Jōya Kagemaru

Beschreibung
Jōya Kagemaru war ein japanischer Mangaka, geboren am 3. Januar 1940 in der Präfektur Osaka. Sein richtiger Name war Minoru Kubomoto. Er begann seine Karriere Ende der 1950er Jahre und verwendete zunächst das Pseudonym Jōya Kagemaru, nachdem er durch die Arbeiten des Mangaka Saito Takao inspiriert worden war. Sein professionelles Debüt gab er 1957 mit der Veröffentlichung des Einzelbandwerks Kaijū Hakushaku von Atami Shuppan. In den frühen Jahren seiner Karriere schuf er hauptsächlich Leihmanga, bevor er 1963 nach Tokio zog, um sich auf serielle Arbeiten in wöchentlichen und monatlichen Manga-Magazinen zu konzentrieren.

Kagemaru ist vor allem für seine Arbeit an zwei großen Manga-Serien in den 1970er Jahren bekannt. Die erste ist Karate Baka Ichidai, im Englischen als Karate Master bekannt. Diese Serie, basierend auf dem Leben des legendären Karate-Praktikers Masutatsu Oyama, wurde ursprünglich von Ikki Kajiwara geschrieben und anfangs von Jirō Tsunoda illustriert. Kagemaru übernahm 1973 die Illustration und setzte diese fort, bis die Serie 1977 endete. Die andere ist Waru, eine hardboiled Action-Serie, die in Zusammenarbeit mit dem Kampfkünstler und Autor Hisao Maki entstand. Waru wurde ab 1970 im Weekly Shōnen Magazine serialisiert und wurde ein großer Erfolg.

Neben diesen prägenden Werken umfasst Kagemarus Werkliste als Illustrator oder Autor eine Vielzahl von Manga aus verschiedenen Genres. Seine Bibliografie enthält Titel wie Shirokujira (White Whale) aus dem Jahr 1968, die Adaption von Yokoyama Mitsuterus Yatsuhakamura 1968, Gekiga Toyota Kiichirō 1969, Seigaku Arashi 1976 und spätere Werke wie die Manga-Adaption der NHK-Dokumentarserie Project X in den 2000er Jahren.

Kagemarus Werke wurden umfangreich in andere Medien adaptiert, was zu seiner Bedeutung in der Branche beitrug. Karate Baka Ichidai wurde in eine 47-teilige Anime-Fernsehserie adaptiert, die von 1973 bis 1974 ausgestrahlt und von Tokyo Movie und A Production produziert wurde. Es wurde auch in mehrere Realfilme adaptiert, darunter Karate Baka Ichidai (im Englischen als Karate for Life veröffentlicht) im Jahr 1977 mit Shinichi Chiba in der Hauptrolle. Die Waru-Serie inspirierte eine besonders große Anzahl von Realfilm-Adaptionen, darunter ein Dutzend Filme und Video-Produktionen. Darunter waren zwei Filme unter der Regie von Takashi Miike. Kagemarus Arbeit an Karate Baka Ichidai wird oft als ein Hauptfaktor für die Popularisierung von Karate in Japan in den frühen 1970er Jahren angesehen, ein Phänomen, das als Karate-Boom bekannt ist.

Als Künstler war Kagemarus Stil mit der Gekiga-Bewegung von dramatischem, erwachsenenorientiertem Manga verbunden. Seine künstlerische Identität war in Action- und Kampfkunstnarrativen verwurzelt, oft mit einer hardboiled Sensibilität. Während er manchmal als Illustrator für Drehbücher anderer prominenter Autoren wie Kajiwara Ikki und Maki Hisao arbeitete, war sein visuelles Storytelling ein bestimmendes Element dieser erfolgreichen Serien. Außerhalb seiner Manga-Karriere bekleidete er die Position eines Ehrenberaters für eine internationale Kampfkunstföderation, was die tiefe Verbindung zwischen seiner künstlerischen Arbeit und der Welt der Kampfkünste widerspiegelt.

Jōya Kagemaru starb am 5. April 2012 in seinem Zuhause in Tokio an Bauchspeicheldrüsenkrebs im Alter von 72 Jahren.
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