OVA
Beschreibung
Glycine Bluemer ist eine zentrale Figur im Pariser Zweig der Kaiserlichen Kampftruppe und dient als Schlüsselmitglied der Blumen-Division in der OVA-Serie Sakura Taisen: École de Paris. Sie ist die Tochter und alleinige Erbin der Familie Bluemer, einem stolzen und einflussreichen Adelshaus normannischer Abstammung in Frankreich. Ihre Abstammung trägt das wilde Blut von Wikinger-Vorfahren in sich, ein Erbe, das ihre Persönlichkeit und ihren Kampfstil maßgeblich prägt. Geboren am 18. April, ist Glycine während der Ereignisse des Pariser Handlungsbogens sechzehn Jahre alt. Sie hat ein auffälliges Erscheinungsbild mit blonden Haaren, blauen Augen und einer für die damalige Zeit großen Statur von 161 Zentimetern, und ihr körperliches Selbstbewusstsein unterstreicht ihre Präsenz sowohl auf der Bühne als auch auf dem Schlachtfeld.

Was ihre Persönlichkeit betrifft, so ist Glycine durch ein starkes Gefühl von Stolz, Verantwortung und ein aggressives, hitziges Temperament geprägt. Als Adlige glaubt sie fest daran, dass es ihre Pflicht ist, die Bürger von Paris zu beschützen und als Vorbild an Tugend und Stärke zu handeln. Diese Überzeugung macht sie äußerst kritisch gegenüber jedem, von dem sie glaubt, dass es ihm an Stolz oder Fähigkeiten mangelt. Anfangs ist sie feindselig und abweisend gegenüber dem neu ernannten japanischen Kapitän und betrachtet ihn als Außenseiter, der nicht geeignet ist, die Verteidigung ihrer Stadt zu führen. Sie ist jähzornig und dafür bekannt, bei der geringsten Beleidigung ihrer Ehre mit Duellen zu drohen, wobei sie in Momenten der Frustration oft ihre charakteristische Streitaxt zückt. Doch unter dieser wilden und eingebildeten Fassade verbirgt sich eine zutiefst fürsorgliche und loyale Freundin. Sie beschützt ihre Teamkameradinnen, besonders die sanfte Hanabi Kitaoji und die oft einschüchternde Nonne Erica Fontaine, gegenüber denen sie eine geduldige und überraschend zärtliche Seite zeigt. Trotz ihres kühnen Wesens hat Glycine eine versteckte Vorliebe für kleine Tiere und kann verlegen werden, wenn sie mit dem Ausdruck ihrer eigenen romantischen Gefühle konfrontiert wird – eine Verletzlichkeit, die im Gegensatz zu ihrem üblichen gebieterischen Auftreten steht.

Glycines Rolle in École de Paris ist die einer grundlegenden Anführerin und Kampfkraft. Als eines der ersten Mitglieder der Pariser Blumen-Division ist sie neben Erica ein Gründungspfeiler des Teams. Ihre Hauptmotivation ist die Verteidigung von Paris, die sie als heilige Pflicht ihres Adelsbluts betrachtet. Diese Motivation wird ständig auf die Probe gestellt, da sie ihre aristokratischen Pflichten mit dem geheimen Leben einer Bühnendarstellerin in Einklang bringen muss. Um ihre Identität vor ihrer Adelsfamilie zu verbergen, tritt sie im Theater Chattes Noires unter dem Künstlernamen Blue Eyes auf, einer mysteriösen und eleganten Tänzerin, die beim Publikum sehr beliebt ist. Im Laufe der Geschichte treiben ihre wichtigsten Beziehungen einen Großteil ihrer Entwicklung voran. Ihre anfänglich streitlustigen Begegnungen mit dem Kapitän entwickeln sich allmählich zu tiefem Respekt und dann zu romantischer Zuneigung. In einem bemerkenswerten Ereignis fordert sie ihn nach einem Angriff auf seinen Stolz zu einem Duell heraus, und nach seiner Niederlage muss er vorübergehend als Dienstmädchen in ihrem Haushalt arbeiten, was zu einem Wendepunkt in ihrem gegenseitigen Verständnis wird. Sie hat auch eine heftige, von Rivalität geprägte Dynamik mit der Unruhestifterin Lobelia Carlini; ihre Streitereien sind an der Tagesordnung, werden aber von einem widerwilligen gegenseitigen Respekt im Kampf untermauert. Ihre engste Bindung besteht zu Hanabi, einer Familienfreundin und Teamkameradin, gegenüber der sie als standhafte Beschützerin auftritt.

Im Verlauf der Erzählung durchläuft Glycine eine bedeutende Charakterentwicklung. Sie beginnt als starre Aristokratin, die Ausländer und Bürgerliche abweist, aber sie lernt, Menschen nach ihren Handlungen und ihrem Charakter zu beurteilen, nicht nach ihrer Geburt. Ihre Beziehung zum Kapitän hilft ihr zu erkennen, dass Adel nicht einfach ein Geburtsrecht ist, sondern eine Verantwortung, die durch die eigenen Taten definiert wird. Dieses Wachstum ermöglicht es ihr, die Zwänge ihres eigenen Standes in Frage zu stellen, einschließlich der Auflösung einer arrangierten, politisch motivierten Verlobung mit Graf Richie. Sie bewegt sich von einer Position kalter Überlegenheit hin zu einer warmherzigen, wenn auch immer noch scharfzüngigen Kameradin, die offen ihre Fehler eingesteht und für persönliche Bindungen kämpft, nicht nur für die Familienehre.

Im Kampf ist Glycine eine beeindruckende Frontkämpferin, die einen blauen Koubu-Mech steuert. In Anlehnung an ihre Wikinger-Abstammung ist ihre gewählte Waffe eine große Streitaxt, die sie mit verheerender Kraft und aggressiven, direkten Taktiken führt, die direkte Konfrontationen der Subtilität vorziehen. Ihr Kampfstil priorisiert hohe Angriffsfähigkeit und solide Verteidigung, was sie zu einer Kraft im Team macht. Zu ihren bemerkenswerten Fähigkeiten gehören mächtige spirituelle Angriffe, wobei ihre charakteristischen Spezialbewegungen Grosse Vague, Furie Neptune und in späteren Iterationen Gales Saint heißen, die breitflächige Wellen spiritueller Energie freisetzen, um ihre Feinde zu vernichten.