TV-Serie
Beschreibung
Otome Sakamoto ist die jüngste Tochter der Familie Sakamoto im Anime Rainbow Samurai, der das frühe Leben der historischen Figur Sakamoto Ryōma behandelt. Ihre Geschichte beginnt in der Nacht des 15. November 1835 in der Nähe der Burg Kōchi, als sie die Sterne beobachtet und einen Kometen entdeckt. In derselben Nacht steht ihre Mutter, Sachi Sakamoto, kurz vor der Geburt. Der Komet scheint die Form eines Drachen und eines Pferdes anzunehmen, und Otome ruft ihm zu, bittet darum, dass das Kind, das in dieser Nacht geboren wird, ein Junge sein möge, und verspricht, dass sie ihn zu einem starken Samurai machen werde. Als Antwort darauf verwandelt sich der Komet in ein sanftes Leuchten, und kurz darauf wird ein kräftiger kleiner Junge geboren. Das Neugeborene wird als seltsam angesehen, weil es lange Haare auf dem Rücken hat, was seinen Vater, Yahei, sprachlos zurücklässt. Otome jedoch reagiert mit Zuversicht und Entschlossenheit und gibt dem Jungen den Namen Ryōma, indem sie die Schriftzeichen für Drache und Pferd kombiniert.

Ihre Rolle in der Familie ist die einer entschlossenen und hingebungsvollen älteren Schwester, die vom Moment seiner Geburt an die Verantwortung für ihren jüngeren Bruder übernimmt. Ryōma wächst als ein ängstliches und weinerliches Kind auf, das wegen seiner Rückenhaare verspottet und von den Nachbarskindern gemobbt wird, und er hat auch als Schüler Schwierigkeiten, bis er schließlich aus seiner Juku, einer Privatschule, verwiesen wird. Während andere vielleicht aufgegeben hätten, weigern sich Otome und die zweitälteste Schwester, Ei, dies zu tun, und erziehen ihn stattdessen strenger. Diese Entscheidung verrät viel über ihre Persönlichkeit: Sie ist willensstark, beharrlich und ihrer Familie zutiefst treu, und sie glaubt an Ryōmas Potenzial, selbst wenn er kaum Anzeichen dafür zeigt. Ihre Strenge rührt nicht von Härte her, sondern von einem echten Engagement, das Versprechen einzulösen, das sie bei seiner Geburt gegeben hat.

Ihre Motivationen sind in diesem Versprechen verwurzelt. Nachdem sie den Himmel um einen starken Sohn gebeten und gelobt hat, ihn zu einem mächtigen Samurai zu formen, behandelt sie dieses Gelübde als eine bindende Pflicht. Ihr Antrieb, Ryōma zu disziplinieren und zu führen, spiegelt ein Gefühl von Ehre und Konsequenz wider, da sie aktiv daran arbeitet, die Stärke in ihm aufzubauen, die sie sich erhofft hat. Ihre wichtigsten Beziehungen konzentrieren sich auf den Haushalt der Sakamotos. Sie teilt eine enge, arbeitsteilige Bindung mit ihrer Schwester Ei, und gemeinsam übernehmen die beiden Frauen die Verantwortung für Ryōmas Erziehung, wenn andere nur seine Fehler sehen. Ihre Beziehung zu Ryōma ist der emotionale Kern ihrer Rolle, da sie sowohl diejenige ist, die ihn benennt, als auch einer der Haupteinflüsse auf seine frühe Entwicklung. Ihr Kontrast zu ihrem Vater Yahei, der von dem ungewöhnlichen Neugeborenen einfach nur verblüfft ist, unterstreicht ihre Position als entschlossene und zukunftsorientierte Präsenz in der Familie.

In Bezug auf ihre Entwicklung bewegt sich Otome von einem Mädchen, das einem Kometen einen aufrichtigen Wunsch entgegenbringt, zu einer jungen Frau, die konkrete Schritte unternimmt, um diesen Wunsch zu erfüllen. Der Bogen ihrer Rolle ist konsistent: Sie benennt das Kind, weigert sich, es in seiner Schwäche aufzugeben, und verpflichtet sich, es mit Disziplin und Fürsorge zu erziehen. Ihre bemerkenswerten Fähigkeiten liegen nicht in Kampfkunst oder körperlicher Stärke, sondern in ihrer Wahrnehmungsgabe, ihrer Entschlossenheit und ihrer Fähigkeit, Stärke dort zu sehen, wo andere sie nicht erkennen können. Indem sie den Namen Ryōma wählt und auf einer strengen Erziehung besteht, gibt sie ihrem Bruder sowohl eine Identität als auch einen Maßstab, dem er gerecht werden muss, und legt damit das Fundament für die Person, die er werden wird.