viking Hederskung (1966), Vicke Viking i Vinland (1967), Vicke Viking hos burduserna (1969), Vicke Viking störtar tyrannerna (1975) und Vicke tar över (1994). Diese Bücher wurden von Ewert Karlsson illustriert und in etwa zwanzig Sprachen übersetzt, wobei sie insbesondere in Deutschland großen Erfolg hatten.
Die Anime-Adaption, Wickie der Wikinger, ist eine 78-teilige Fernsehserie, die am 31. Januar 1974 auf dem deutschen Sender ZDF Premiere hatte. Die Serie war eine Koproduktion der deutschen Firma Taurus Film und des japanischen Animationsstudios Zuiyo Eizo, das später zu Nippon Animation wurde. Regie führte Hiroshi Saito, das Charakterdesign stammt von Shuichi Seki. Die Geschichte folgt den Abenteuern von Wickie, einem klugen und schüchternen Jungen, dem Sohn von Halvar, dem Häuptling des Wikingerdorfs Flake. Anders als die anderen, körperlich stärkeren Wikinger verlässt sich Wickie auf seine Intelligenz und sein schnelles Denken, um seinen Vater und deren Mannschaft aus gefährlichen Situationen zu retten. Die Figur Wickie ist ein klassisches Beispiel für einen listenreichen Helden, der Probleme mit Scharfsinn statt mit roher Gewalt löst.
Neben diesem ursprünglichen Anime von 1974 wurde Jonssons Werk in mehrere andere Formate adaptiert, was seine anhaltende internationale Beliebtheit zeigt. Eine Realfilm-Adaption mit dem Titel Wickie und die starken Männer kam 2009 unter der Regie von Michael Herbig heraus. Ein zweiter Realfilm-Fortsetzung, Wickie auf großer Fahrt, folgte 2011. Zudem wurde 2013 eine neue computeranimierte Fernsehserie mit dem Titel Vic the Viking produziert. Die anhaltende Popularität des Franchises zeigt sich auch darin, dass es im belgischen Themenpark Plopsa Coo eine Themenfahrt namens Vicky the Ride gibt.
Runer Jonssons Bedeutung für die Branche rührt von seiner Schöpfung eines literarischen Werks her, das zu einem Grundlagentext für eine erfolgreiche und weit verbreitete internationale Koproduktion in den Anfangszeiten des Anime wurde. Die Schöpfung des schwedischen Autors war maßgeblich für eine wegweisende deutsch-japanische Animationspartnerschaft. Die Serie wird auch als bedeutender Einfluss auf spätere Schöpfer genannt; so hat beispielsweise Eiichiro Oda, der Autor des international erfolgreichen Manga One Piece, erklärt, dass er als Kind stark von Wickie der Wikinger beeinflusst wurde. Jonsson erhielt Anerkennung für sein Werk, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis 1965 für Vicke Viking sowie den Litteraturfrämjandets stora pris 1984 und den Emil-priset 1996.
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