Jun Tomizawa

Beschreibung
Jun Tomizawa ist ein japanischer Manga-Zeichner und Originalautor, der für seine Arbeiten in den 1980er und 1990er Jahren bekannt ist. Geboren am 11. April 1960 in Tokio, Japan, begann er seine Karriere als Assistent des renommierten Manga-Zeichners Masami Kurumada, dem Schöpfer von Saint Seiya.

Tomizawas frühe Werke als Manga-Autor erschienen im Weekly Shonen Jump. Seine erste serialisierte Arbeit in dem Magazin war Gakuen Johobu H.I.P., die von 1984 bis 1985 über 29 Kapitel lief. Darauf folgte Pankra Boy, eine 11 Kapitel umfassende Serie, die 1987 veröffentlicht wurde. Er ist auch dafür bekannt, in dieser Zeit mit dem Manga-Zeichner Izumi Matsumoto zusammengearbeitet zu haben.

Seine bekannteste Schöpfung ist der Manga Kigyou Senshi Yamazaki (Business Commando Yamazaki). Die Serie wurde von 1992 bis 2000 serialisiert und in zwölf Tankōbon-Bänden zusammengefasst. Die Geschichte folgt einem workaholic Geschäftsmann, der nach einem Tod durch Überarbeitung als Cyborg-Berater wiederbelebt wird und seine verbesserten Fähigkeiten nutzt, um Unternehmensprobleme zu lösen, während er mit seiner verlorenen Menschlichkeit ringt.

1997 diente dieser Manga als Grundlage für den Original-Animationsfilm (OAV) mit dem Titel Kigyō Senshi Yamazaki: Long Distance Call, für den Tomizawa als Originalautor genannt wird. Der OAV wurde vom Animationsstudio Ripple Film produziert und von Tsuneo Tominaga inszeniert. Die Adaption konzentriert sich auf eine Geschichte aus dem dritten Band des Mangas, die den Protagonisten Yamazaki Takurou bei einem Auftrag zeigt, einem Elektronikunternehmen bei der Entwicklung eines neuen Produkts zu helfen.

Tomizawas Werk ist durch eine charakteristische Mischung aus Unternehmenskultur-Satire und kybernetischer Action geprägt. Kigyou Senshi Yamazaki nutzt seine Cyborg-Prämisse, um Themen wie das Leben eines Salaryman, Opferbereitschaft und die entmenschlichenden Aspekte intensiver Arbeitsplatz-Hingabe zu erkunden, wobei die Effizienz des Protagonisten sowohl als Stärke als auch als tragischer Zustand dargestellt wird.
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