Hiroshi Kaizuka

Beschreibung
Hiroshi Kaizuka, geboren als Koji Kaizuka am 17. November 1938 in der Präfektur Chiba, war ein japanischer Manga-Zeichner und Originalautor, dessen Karriere von den späten 1950er Jahren an dauerte. Er gilt als eine Schlüsselfigur im Jungen-Manga, insbesondere bekannt für seine Sport- und Action-Titel. Sein Geburtsname ist Koji Kaizuka, und er arbeitete unter dem Pseudonym Hiroshi Kaizuka.

Kaizukas frühes Leben war vom Verlust seines Vaters geprägt, woraufhin er von seiner Mutter aufgezogen wurde. Seine Leidenschaft für das Zeichnen zeigte sich in der Mittel- und Oberschule, wo er Manga-Clubs gründete. Nach seinem Abschluss arbeitete er kurzzeitig im Verwaltungsbüro der Nationalen Eisenbahnen in Chiba, verließ die Stelle aber nach sechs Monaten, um eine Karriere im Manga-Bereich zu verfolgen. Sein professionelles Debüt gab er 1957 als Schöpfer von Kashihon, also Leih-Manga, bei einem Verlag in Tokio. Im darauffolgenden Jahr, 1958, begann er seine erste serielle Arbeit, Kurikuri Pitcher, einen Baseball-Manga, der im Omoshiro Book von Shueisha veröffentlicht wurde. Diese Serie begründete seinen Ruf und leitete eine lange Phase erfolgreicher Produktion ein.

Während der gesamten 1960er Jahre wurde Kaizuka zu einem produktiven Schöpfer von Shonen-Manga mit einem besonderen Fokus auf Sport. Er produzierte zahlreiche Baseball-Serien, darunter Fight Brothers, Fastball Sun und Lucky 9. Neben dem Sport schrieb er auch Geschichten, die sich um Kampfpiloten des Zweiten Weltkriegs drehten, wobei Zero Battle Red zu den bekanntesten zählt. Sein energischer und direkter Erzählstil verschaffte ihm den Ruf eines heißblütigen Mangaka, der effektiv ein junges männliches Publikum ansprechen konnte.

Kaizuka spielte eine bedeutende Rolle beim Start des Weekly Shonen Jump im Jahr 1968, indem er als einer der Hauptkünstler fungierte und half, das neue Magazin zu etablieren. Seine Arbeitsbelastung in dieser Zeit war immens; Berichten zufolge verschwand er für eine Weile aufgrund von Überarbeitung, während der ein damaliger Newcomer, Hiroshi Motomiya, als Ersatzzeichner eingesetzt wurde. Neben seiner kommerziellen Arbeit veröffentlichte Kaizuka auch ein Forschungsmagazin namens Manga Mania, das sowohl seine eigenen Beiträge als auch die anderer Künstler wie Tsudajiro, Yasumi Yoshizawa und Toshio Shoji enthielt. Damit agierte er als Mentor und bot anderen Schaffenden eine Plattform.

Eines von Kaizukas Hauptwerken ist der Manga Judo Sanka, der zu einer Fernseh-Anime-Serie adaptiert wurde, die vom 1. April 1974 bis zum 30. September 1974 ausgestrahlt wurde. Die 27-teilige Serie wurde von Tokyo Movie (heute TMS Entertainment) produziert und auf Nippon Television gesendet. Die Originalgeschichte für den Anime wurde Ikki Kajiwara zugeschrieben, mit Charakterdesigns und Illustrationen von Kaizuka. Die Serie, deren Titel mit Ode an Judo übersetzt werden kann, folgt einem jungen Protagonisten von der Boso-Halbinsel, der dem Judo-Club seiner Oberschule beitritt. Der Anime war die letzte Sport-Serie des Studios, das zuvor Star of the Giants produziert hatte, und wurde aufgrund niedriger Einschaltquoten vor Abschluss der geplanten Laufzeit aus dem Programm genommen. Trotzdem bleibt er ein dokumentierter Teil der Sport-Anime-Geschichte der 1970er Jahre.

Hiroshi Kaizuka verstarb im September 2023 im Alter von 84 Jahren. Durch seine zahlreichen Manga, seine Arbeit in der Erforschung und Förderung des Mediums und die vielen Assistenten, die er ausbildete, wird er als einer der einflussreichsten Manga-Künstler der 1950er und 1960er Jahre in Erinnerung bleiben und hinterlässt ein Vermächtnis als Pionier der Sport- und Action-Genres in Jungen-Comics.
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