Film
Beschreibung
Honjō ist eine bedeutende Nebenfigur in "The Wind Rises" und fungiert als engster Freund und wichtigster Kollege des Protagonisten Jiro Horikoshi. Er wird als Kommilitone an der Kaiserlichen Universität Tokio eingeführt, wo er und Jiro erstmals gemeinsam dabei zu sehen sind, Bücher aus der Universitätsbibliothek zu retten, nachdem diese beim Großen Kantō-Erdbeben von 1923 beschädigt wurde. Diese frühe Begegnung begründet eine Bindung, die ihr gesamtes Berufsleben über anhält.

Was die Persönlichkeit betrifft, wird Honjō als zynischer und pragmatischer dargestellt als der verträumte und kontemplative Jiro. Während Jiro oft in Gedanken über die künstlerische Schönheit des Flugzeugdesigns versunken ist, bietet Honjō ein bodenständiges Gegengewicht, das sich auf die praktischen und technischen Herausforderungen der Ingenieurskunst konzentriert. Er ist dafür bekannt, ein starker Raucher zu sein, bis hin zum Aufrauchen selbst der letzten Zigarettenkippe. Er hat zudem eine kritische und manchmal direkte Sicht auf sein Heimatland und beklagt offen, dass Japan technologisch im Vergleich zu westlichen Nationen unterentwickelt sei. Er weist auf spezifische Mängel hin, wie die Notwendigkeit, Ochsen zum Bewegen eines Flugzeugs einzusetzen, wo anderswo ein einfacher Wagen verwendet würde. Diese Frustration über Japans technologischen Rückstand dient ihm als wichtige Motivation.

Honjōs Hauptrolle in der Geschichte ist die von Jiros vertrautestem Freund und beruflichem Rivalen. Ihre Beziehung ist von gegenseitigem Respekt und Unterstützung geprägt, und sie werden als Menschen dargestellt, die fast alles füreinander tun würden. Er ist eine ständige Präsenz in Jiros Leben, von ihrer gemeinsamen Studienzeit bis zu ihrer Zusammenarbeit bei einem großen japanischen Flugzeughersteller. Er scheut sich nicht, Jiros phantasievollere Ideen zu kritisieren, setzt sich aber auch für Jiros Handwerk ein und fungiert als Motivationsquelle. Als Jiro angesichts des Wissens, dass seine schönen Kreationen als Kriegswaffen eingesetzt werden, den Mut verliert, ist Honjō da, um ihn zu ermutigen, indem er argumentiert, dass sie einfach Ingenieure seien, die ihren Job machten, um die bestmöglichen Flugzeuge zu entwerfen. Diese pragmatische Sichtweise dient Jiro als Anker, der stärker unter den moralischen Implikationen seiner Arbeit leidet.

Die Charakterentwicklung Honjōs ist eng mit seiner beruflichen Reise an der Seite Jiros verbunden. Er reist mit Jiro nach Deutschland, um bei der Junkers-Firma fortgeschrittene Luftfahrttechnik zu studieren, und wie sein Freund zeigt er sich überwältigt von der Raffinesse der deutschen Technologie, wie etwa beheizten Einrichtungen. Diese gemeinsamen Erfahrungen im Ausland unterstreichen ihr gemeinsames Ziel, die japanische Luftfahrt voranzubringen. Innerhalb der Firma wird Honjō als fähiger Ingenieur eigenen Rechts gezeigt, und Jiro gibt ihm Gelegenheiten, Projekte zu leiten, wenn das obere Management sich mehr auf Jiros eigene Entwürfe konzentriert. Diese Handlung unterstreicht die Großzügigkeit und das Vertrauen, die ihrer Freundschaft innewohnen. Was bemerkenswerte Fähigkeiten betrifft, ist Honjō ein hochqualifizierter Luftfahrtingenieur. Sein technisches Wissen ist dem seines gefeierten Freundes ebenbürtig, und er zeigt einen scharfen, analytischen Verstand, der schnell die Schwächen der aktuellen japanischen Flugzeuge und die Stärken ausländischer Entwürfe erkennt. Während Jiro den inspirierten Künstler und Träumer repräsentiert, steht Honjō für den geschickten, nüchternen Techniker, der die Arbeit erledigt, was ihn zu einem unverzichtbaren Partner macht.
Besetzung