TV-Serie
Beschreibung
Jūzō Shima ist der zweite Sohn der Familie Shima, einer angesehenen Linie buddhistischer Exorzisten, die die Myōō-Dharani-Sekte in Kyōto anführt. Nach dem Tod seines älteren Bruders Takezō während des Blauen-Nacht-Vorfalls sechzehn Jahre vor der Haupthandlung wurde Jūzō zum Erben der Familie und übernahm die Rolle des jungen Oberpriesters des Shima-Tempels. Er bekleidet die Position des Hauptmanns der Ersten Exorzisteneinheit in der Kyōto-Zweigstelle und hat den Rang eines Oberen Zweiten Klasse Exorzisten erreicht, wobei er sowohl die Titel Ritter als auch Aria-Meister besitzt. Er ist 178 cm groß, wurde am 5. Februar geboren und ist fünfundzwanzig Jahre alt.

Jūzō ist bekannt für eine Persönlichkeit, die eine im Allgemeinen ruhige und gutmütige Art mit einer jähzornigen und leidenschaftlichen Seite in Einklang bringt, insbesondere wenn es darum geht, seine Familie zu beschützen oder sich Ungerechtigkeit zu stellen. Während er oft versucht, seinen jüngeren Bruder Kinzō vor rücksichtslosem Verhalten zu warnen, lässt er sich leicht in dieselben Konflikte hineinziehen, was zeigt, dass sein eigener Zorn nicht weit unter der Oberfläche liegt. Im Vergleich zu seinen Brüdern ist er besonnener und verantwortungsbewusster als der hitzköpfige Kinzō, aber weniger locker als sein jüngster Bruder Renzō. Er nimmt seine Pflichten ernst und zeigt Besorgnis um seinen Vater Yaozō und seine Kindheitsfreundin Mamushi Hōjō. Trotz eines wilden Äußeren hat er eine fürsorgliche und unbeschwerte Seite, versteht sich gut mit seinen jüngeren Geschwistern; Rückblenden zeigen, wie er das Baby Renzō auf dem Rücken trägt, und er kümmert sich weiterhin um ihn und bietet sogar an, ihm beim Training zu helfen. Er liebt Kinder und ist bekannt für seine bemerkenswerte Beliebtheit bei Frauen, mit einem eigenen Fanclub an der Akademie. Sein Lieblingszitat ist: Ständige Mühe bringt Erfolg.

Jūzōs Motivationen sind tief in seiner familiären Pflicht und seiner Rolle innerhalb der Myōō-Dharani-Sekte verwurzelt. Als Erbe ist er dem Schutz der Sekte und ihrer Mitglieder verpflichtet. Während der Ereignisse des Kyōto-Saga wird er von der Notwendigkeit getrieben, einen Verräter zu entlarven, der versuchte, das rechte Auge des Unreinen Königs zu stehlen, ein Relikt, das seine Familie bewacht. Seine persönliche Geschichte ist mit der der Familie Hōjō verflochten, was zu einer langjährigen Rivalität mit den drei Hōjō-Schwestern führt, insbesondere mit Mamushi, die er seit seiner Kindheit kennt, da sie gemeinsam die Exorzisten-Vorbereitungsschule besuchten. Unter dieser Antagonismus verbirgt sich jedoch eine tiefe Fürsorge für ihr Wohlergehen. Nach der Niederlage des Unreinen Königs zeigt er seine Fähigkeit, über alte Missstände hinwegzusehen, und macht ihr nach ihrem Sündenfall einen Heiratsantrag. Seine Handlungen sind stets beschützend, sei es für seine Geschwister, seinen Vater Yaozō oder seine Freunde, wie zum Beispiel, wenn er Konekomaru Miwa regelmäßig zur Begrüßung hochhebt.

