Kanon

Die in Japan entstandene Serie „Kanon“ wurde erstmalig im Jahre 2002 ausgestrahlt. In den insgesamt 13 Episoden der Geschichte wird das ungewöhnliche Leben des Aizawa Yuuchi erzählt, der nach insgesamt sieben Jahren zurück in seine damalige Heimatstadt zurück kehrt und nach und nach das Geheimnis seiner Vergangenheit aufklärt. Aufgrund seiner verschiedenartigen Handlungselemente lässt sich die Serie den unterschiedlichen Genres wie beispielsweise dem des Drama, der Romantik aber auch dem Übernatürlichen zuordnen.

Der Titelsong zur Serie „Florescence“ sowie das Endingtheme „Flower“ stammen von dem Musiker und Interpreten Mihi Fujiwara. Das Endingtheme „"Kaze no Tadori Tsuku Basho (The Place Where the Wind Arrives)” sowie die eigentliche musikalische Untermalung stammen von der Sängerin Ayana und vom Komponisten Hiroyuki Kouzu, denen eine gelungene und vor allem passende Komposition zu der Serie gelang.

Regie bei dem ungewöhnlichen Projekt führte Takamichi Ito, ein nicht unerfahrener Serien- und Filmemacher. Ihr Leben wurde den einzelnen Figuren der Geschichte vom Künstler Youichi Ohnishi eingehaucht, die allesamt aus seiner Feder stammen.

Daten

  • Genre: Drama, Romantik, Übernatürliches
  • Serienumfang: 13 Episoden
  • Veröffentlichung: 2002
  • Titelsong: "florescence" von Miho Fujiwara
  • Endingtheme: "flower" von Miho Fujiwara, "Kaze no Tadori Tsuku Basho (The Place Where the Wind Arrives)" von Ayana
  • Regie: Takamichi Ito
  • Musik: Hiroyuki Kouzu
  • Charakterdesign: Youichi Ohnishi

Handlung

Jahrelang lebte Aizawa Yuuichi in einer anderen Stadt und ging auf eine andere Schule. Doch nun, nach insgesamt 7 Jahre kehrt er zurück in seine alte Heimat. An viele Dinge kann er sich noch lebhaft erinnern, die er früher hier erlebt hat – doch ein Teil scheint für ihn im Dunkeln zu liegen. Es soll dem Jungen einfach nicht gelingen sich daran zu erinnern.

Doch mit jedem Tag in der er in seiner alten Heimat lebt, scheinen seine Erinnerungen nach und nach zurück zu kehren. Denn er trifft auf viele seiner alten Freunde die ihn an seine Vergangenheit erinnern. Seltsam ist jedoch nur die Tatsache, dass auch neue Personen, die er kennen lernt ihn irgendwie an seine frühen Tage in der Heimat zu erinnern scheinen.

Nur recht zögerlich beginnt er zu verstehen. Denn irgendwie mag es den Anschein haben, dass für all die Mädchen, denen er in der Vergangenheit begegnete, die Zeit stehen geblieben ist. Das Ausmass, das dieser Fakt zur Folge hat, wird immer präsenter. Zwar sind sie ebenfalls wie er gealtert, doch hat die Begegnung mit ihm für sie einen entscheidenden Faktor gehabt.

Charaktere

Aizawa Yuuichi

Er ist es, der nach insgesamt sieben Jahren wieder zurück in seine alte Heimatstadt kehrt. Nach und nach keimen immer wieder Erinnerungen in dem Jungen auf, die er zunächst noch nicht ganz zuzuordnen können scheint.

Nur eines ist sicher: Er hatte früher das eine oder andere Erlebnis, welches verheerende Folgen auf ihn einige seiner alten Bekannten gehabt haben. Allein die mysteriöse Tatsache, dass wohl jeder ihn zu kennen scheint und in irgendeiner geheimnisvollen Beziehung zu ihm steht gilt es aufzuklären. Und so macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Minase Nayuki

Yuuchichis Cousine lebt alleine bei ihrer Mutter. Vor allem freut sie sich darüber, dass ihr Cousin nun zusammen mit ihr unter einem Dach lebt Was das Mädchen sich jedoch nicht eingestehen möchte ist die Tatsache, dass sie ernsthafte Gefühle für ihren Cousin hegt. Yuuchi ist mehr als zuvorkommend zu ihr, jedoch versucht sie diesen Umstand bewusst nicht über zu bewerten.

Minase Akiko

Sie ist Nayukis Mutter. An Freundlichkeit und Fürsorge ist sie in keiner Weise zu übertreffen. Stets hat sie ein offenes Ohr für all ihre Sorgenkinder.

Tsukimiya Ayu

Ayu befindet sich eigentlich auf der Suche, nur weiss das Mädchen leider nicht so recht wonach sie eigentlich suchen möchte. Ausserdem ist das sie äusserst angetan von Yuuichi und besitzt zudem eine noch grössere Affinität zu Taiyaki.

