Family Complex

Für die meisten gäbe es wohl unangenehmere Vorstellungen, als in einer perfekten Familie zu leben. Einer Familie, in der die Eltern ein jugendliches, hoffnungslos verliebtes Pärchen sind und in der die 4 Geschwister sich blendend verstehen, sich gegenseitig helfen und immer füreinander da sind. Außerdem sehen alle noch dazu fantastisch aus und werden von der Nachbarschaft und allen, die sie treffen, bewundert. Klingt doch super, oder?

Tja, aber wie sagt man so schön: "Unter den Blinden ist der Einäugige König" und "Unter den Schönen hat der Durchschnittliche die Komplexe". Und darin besteht das Problem des 14-jährigen Akira Sakamoto. Der Schüler ist das dritte Kind der legendären "Schönen Sakamotos" und der Einzige in der Familie, den man als Durchschnitttyp bezeichnen könnte. Deshalb fühlt er sich außerhalb des Hauses mit seiner Familie immer unwohl, weil er von seinen Mitmenschen mitleidig beäugt wird zwischen seinen umwerfenden Geschwistern und den jung gebliebenen Eltern. Akira hat schwere Komplexe und wünscht sich nichts sehnlicher, als genauso schön zu sein wie der Rest der Familie. Dabei hat er keine Ahnung, dass dieses gute Aussehen auch eine Menge Probleme mit sich bringt. Sein älterer Bruder Harumi, 17 Jahre, wird in seiner Schule wie ein Gott verehrt und seine Mitschüler buckeln vor ihm wie Diener. Keiner behandelt ihn wie einen normalen Menschen und er hat den Ruf, unantastbar zu sein. Harumi hat keine Freunde und fühlt sich nur seiner Familie wirklich zugehörig. Ähnlich geht es der 16-jährigen Natsuru. Als Schülerin an einer Mädchenschule wird auch sie wie eine Prinzessin behandelt, jeden Morgen umringt sie ein Pulk von Mädchen, die sie mit Geschenken und Komplimenten überschütten. Jungs trauen sich vor lauter Angst vor der Eifersucht der anderen Mädchen kaum an die sportliche Natsuru heran, die sich durch ihr burschikoses Aussehen oft weder bei den Jungs, noch bei den Mädchen wirklich wohl fühlt. Und sogar die Jüngste der Familie, die 10-jährige Fuyuki, kommt oft nicht gut zu Recht mit ihrer Umwelt. Das Mädchen ist entzückend wie eine Puppe, und leider genau so schweigsam. Deshalb finden sie viele Mädchen komisch und die Jungs undurchsichtig, vielleicht sogar manchmal unheimlich. Nur ihr Mitschüler Atsushi scheint das Mädchen zu mögen, was ihm dafür alle anderen Mädels in der Klasse ziemlich übel nehmen.

Nachdem Akira sich über all diese Probleme mit seiner Familie unterhalten hat, wird ihm klar, dass es schöne Menschen oft leicht haben, dass sie aber auch vor Problemen nicht gefeit sind. Und das er Dinge hat, die viel wichtiger sind als Äußerlichkeiten: Freunde und eine tolle, liebevolle Familie.

Suche
Profil
Gast
Style