Toyoko Takechi

Beschreibung
Toyoko Takechi war eine japanische Komikerin, Schauspielerin und Synchronsprecherin. Sie wurde am 25. August 1908 im Shitaya-Bezirk von Tokio-Stadt geboren, der heute Teil des Taitō-Bezirks von Tokio ist. Sie verstarb am 18. Juli 1985 in Hokkaido im Alter von 76 Jahren. In ihren späteren Jahren verwendete sie auch den Künstlernamen Tomiyoko Takechi.

Takechi begann ihre lange Unterhaltungskarriere Mitte der 1920er Jahre, zunächst mit einer Komödientruppe im Jahr 1925. Sie wurde eine prominente Figur in der Asakusa-Comedy-Szene und trat insbesondere mit Kenichi Enomotos berühmter "Casino Folies"-Truppe auf. Ihre geringe Statur und ihre markante heisere Stimme brachten ihr den populären Spitznamen "Weiblicher Enoken" ein. Ihr Filmdebüt gab sie 1934 und wurde eine vielbeschäftigte Charakterdarstellerin, die in zahlreichen Filmen von den 1950er bis zu den 1970er Jahren oft ältere Frauen spielte. Sie war auch bekannt für ihre Rolle als Ofude-baasan in der langjährigen NHK-Fernsehsendung "Owarai Sannin Gumi".

Im Bereich der Synchronsprecherkunst ist Toyoko Takechi für ihre Arbeit in der Sunrise-Animeserie Muteki Chōjin Zambot 3 von 1977 bekannt, in der sie die Figur Umee Jin sprach. Ihre Besetzung für diese Rolle war bemerkenswert, da sie in eine Zeit fiel, in der sie ihren Künstlernamen in Tomiyoko Takechi änderte; die Credits der Serie spiegeln diese Änderung wider, indem sie sie in den ersten Folgen unter ihrem ursprünglichen Namen und ab der fünften Folge unter ihrem neuen Namen aufführen. Diese Leistung zeigte ihre Vielseitigkeit, indem sie eine Figur zum Leben erweckte, die als "niedliche alte Großmutter" beschrieben wurde, die noch einen jugendlichen Geist besaß. Zu ihren weiteren Synchronsprecherrollen gehören der Anime Mighty Hercules von 1963, in dem sie die Hexe Willamin spielte, und ein Auftritt in der Tokusatsu-Serie Battle Fever J von 1979.

Während ihrer gesamten Karriere war Takechi eine produktive Darstellerin mit Dutzenden von Film- und Fernsehauftritten. In den 1970er Jahren nahm sie auch Musik auf, darunter ein Duett mit dem Schauspieler Kichijirō Ueda. Ihr Vermächtnis in der japanischen Comedy wird mit ihrem Namen auf dem "Komikerdenkmal" verewigt, das sich auf dem Gelände des Sensō-ji-Tempels in Asakusa befindet.
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