OVA
Beschreibung
Oberst Kurtz ist ein hochrangiger Offizier der Jerra-Regulären Armee, der während des anhaltenden Krieges gegen die aufständischen Negsrom-Streitkräfte auf dem Planeten Jerra eine militärische Einheit befehligt. Er ist ein reifer erwachsener Mann mit grauem Haar und dunklen Augen und tritt mit der Autorität auf, die von einem hochrangigen Kommandeur erwartet wird. Kurtz steht dem genetisch veränderten Supersoldaten Geist, als dieser seiner Einheit zugeteilt wird, zunächst ablehnend gegenüber und betrachtet ihn als unerwünschtes und möglicherweise unkontrollierbares Element. Als er jedoch aus erster Hand die verheerende Kampfkraft von Geist miterlebt, schlägt seine Ablehnung in Eifersucht auf die überlegenen Fähigkeiten des Soldaten um, und diese Eifersucht weicht schließlich blankem Entsetzen. Überzeugt davon, dass Geist kein wertvolles Gut, sondern eine gefährliche und unberechenbare Bedrohung ist, die zum Wohle aller beseitigt werden muss, ergreift Kurtz entschlossene Maßnahmen gegen ihn. Er stellt eine Falle, indem er einen spezialisierten Kampfandroiden aktiviert, in der Hoffnung, damit Geist zu töten. Dieser Konflikt definiert Kurtz‘ Rolle in der Geschichte: Er ist ein sekundärer Antagonist, der die Angst des militärischen Establishments vor genau der Waffe repräsentiert, die es selbst erschaffen hat. Seine Motivationen wurzeln in dem Wunsch nach Kontrolle und der Bewahrung der Ordnung, selbst wenn diese Ordnung die Zerstörung des mächtigsten Soldaten auf dem Schlachtfeld bedeutet. Kurtz durchläuft wenig persönliche Entwicklung; seine Haltung verhärtet sich von Misstrauen zu aktiver Feindseligkeit, und er handelt aufgrund dieser Feindseligkeit mit einem kalkulierten, aber letztlich erfolglosen Versuch, Geist zu töten. Seine bemerkenswerten Fähigkeiten liegen nicht im persönlichen Kampf, sondern in seiner Befehlsgewalt, strategischen Positionierung und dem Zugang zu fortschrittlicher Militärtechnologie wie dem von ihm eingesetzten Androiden. Seine wichtigste Beziehung ist die zu Geist, geprägt von gegenseitigem Misstrauen und gipfelnd in einer direkten Konfrontation. Am Ende scheitert Kurtz daran, die Bedrohung zu neutralisieren, was das Thema unterstreicht, dass die entfesselte Gewalt des M.D.S.-Programms nicht durch die konventionelle militärische Hierarchie eingedämmt werden kann.