Tilly Lauenstein
Beschreibung
Tilly Lauenstein war eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin, deren umfangreiche Karriere bedeutende Beiträge zur Anime-Synchronisation für deutschsprachige Zielgruppen umfasste. Geboren als Mathilde Dorothea Lauenstein am 28. Juli 1916 in Bad Homburg vor der Höhe, Deutschland, begann sie ihre Bühnenkarriere mit achtzehn Jahren in Stuttgart und trat später an großen Theatern wie dem Deutschen Theater in Berlin auf. Ihre Leinwandkarriere in Film und Fernsehen erstreckte sich von den späten 1940er Jahren bis in die frühen 2000er Jahre, einschließlich Auftritten in beliebten deutschen Fernsehserien der 1960er Jahre.
Als Synchronsprecherin war Lauenstein außergewöhnlich produktiv und lieh ihre deutsche Synchronstimme Hunderten von Filmen sowie einer Vielzahl von Charakteren in Zeichentrickserien und Hörspielen. Ihre Arbeit im Anime-Genre wird durch ihre Rolle als Apolodria in dem japanischen Zeichentrickfilm Cleopatra (Originaltitel Kureopatora) von 1971 unter der Regie von Osamu Tezuka verankert. In der 1972 in Berlin produzierten deutschen Synchronfassung sprach sie die Figur Apolodria, eine Rolle, die im Japanischen ursprünglich von Kotoe Hatsui gespielt wurde. In einer weiteren bemerkenswerten Anime-Produktion lieh sie Fräulein Rottenmeier in der klassischen Anime-Adaption von Heidi ihre deutsche Stimme.
Über Anime hinaus war Lauenstein als langjährige deutsche Synchronstimme mehrerer großer Hollywood-Schauspielerinnen bekannt. Jahrzehntelang war sie die Standard-Synchronstimme für Katharine Hepburn und Ingrid Bergman und synchronisierte auch Darbietungen von Simone Signoret, Lauren Bacall, Bette Davis, Marlene Dietrich in ihren englischsprachigen Rollen, Deborah Kerr, Barbara Stanwyck und Susan Hayward. Ihre stimmliche Arbeit erstreckte sich auf beliebte Kinderunterhaltung, wo sie Figuren wie die Hexe Mania in den Bibi Blocksberg-Hörspielen und die Eule Ula in der Xanti-Reihe sprach. Eine ihrer letzten Synchronrollen war die deutsche Stimme für Gloria Stuart im Film Titanic.
Tilly Lauenstein starb am 8. Mai 2002 in Potsdam, Deutschland. Ihre Karriere zeigt die entscheidende Rolle deutscher Synchronsprecher bei der Vermittlung internationaler Animation und Filme an deutschsprachige Zielgruppen, wobei ihre Arbeit in Osamu Tezukas Cleopatra einen wichtigen Eintrag in der Geschichte der deutschsprachigen Anime-Synchronisation darstellt.
Als Synchronsprecherin war Lauenstein außergewöhnlich produktiv und lieh ihre deutsche Synchronstimme Hunderten von Filmen sowie einer Vielzahl von Charakteren in Zeichentrickserien und Hörspielen. Ihre Arbeit im Anime-Genre wird durch ihre Rolle als Apolodria in dem japanischen Zeichentrickfilm Cleopatra (Originaltitel Kureopatora) von 1971 unter der Regie von Osamu Tezuka verankert. In der 1972 in Berlin produzierten deutschen Synchronfassung sprach sie die Figur Apolodria, eine Rolle, die im Japanischen ursprünglich von Kotoe Hatsui gespielt wurde. In einer weiteren bemerkenswerten Anime-Produktion lieh sie Fräulein Rottenmeier in der klassischen Anime-Adaption von Heidi ihre deutsche Stimme.
Über Anime hinaus war Lauenstein als langjährige deutsche Synchronstimme mehrerer großer Hollywood-Schauspielerinnen bekannt. Jahrzehntelang war sie die Standard-Synchronstimme für Katharine Hepburn und Ingrid Bergman und synchronisierte auch Darbietungen von Simone Signoret, Lauren Bacall, Bette Davis, Marlene Dietrich in ihren englischsprachigen Rollen, Deborah Kerr, Barbara Stanwyck und Susan Hayward. Ihre stimmliche Arbeit erstreckte sich auf beliebte Kinderunterhaltung, wo sie Figuren wie die Hexe Mania in den Bibi Blocksberg-Hörspielen und die Eule Ula in der Xanti-Reihe sprach. Eine ihrer letzten Synchronrollen war die deutsche Stimme für Gloria Stuart im Film Titanic.
Tilly Lauenstein starb am 8. Mai 2002 in Potsdam, Deutschland. Ihre Karriere zeigt die entscheidende Rolle deutscher Synchronsprecher bei der Vermittlung internationaler Animation und Filme an deutschsprachige Zielgruppen, wobei ihre Arbeit in Osamu Tezukas Cleopatra einen wichtigen Eintrag in der Geschichte der deutschsprachigen Anime-Synchronisation darstellt.