TV-Serie
Beschreibung
Gyokuran ist eine weibliche Tanuki aus der adligen Familie Nanzenji, die Einfluss auf die Wälder zwischen Nanzen-ji und Keage in Kyoto hat. Sie ist die jüngere Schwester von Shoujirou Nanzenji, dem Oberhaupt ihres Hauses. Ihr Hintergrund ist geprägt davon, eine der begabtesten Schülerinnen des Tengu-Professors Akadama zu sein, wo sie gemeinsam mit den vier Shimogamo-Brüdern, insbesondere Yaichirou, studierte. Ihre Fähigkeiten waren so außergewöhnlich, dass sie und Yaichirou als Lehrassistenten dienten, was ihr unter den jüngeren Tanuki den respektvollen Spitznamen Professor Gyokuran einbrachte.

Was ihre Persönlichkeit betrifft, ist Gyokuran durch ihre Ernsthaftigkeit, Kultiviertheit und ihr starkes Verantwortungsbewusstsein geprägt. Sie tritt mit guten Manieren und einem vornehmen Auftreten auf und fungiert oft als verlässliche ältere Schwesterfigur in ihrer Familie und Gemeinschaft. Trotz ihrer gefassten Fassade ist sie in persönlichen Angelegenheiten zutiefst sensibel und unsicher, was sie schüchtern und selbstzweifelnd macht, wenn es darum geht, ihre wahren Gefühle auszudrücken. Sie ist jedoch weder passiv noch sanftmütig; sie besitzt eine verborgene, eigenwillige und listige Seite und kann überraschend direkt und energisch sein, wenn die Situation es erfordert, wie man sieht, wenn sie sich Unruhestiftern stellt.

Ihre Hauptmotivation dreht sich um ihre Liebe zu Yaichirou Shimogamo, obwohl ihr eigener Anstand und die Angst vor Zurückweisung sie daran hindern, offen nach ihren Gefühlen zu handeln. Sie wird auch von einer Leidenschaft für Shogi, das japanische Brettspiel, angetrieben, bei dem sie als eine der fähigsten Spielerinnen in der Tanuki-Welt gilt. Ihre Begeisterung für das Spiel ist legendär, mit Geschichten, die behaupten, sie sei so darin vertieft, dass sie sogar eine Shogi-Figur essen würde, obwohl sie solche Erzählungen als Übertreibungen abtut.

In der Geschichte spielt Gyokuran eine zentrale Rolle im Tanuki-Shogi-Turnier, das von ihrer Familie ausgerichtet wird. Dieses Ereignis dient als Hintergrund für die allmähliche Entwicklung ihrer Beziehung zu Yaichirou. Das Turnier und die damit verbundenen Ereignisse heben die Barrieren zwischen ihnen hervor: Yaichirou wird durch Kindheitsschuld und seine Pflicht, den Ruf seiner Familie zu wahren, zurückgehalten, während Gyokuran zu schüchtern und unsicher ist, um den ersten Schritt zu machen. Ihre Situation wird mit der Hilfe von Yasaburou gelöst, der eine Gelegenheit für sie schafft, sich wieder zu verbinden, und Professor Akadama, dessen unverblümtes Eingreifen sie schließlich dazu zwingt, ihre Gefühle füreinander anzuerkennen, was zu ihrer Verlobung und schließlichen Heirat führt.

Schlüsselbeziehungen prägen einen Großteil ihres Charakterbogens. Ihre Bindung zu Yaichirou ist eine von gegenseitiger, lang gehegter Zuneigung, die aufgrund ihrer gemeinsamen Zurückhaltung nur schwer vorankommt. Sie hegt tiefen Respekt für Professor Akadama, unter dessen Anleitung sie aufblühte. Auch ihre Interaktionen mit Yasaburou sind bemerkenswert; sie ist eine der wenigen Personen, die mit seiner unbeschwerten Art umgehen kann, und er wirkt als Katalysator für ihr Glück. Als Mitglied der Familie Nanzenji trägt sie auch das Gewicht des sozialen Status und der Traditionen ihres Clans.

Im Laufe der Geschichte durchläuft Gyokuran eine bedeutende Entwicklung, vor allem in ihrem Privatleben. Sie wandelt sich von einem Zustand unsicheren Sehnens und romantischer Stagnation zu jemandem, der mit ein wenig Hilfe endlich sein eigenes Glück ergreift, was in ihrer Heirat mit Yaichirou gipfelt. Ihre Reise zeigt eine Lockerung der strengen gesellschaftlichen und persönlichen Zwänge, die sie zuvor zurückhielten.

Ihre bemerkenswerten Fähigkeiten wurzeln in der Tanuki-Kunst der Metamorphose. Sie ist eine Meisterin der Verwandlung, die ihre Gestalt mit großer Leichtigkeit verändern kann. In ihrer menschlichen Gestalt erscheint sie typischerweise als elegante junge Frau mit schwarzem Haar, obwohl sie auch die Form eines Kindergartenmädchens annehmen kann. Wenn sie bis zum Äußersten getrieben wird, insbesondere durch Wut oder intensive Emotionen, kann sie sich in einen majestätischen und mächtigen weißen Tiger verwandeln, was das volle Ausmaß ihrer beeindruckenden Kräfte demonstriert. Diese Fähigkeit unterscheidet sich von Yaichirou, der sich in einen gelben Tiger verwandelt. Ihr größtes Talent jedoch ist ihr strategisches Genie im Shogi, wo ihr scharfer Verstand und ihr hervorragendes strategisches Denken sie zu einer gewaltigen Gegnerin machen.