In der Geschichte des Kyōto-Saga spielt Jūzō eine zentrale Rolle als Anführer und Kämpfer während der Krise der Wiederbelebung des Unreinen Königs. Anfangs gehört er zu denen, die den Diebstahl des rechten Auges des Unreinen Königs untersuchen. Er ermittelt heimlich gegen den Verräter und identifiziert die Eindringling als Mitglied der Familie Hōjō, aber sein Versuch, sie festzunehmen, wird durch das Eingreifen von Saburōta Tōdō vereitelt. Auf Befehl seines Vaters wird er damit beauftragt, Tatsuma Suguro zu bewachen, eine Pflicht, die ihn dazu führt, die Wiederbelebung des Unreinen Königs in der Goma-Halle mitzuerleben. Während der entscheidenden Schlacht auf dem Berg Kongō arbeitet er mit Yukio Okumura zusammen, um Saburōta Tōdō gegenüberzutreten, und zeigt dabei seine Kampfkraft. Seine Aktionen sind entscheidend in der finalen Konfrontation gegen den Unreinen König.

Jūzōs wichtigste Beziehungen prägen seinen Charakterbogen maßgeblich. Seine Beziehung zu seinem Vater Yaozō Shima, dem Leiter der Kyōto-Zweigstelle, ist von Respekt und Pflichtbewusstsein geprägt, da er ihm hilft und sich um seine Gesundheit sorgt. Gegenüber seinen Brüdern Kinzō und Renzō ist Jūzō beschützend und freundschaftlich, obwohl es auch zu Geschwisterstreitigkeiten kommt, und er nennt Kinzō liebevoll einen [verdammten Idioten]. Die bedeutendste Beziehung ist die zu Mamushi Hōjō, die sich von einer Kindheitsfreundschaft, die von familiärer Rivalität getrübt ist, zu einer tiefen und dauerhaften Bindung entwickelt. Nach dem Fall des Unreinen Königs tröstet er sie und bittet formell um ihre Hand, was zu ihrer Verlobung und schließlichen Hochzeit führt.

Jūzō durchläuft eine bemerkenswerte Entwicklung, die ihn hauptsächlich von einer Figur, die an sektiererische Rivalität gebunden ist, zu einer Figur wandelt, die sich für persönliche Versöhnung entscheidet. Sein Charakterbogen bewegt sich von einer generationenübergreifenden Fehde mit der Familie Hōjō hin zu einem Heiratsantrag an Mamushi, was eine neue Ära der Zusammenarbeit symbolisiert. Darüber hinaus festigt sich sein Verantwortungsbewusstsein, als er während der Krise vollständig in die Rolle des Erben und Anführers hineinwächst und sich von einem bloßen Sohn seines Vaters zu einer entscheidenden Figur in der Verteidigung der Sekte entwickelt. Nach den Ereignissen des Kyōto-Saga umfasst seine weitere Entwicklung seine Heirat mit Mamushi und die Ankündigung, dass sie ein Kind erwarten, was auf sein anhaltendes Wachstum über den unmittelbaren Konflikt hinaus hindeutet.

Als Exorzist ist Jūzō ein beeindruckender Kämpfer, der seine Aria- und Ritter-Meister effektiv kombiniert, um starke feuerbasierte Angriffe zu erzeugen. Seine Hauptwaffe scheint ein K'rik zu sein, den er als Fokus für seine Fähigkeiten verwendet. Zu seinen bekannten Techniken gehören die Tötenden Feuerräder (Kasharinzan), bei denen er seine Waffe schwingt, um mehrere rotierende Feuerscheiben freizusetzen; der Flammenspitzen-Vajra-Speer (Katō Kongōsō), der einen großen Speerkopf aus Flammen an der Spitze seines K'rik erzeugt; und die Flammenausstrahlungs-Meditation (Kasei Zanmai oder Kashō Zanmai), bei der er Flammen zu einer großen Kugel konzentriert und sie auf einen Gegner schleudert. Diese Fähigkeiten etablieren ihn als hochrangigen Exorzisten, der in der Lage ist, mächtige Gegner wie Saburōta Tōdō zu bekämpfen. Informationen über seine Entwicklung oder Fähigkeiten über die Ereignisse des Kyōto-Saga hinaus sind begrenzt.