Kitagawa Jun

Er ist ein Klassenkamerad von Nayukos und Yuuichis. Hin und wieder wirkt der Junge ein wenig unscheinbar, dafür ist er aber umso freundlicher und umso hilfsbereiter.

Misaka Kaori

Ebenso wie Kitagawa Jun auch, geht das Mädchen mit Yuuichi und Nayuki in ein und dieselbe Klasse. Hin und wieder ist sie jedoch ein wenig schwierig, alles in allem lässt sich jedoch festhalten, dass sie einen recht netten und ansehnlichen Charakter besitzt.

Misaka Shiori

Sie ist Karoris kleinere Schwester. Tragischerweise leidet sie an einer recht schweren Krankheit. Daher ist es ihr auch nicht möglich, wie die anderen Kinder auch, eine öffentliche Schule zu besuchen.

Ihre Ärzte sagen dem kleinen Mädchen jedoch ein düsteres Schicksal voraus. Denn offensichtlich soll sie ihren nächsten Geburtstag nicht mehr erleben. Ihre ältere Schwester nimmt dieser Umstand unglaublich mit. Das kleine Mädchen hingegen trägt ihr Schicksal jedoch mit offensichtlich unglaublicher Fassung und einer erstaunlichen Würde.

Kawasumi Mai

Kawasumi Mai geht in die dritte Klasse der Oberschule. Ihren Charakter könnte man als recht introvertiert beschreiben und so ist es umso verwunderlicher, dass sie des Nachts in der Schule gegen diverse Geister kämpft. Ärgerlich für das Mädchen ist jedoch vor allem die Tatsache, dass die Geister die Mai stets bekämpft immer wieder von ihr selbst erzeugt werden. Offensichtlich ist auch sie Yuuichi vor vielen Jahren schon begegnet und so ist es nicht verwunderlich, dass sie ihre missliche Lage irgendwie auf Yuuichi zurück zu führen vermag.

Kurata Sayuri

Sie ist wohl eine von Mais allerbesten Freundinnen. Die beiden Mädchen halten zusammen wie Pech und Schwefel. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn Sayuri weiss zu grossen Teilen um Mais Geheimnisse.

Sawatari Makoto

Bei ihr handelt es sich nicht um ein gewöhnliches Mädchen. Man könnte ihre Person als eine Art Fuchsgeist beschreiben. Verwandelt ein ehemaliger Fuchs sich in einen Menschen so bezahlt er für diese Wandlung einen mehr als hohen Preis – nämlich seine Erinnerung. Auch sein Leben ist nach der Wandlung wesentlich begrenzter als es ihm als Fuchs möglich war.

Yuuichi scheint in irgendeiner Weise an der Wandlung beteiligt zu sein. Lediglich der Umstand wie dies von statten kam ist noch nicht geklärt.

Amano Mishio

Mishio weiss zwar um Makotos Geheimnis, jedoch schweigt sie wie ein Grab. Ein Grund dafür mag sein, dass sie bereits zu ahnen scheint, was Makoto bevorsteht, denn bei Yuuichi hat sie sein grausames Schicksal bereits erlebt.

Kuze

Kuze ist Schulsprecher. Er stammt aus einem sehr vermögenden Elternhaus und ist daher recht arrogant. Kommt man seinen Plänen in die Quere, so ist mit ihm nicht wirklich zu spassen.

Bemerkung

Bei „Kanon“ handelt es sich um ein recht ungewöhnliches Anime. Jedoch fehlt es an einigen Stellen an Pfiff. Zunächst beginnt die Geschichte in Tokyo schwenkt dann aber recht schnell auf eine Provinzstadt um dessen Namen nicht verraten wird. Dieser soll jedoch auch nicht relevant für den Verlauf der Serie sein.

Die Tatsache, dass es sich bei dem Schauplatz um eine namenlose Stadt handelt gibt der Geschichte jedoch noch einen gewissen mystischen Touch.

An für sich handelt es sich trotzt gelegentlicher Action-Szenen um ein mehr als ruhiges Anime. Der eigentlich dramaturgische Spannungsbogen wird jedoch recht langsam aufgebaut. Dies könnte den Eindruck erwecken, dass es sich dabei um eine recht langatmige Geschichte handelt. Dem ist mit Nichten so, denn ein offensichtlich ruhige Beginn unterstreicht die komplexe Handlung der Story.

Die persönliche Note erhält die Geschichte durch den Umstand, dass der ein oder andere Charakter, der im Laufe der Sendung lieb gewonnen wurde, auf recht tragische Art und Weise sein Leben verliert. Andere wiederum glaubte man bereits verloren, finden sich auf unerklärliche, vor allem aber erfreuliche Art und Weise in der Geschichte wieder.

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