Film
Beschreibung
Goemon Ishikawa XIII ist eine fiktive Figur, die von Monkey Punch erschaffen wurde und erstmals im Lupin-III-Manga auftauchte. Später wurde sie zu einer zentralen Figur in den verschiedenen Anime-Adaptionen des Franchise, darunter der Film Lupin III: Das Geheimnis von Mamo aus dem Jahr 1978. In der Handlung dieses Films wird Goemon als dreizehnter Nachfahre des legendären Gesetzlosen Ishikawa Goemon dargestellt, einem abtrünnigen Samurai aus der japanischen Geschichte. Er ist ein Meister der Kampfkünste und ein unvergleichlicher Schwertkämpfer, dessen Leben von einem strengen, persönlichen Ehrenkodex bestimmt wird, der in der traditionellen japanischen Kultur verwurzelt ist.

In Das Geheimnis von Mamo ist Goemons Persönlichkeit von einem tiefen Stolz und intensiver Disziplin geprägt, die jedoch mit einer erheblichen Verletzlichkeit kontrastiert wird. Er ist normalerweise ruhig, meditativ und distanziert und sitzt oft in tiefer Trance, wenn er untätig ist. Diese stoische Fassade verbirgt jedoch einen tiefen Brunnen an Emotionen. Sein Stolz auf seine Fähigkeiten ist von größter Bedeutung, und Misserfolge bereiten ihm extreme Scham und Reue. Dies wird im Film am deutlichsten veranschaulicht, als seine legendäre Klinge, das Zantetsuken, während eines Kampfes mit einem mächtigen Gegner namens Flinch zerbricht. Dieses Ereignis löst tiefe Demütigung und eine Vertrauenskrise aus und zwingt ihn, sich seiner eigenen wahrgenommenen Schwäche zu stellen.

Seine Motivationen in Das Geheimnis von Mamo sind komplex. Obwohl er Mitglied von Lupins Bande ist, ist seine Loyalität nicht bedingungslos und wird eher als berufliche Vereinbarung denn als enge Freundschaft dargestellt. Er unterstützt Lupin bei seinen Unternehmungen, macht aber auch klar, dass sein letztendliches Ziel darin besteht, eines Tages Lupin zu einem Duell zu fordern und den Todesstoß zu versetzen, ein Gelübde, das er einzuhalten gezwungen ist. Seine Rolle in der Geschichte ist daher die eines mächtigen, unberechenbaren Verbündeten, dessen Loyalität ständig in Frage steht. Er fungiert als Schwergewicht der Gruppe und bietet rohe, überwältigende Kraft, die Jigens Schießkünste und Lupins List ergänzt. Seine Anwesenheit verleiht den Raubzügen ein Element traditioneller Ehre und tödlicher Effizienz.

Wichtige Beziehungen innerhalb des Films heben seine Charakterzüge hervor. Seine Dynamik mit Daisuke Jigen ist von gegenseitigem Respekt geprägt; sie betrachten sich gegenseitig als ehrenhafte Krieger und vertrauenswürdige Partner. Im Gegensatz dazu ist seine Beziehung zu Fujiko Mine von tiefem Misstrauen geprägt. Da er in der Vergangenheit eine romantische Beziehung mit ihr hatte, ist er gegenüber ihren ständigen Verrat vorsichtig geworden. In der englischen Synchronisation von Das Geheimnis von Mamo fasst seine unmittelbare negative Reaktion beim Anblick von ihr, ein genervtes „Nicht sie“, seine Müdigkeit und mangelnde Geduld für ihre manipulativen Wege treffend zusammen. Er fühlt sich auch merklich unwohl bei offener weiblicher Sexualität und lässt sich leicht von Lupins Schürzenjäger-Aktionen irritieren.

Was die Entwicklung innerhalb des Films betrifft, so dient das Zerbrechen seines Schwertes als entscheidender Moment für seinen Charakterbogen. Das Zantetsuken ist nicht nur eine Waffe; es ist eine Erweiterung seiner Seele und ein Symbol seiner Abstammung und Fähigkeiten. Seine Zerstörung zwingt ihn in eine Zeit tiefer Scham und Sühne, die er durch rigoroses Training und Meditation verfolgt. Diese Prüfung stellt eine bedeutende Herausforderung für seine Identität dar, testet seine Entschlossenheit und zwingt ihn, seine Stärke auch ohne sein primäres Werkzeug zu finden.

Goemons bemerkenswerte Fähigkeiten sind der Kern seines Charakters. Er ist ein Meister mehrerer Kampfkünste, darunter Kenjutsu, Battōjutsu, Jujutsu, Aikido und Karate, was es ihm ermöglicht, mehrere bewaffnete Gegner zu besiegen, ohne sein Schwert zu ziehen. Seine charakteristische Fähigkeit ist jedoch seine übermenschliche Geschwindigkeit mit dem Zantetsuken, einem Schwert, das scharf genug ist, um praktisch jedes physische Objekt zu durchschneiden, von Stahlträgern und Kugeln bis hin zu Panzern und Fahrzeugen. Ein charakteristischer Teil seines persönlichen Kodex ist die Tradition, dass ein Katana Blut ziehen muss, bevor es in die Scheide gesteckt werden kann. Um dem nachzukommen und gleichzeitig seine Vorliebe für nicht-tödliche Kämpfe beizubehalten, zerstört er oft ein Objekt und spricht dann seinen berühmten Ausspruch: „Ich habe ein wertloses Objekt zerschnitten.“ Diese Handlung demonstriert sowohl seine immense Macht als auch seine strengen, selbst auferlegten ethischen Grenzen.
Besetzung