Sylvie Feit

Beschreibung
Sylvie Feit war eine französische Schauspielerin und Synchronregisseurin, geboren am 29. Juli 1949 in Argenteuil, Frankreich, und gestorben am 3. März 2021 in Cannes. Ihre Karriere war tief in der darstellenden Kunst verwurzelt, beginnend mit klassischem Tanz im Alter von sechs Jahren und späterer Ausbildung an der École du Spectacle in Paris ab dem Alter von zehn Jahren. Obwohl sie sich ursprünglich für die Opéra vorbereitete, wählte sie letztendlich einen Weg in der Schauspielerei, studierte bei Teddy Bilis und Raymond Girard, bevor sie 1966 in das Conservatoire national d'art dramatique eintrat, wo sie 1969 ihren Abschluss machte.

Feits Leinwandkarriere umfasste Rollen in Film und Fernsehen, mit frühen Arbeiten in Jean-Pierre Mockys Les Vierges (1963) und einer bemerkenswerten Leistung als Rosalie in Georges Franjus La Faute de l'abbé Mouret (1970). Sie trat auch in Fernsehserien wie Les Cinq Dernières Minutes und Navarro auf.

Doch Feit wurde dem französischen Publikum vor allem als äußerst vertraute Stimme bekannt, insbesondere für ihre umfangreiche Arbeit im Synchronisieren. Sie begann im Alter von 12 Jahren mit der Synchronisation und wurde eine der regelmäßigen französischen Stimmen für zahlreiche internationale Stars. Dazu gehörten Ornella Muti, Bo Derek, Britt Ekland, Teri Garr und Jamie Lee Curtis, unter vielen anderen.

Im Bereich Anime und Zeichentrickserien lieh Sylvie Feit ihre Stimme mehreren ikonischen Charakteren während des goldenen Zeitalters des französischen Animationsfernsehens. Sie war die Stimme von Joan Landor im Kultklassiker Capitaine Flam. Eine weitere bedeutende Rolle war Furia in San Ku Kaï, und sie sprach auch Réa in Spectreman. Für den Film Cyborg 009 Gekijō Ban: Chō Ginga Densetsu übernahm sie die Hauptrolle von Joe Shimamura, auch bekannt als Cyborg 009. Ihre weiteren Animationsrollen umfassten Charaktere in Lupin III: L'Or de Babylone (als Miss Interpol Caramel), Ulysse 31 (als Hercrone) und Tom-Tom et Nana (als Mélanie und Tante Roberte). Neben ihrer Tätigkeit als Sprecherin fungierte sie auch als Synchronregisseurin bei Projekten wie Les Aventures de Zak et Crysta und Tom-Tom et Nana.

Über ihre Arbeit vor dem Mikrofon hinaus war Feit tief in den Beruf der Synchronsprecherin involviert. 1995 gründete und leitete sie Post-Synchronisations- und Synchronisationsworkshops am Institut National de l'Audiovisuel (INA). Sie war auch von 1995 an Mitglied des Verwaltungsrats der Künstlergesellschaft ADAMI und diente von 2007 bis 2014 als Sammlungsleiterin für Talents Cannes Adami. Ihre späteren Jahre sahen eine Rückkehr auf die Bühne, mit Auftritten in Theaterproduktionen wie Les Misérables im Jahr 2007 und Le Cas de la famille Coleman im Jahr 2015.
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