Ichabod no Seikatsu

Insgesamt beschreibt der Zeichner und Autor des Comics in seinen drei Bänden, eine unterhaltsame und spannende Geschichte, die das ungewöhnliche Leben des gleichnamigen Titelhelden „Ichabod“ erzählt. Im Jahre 2000 erschien „Ichabod no Seikatsu“ erstmalig in Japan, später jedoch auch in England und den USA. Der Comic erlangte jedoch nie den Bekanntheitsgrad den er einst in Japan erreichte.

Daten

  • Japanischer Originaltitel: Ichabod no Seikatsu
  • Englischer Originaltitel: Ichabod
  • Veröffentlicht: 2000
  • Autor: Hiroyuki Shoji
  • Zeichner: Hiroyuki Shoji
  • Anzahl der Bände: 3

Handlung

Dass es sich bei Ichabod um alles andere als einen gewöhnlichen Jungen handelt, wird dem Zuschauer vom ersten Augenblick des Mangas an klar. Während andere Kinder lediglich eine Mutter besitzen, hat er gleich zwei davon. Die Beiden tragen die klangvollen Namen Marie und Elly. Marie und Elly sind ein lesbisches Pärchen, die sich ihren grössten Wunsch erfüllten.

Sie träumten stets davon ein gemeinsamen Kind zu haben und so kaufen sie sich einen Samen bei einer Samenbank und Elly entschloss sich dazu das Kind auszutragen. Zunächst waren sie ein wenig enttäuscht, als sich das Kind als Junge entpuppte, jedoch lernten sie die beiden ihren Sohn schnell lieben. Umso enttäuschter waren Marie und Ichabod, als Elly eines Tages verschwand und die beiden wortlos im Stich liess.

Marie konnte nun zusehen wie Ziehmutter und Sohn über die Runden kamen. Doch sie zögerte nicht lange und eröffnete unterschiedliche Läden um sich damit über Wasser zu halten.

Jahr für Jahr vergehen und Sohn und Mutter leben ihr leben. Ichabod ist mittlerweile zu einem stattlichen, Jungen heran gewachsen. Eines Tages wird er bei einem seiner Streifzüge von der Polizei aufgegabelt. Diese hielten ihn missverständlicher Weise für einen Schulschwänzer. Nachdem Itchabod dieses Missverständnis jedoch aufklären konnte wird er von der Polizei schliesslich nach Hause gebracht.

Daheim angekommen erfährt Inspektor Tanida, die ganze Geschichte Itchabods von seiner Mutter Marie und zu seinem Leidwesen noch ein wenig mehr. Sie erklärt dem Inspektor, dass Itchabod früher hin und wieder Mädchenkleider tragen musste und sie ihm jegliche Information über seinen Vater verschwiegen haben. Dies sei auch kein Wunder, denn die wahre Identität seines Erzeugers, sei ihr gänzlich unbekannt. Man habe, so ihre Aussage einen Samenspender auf gut Glück gewählt.

Keiner der Protagonisten scheint zu ahnen, dass Ichabod seinen leiblichen Vater bereits zu kennen scheint. Es ist niemand anderes als der lang gesuchte Goldbarrenräuber „Mush“, der seinen Sohn heimlich regelmässig besucht. Ihm vertraute sich der Junge auch an und erzählte ihm, dass er es nicht mehr länger ertragen würde, dass seine Mutter Marie permanent versucht ein Mädchen aus ihm zu machen. Sein Vater rät ihm dazu zu einer Beschneidung um seine Männlichkeit zu demonstrieren. Jedoch will Ichabod sich nicht so recht trauen und schneidet sich lediglich einen kleinen Teil seiner Vorhaut ab.

Diese Selbstverstümmelung reicht jedoch um den Jungen schliesslich ins Krankenhaus zu bringen. Dort lernt er den „Einarmingen Ganzu“ kennen. Es stellt sich heraus, dass der berüchtigte Juwelendieb sein Zimmernachbar ist und lediglich zu seiner Behandlung auf freiem Fuss wandelt. Ganzu ist Mitglied der Räuberbande „Freunde der purpurnen Rose“, die in der letzten Zeit mehr als ein paar Diebstähle verübten.

Da die beiden sich vom ersten Moment an direkt verstehen ist es auch nicht verwunderlich dass sie ins Gespräch kommen. So bringt Ichabod ihm regelmässig Anpan vorbei und nach und nach stellt sich heraus, dass Ganzu und seine Schwester Rose Schüler von Ichabods Vater waren. Mush lehrte Ganzu jedoch nur das Diebeshandwerk, während er sich mit Rose wesentlich intensiver anderen Dingen widmete

Als Rose schliesslich schwanger wurde, zwang Mush das Mädchen zur Abtreibung. Ichabod schämt sich für seinen Vater und möchte Rose und Ganzu nun helfen und entwickelt für Ganzu einen Fluchtplan aus dem Krankenhaus heraus. Was beide nicht mal ansatzweise zu ahnen scheinen, ist die Tatsache, dass sich Rose bereits im Krankenhaus befindet, da sie ebenfalls die Chance nutzen möchte um ihren Bruder zu befreien. Leider bedachte sie nicht, dass die Polizei ihr auf den Fersen ist und schon längst mit ihrem Plan rechnete.

Bemerkung

Mit seinem insgesamt etwas grotesken Geschichten und seinem etwas eigenwilligen Zeichnstil gelang es dem Autor und Zeichner „Hiroyuki Shoji“ jedoch sich ein wenig von der Masse abzuheben.

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