TV-Serie
Beschreibung
Katsuhira Agata ist der Hauptprotagonist seiner Geschichte. Er ist ein Oberschüler, der vor allem durch seine tiefgreifende und allgegenwärtige emotionale Abstumpfung auffällt. Er hat einen großen, schlanken Körperbau mit schlaffen grauen Augen und zeigt stets einen ausdruckslosen Gesichtsausdruck. Ein bemerkenswertes Merkmal seines Aussehens ist sein Haar, das größtenteils weiß mit bräunlichen Spuren ist – eine physische Veränderung, die auf ein traumatisches Kindheitsereignis zurückgeht.

Katsuhiras prägendste Eigenschaft ist seine vollständige Unfähigkeit, körperlichen Schmerz zu empfinden. Dieser Zustand erstreckt sich auch auf sein Gefühlsleben und lässt ihn sowohl freudigen als auch belastenden Situationen gegenüber gleichgültig erscheinen. Seine Stimmung schwankt selten, und er zeigt wenig Interesse an den Menschen um ihn herum, einschließlich der Mitschüler, die ihn ständig um Geld schikanieren. Aufgrund dieser Taubheit fällt es ihm schwer, Bindungen zu anderen aufzubauen, und er wird oft als gleichgültig gegenüber ihren Gefühlen wahrgenommen. Trotzdem ist er nicht völlig frei von Fürsorge für andere. Er zeigt die Bereitschaft, seine eigene Sicherheit für das Wohlergehen seiner Mitschüler zu riskieren, etwa als er von einer Brücke springt, um jemand anderen davon abzuhalten, dasselbe zu tun.

Dieser Zustand der Apathie ist nicht angeboren. Als Kind war Katsuhira ein schüchterner, aber energiegeladener und fürsorglicher Junge. Seine Persönlichkeit wurde drastisch durch seine Beteiligung am Kizuna-Experiment verändert, einem Projekt, das Menschen durch das Teilen von Schmerz verbinden sollte. Es wird enthüllt, dass er während dieses Experiments dauerhaft mit einem Mädchen namens Noriko Sonozaki verbunden wurde. Diese Verbindung führte dazu, dass der Großteil seines körperlichen Schmerzes und ein erheblicher Teil seiner Emotionen auf sie übertragen wurden. Das Ergebnis war eine abgeschwächte Persönlichkeit und eine gleichgültige Haltung gegenüber der Welt, während Sonozaki mit seinem Leid belastet wurde.

Seine Rolle in der Geschichte ist zentral, da er zusammen mit sechs anderen Teenagern für eine neue Iteration des Kizuna-Systems ausgewählt wird. Durch dieses System wird die Gruppe gezwungen, die körperlichen und emotionalen Schmerzen der anderen zu teilen. Für Katsuhira wird dieser Prozess zu einer Reise der Wiederentdeckung, da die gemeinsamen Erfahrungen und die Verbindungen, die er knüpft, langsam beginnen, seine emotionale Taubheit zu durchbrechen und ihm helfen, die Erinnerungen an seine Vergangenheit wiederzuerlangen.

Seine wichtigsten Beziehungen sind grundlegend für diese Entwicklung. Seine Bindung zu Noriko Sonozaki ist die bedeutendste, da sie sowohl die Hüterin seines verlorenen Schmerzes als auch der Schlüssel zu seiner Vergangenheit ist. Er fühlt eine unerklärliche Anziehung zu ihr und erkennt schließlich, dass er romantische Gefühle für sie hegt. Seine Kindheitsfreundin Chidori Takashiro sorgt sich sehr um ihn und hat seine Verwandlung von dem Jungen, der er einmal war, miterlebt. Sie nennt ihn „Kacchon“ und ist eine ständige, unterstützende Präsenz in seinem Leben, während sie mit ihrer eigenen unerwiderten Liebe zu ihm kämpft. Seine Beziehung zu Hajime Tenga ist ebenfalls komplex; während Tenga zunächst als sein Beschützer auftritt, wird ihre Verbindung durch Eifersucht und Frustration auf die Probe gestellt.

Katsuhiras einzige bemerkenswerte Fähigkeit ist seine Schmerzunempfindlichkeit. Technisch gesehen ist dies eine Behinderung, aber sie verschafft ihm eine einzigartige Position innerhalb der Kiznaiver-Gruppe. Wenn andere Mitglieder verletzt werden, spürt er den geteilten Schmerz nicht, was ihm erlaubt, in Situationen zu handeln, in denen andere handlungsunfähig wären. Sein Körper ist jedoch nicht unverwundbar; er erleidet weiterhin physische Wunden und blutet wie jeder andere. Im Laufe der Erzählung zeigt er sich bemerkenswert vergebend, indem er keinen Groll gegen diejenigen hegt, die ihm wehgetan haben, einschließlich seiner Peiniger und sogar seiner Freunde, die aus Frustration ausrasten. Am Ende seiner Reise kehrt er allmählich zu einer ausdrucksstärkeren Version seines früheren Selbst zurück und erlangt letztlich die Fähigkeit wieder, das gesamte Spektrum menschlicher Emotionen und Schmerzen zu empfinden.