TV-Serie
Beschreibung
Alexandre ist der zentrale Protagonist dieses Anime, eine fantastische und futuristische Neuerfindung der historischen Figur Alexander des Großen. Er wird als Prinz von Makedonien vorgestellt, als Sohn von König Philipp II. und Königin Olympias. Seine Erziehung ist geprägt von Mystik und politischer Gefahr, da seine Mutter, eine Hexe und Priesterin, ihn mit der unheilvollen Prophezeiung aufzieht, dass er dazu bestimmt ist, der Zerstörer der Welt zu werden. Von klein auf ist sein Weg von der Notwendigkeit geprägt, sich in einem tückischen Königshof, den Intrigen rivalisierender Fraktionen und dem drohenden Schatten seines eigenen vorhergesagten Schicksals zurechtzufinden.

Was seine Persönlichkeit betrifft, wird Alexandre als ein äußerst zielstrebiger und visionärer Mensch dargestellt, der von der Suche nach dem verzehrt wird, was er Geschwindigkeit nennt. Dieses Konzept geht über bloße körperliche Schnelligkeit hinaus; es stellt einen philosophischen Antrieb dar, alle Grenzen zu überwinden und die Welt in einem beispiellosen Tempo neu zu gestalten. Er wird als nachdenklich und zu philosophischen Grübeleien neigend dargestellt, doch diese Selbstbetrachtung geht mit immensem persönlichem Mut und einer furchtlosen Natur einher, da er bereit ist, sich sowohl Armeen als auch dem Willen der Götter zu widersetzen. Obwohl er ein brillanter Befehlshaber ist, der seinen Gefährten tiefe Loyalität einflößt, wird sein Auftreten oft als ruhig und sogar distanziert beschrieben, wobei er bei der Verfolgung seiner monumentalen Ziele wenig äußere emotionale Bandbreite zeigt. Dieses Streben kann zu einer rücksichtslosen Zielstrebigkeit führen, da er Städte wie Theben ohne Zögern zerschmettert, um seine Macht zu sichern.

Alexandres Hauptmotivation ist der unerbittliche Drang, alle bekannten Nationen zu erobern und immer weiter nach Osten bis an die Enden der Welt vorzudringen, angetrieben von dem Glauben an sein eigenes göttliches Schicksal. Dieser Ehrgeiz wird durch die Prophezeiung, dass er die Welt zerstören wird, verkompliziert, mit der er im Laufe der Serie ringt. Philosophen wie Diogenes helfen ihm, diese Bürde neu zu deuten, indem sie vorschlagen, dass die Zerstörung der alten Welt bedeutet, eine neue zu erschaffen, und so ein schreckliches Schicksal in einen großen, schöpferischen Zweck verwandeln. Sein Wunsch, die ultimative Geschwindigkeit zu erreichen, ist die Kraft, die ihn von seiner ersten Schlacht bis zu seinen letzten, mystischen Konfrontationen antreibt.

Innerhalb der Geschichte dient Alexandre als Motor der Handlung, und seine Feldzüge bilden das Rückgrat der Erzählung. Er steigt von einem Prinzen, der im Schatten seines Vaters steht, zum König von Makedonien auf, nachdem Philipp ermordet wurde, was von seiner Mutter inszeniert wird. Von dort aus vereint er Griechenland, fällt in das Persische Reich ein, besiegt dessen König Darius III. und setzt seinen Marsch nach Indien fort. Seine Rolle ist nicht nur die eines Eroberers, sondern auch die einer transformativen Figur, deren Handlungen metaphysische Konsequenzen haben und die etablierte Ordnung der Welt selbst in Frage stellen.

Seine Beziehungen sind zentral für seinen Charakter. Er teilt eine zutiefst komplexe und beunruhigende Bindung zu seiner Mutter Olympias, die ihn sowohl verehrt als auch in Richtung seines zerstörerischen Schicksals manipuliert. Sein Vater Philipp ist ein Rivale, der auf die frühen Erfolge seines Sohnes eifersüchtig wird. Er wurde vom Philosophen Aristoteles unterrichtet, der später gegen ihn arbeitet. Unter seinen Gefährten teilt er eine enge und loyale Bindung zu Hephaistion, und sein innerer Kreis umfasst Ptolemaios, Kleitos, Philotas und die Kriegerin Kassandra, die alle ihre eigenen Reaktionen auf seine wachsende Macht haben. Er heiratet die persische Prinzessin Roxane. Er hat auch bedeutende Begegnungen mit den Philosophen Diogenes, der ihm eine neue Perspektive auf sein Schicksal gibt, und Pythagoras, der die zyklische Natur von Zerstörung und Schöpfung bestätigt.

Alexandre durchläuft eine bedeutende Entwicklung von einem Prinzen, der nach Ruhm strebt, zu einem König, der eine kosmische Rolle als Weltbeender und Weltschöpfer annimmt. Er beginnt damit, das monströse Pferd Bukephalos zu zähmen, um Geschwindigkeit zu erlangen. Später durchtrennt er den Gordischen Knoten, nicht indem er ihn löst, sondern mit seinem Schwert, was seine direkte Herangehensweise an Hindernisse demonstriert. Während seiner Reise ringt er mit der Prophezeiung der Zerstörung, fürchtet sie zunächst, akzeptiert sie aber letztlich als einen notwendigen Akt der Schöpfung. Am Ende, nach einem entscheidenden Duell mit seinem eigenen Doppelgänger und einer Begegnung mit Pythagoras am Rande der Welt, taucht er aus einer Lichtsäule auf. Die Welt wird nicht physisch vernichtet, aber er versteht, dass eine neue Ära begonnen hat, und beobachtet ein Kind, das der spätere Euklid sein wird, wie es geometrische Figuren in den Sand zeichnet, was die Geburt einer neuen Welt der Vernunft symbolisiert.

Alexandre besitzt mehrere bemerkenswerte Fähigkeiten. Er wird als ein fast übermenschlich begabter Krieger und Befehlshaber dargestellt, der in der Lage ist, riesige Armeen und sogar eine geisterhafte Version von Darius zu besiegen. Die Serie deutet stark an, dass er ein Halbgott ist, da sein Wille die Realität zu verändern scheint, was Mondfinsternisse verursacht oder seine Schläge die Erde erschüttern lässt. In einem entscheidenden Moment entfesselt er einen Energiesturm, der eine halbe Million persischer Soldaten vernichtet, und tötet Darius mit einem aufgeladenen Speer. Es wird auch gezeigt, wie er Bukephalos zähmt, ein wildes, menschenfressendes Pferd, das zu einer Erweiterung seines Willens wird. Sein körperliches Erscheinungsbild entspricht dieser mythischen Statur, da er als große, schlanke, aber muskulöse und auffallend schöne Figur mit langem Haar gestaltet ist, was dem charakteristischen Kunststil der Serie mit länglichen, fadenartigen Figurenproportionen entspricht.